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Apistogramma hongsloi


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Philipp
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BeitragGeschrieben: 25.09.2003 - 18:41    Titel:  Apistogramma hongsloi

Hallo euch allen.

@ Jürgen: hier sind die Bilder von meinen neuen Schützlingen (kann natürlich auch sonst jeder anschauen Teuflisch grinsen ):

Apistogramma hongsloi Male

Apistogramma hongsloi Weiblich [FALSCH - ist ein Männchen! nachträglich editiert]

Ich hab leider auf die Schnelle nicht allzuviel Literatur zu dieser ZBB-Art gefunden. Wie groß werden sie?

lg
Philipp


Zuletzt bearbeitet von Philipp am 03.12.2003 - 20:39, insgesamt 1-mal bearbeitet
caro
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BeitragGeschrieben: 25.09.2003 - 22:24    Titel:  

hi philipp,

ich beneide dich richtig um die apistogramma.
hast du die vom jürgen?

ich hab nämlich letztens bei ihm auch ein paar wunderschöne gesehen (apistogramma nijsseni) aber der jürgen wollte sie mir nicht geben
Traurig Traurig Traurig Traurig Traurig


hast du die bilder selbst geschossen? wie kriegst du immer so tolle photos hin? der christian versucht das die ganze zeit, aber bei ihm sieht man immer nur was grün-verschwommenes Mr. Green


lg caro
Philipp
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BeitragGeschrieben: 26.09.2003 - 08:44    Titel:  

Hallo!

Als erstes mal was anderes: Gestern ist was komisches hier im Forum passiert. Ich hab obigen Beitrag geschrieben und dann auf "Abschicken" gedrückt. Dann wollt ich mir den Artikel gleich anschauen und siehe da: kuco hat schon geantwortet - in der selben Minute in der ich den Beitrag geschrieben habe. Da hab ich mich gewundert und mal nachgeschaut - kuko war zu der zeit aber nicht online (und meines Wissens nach ist die Anzeige für die letzten 5 min). Heute ist die Antwort wieder verschwunden. Drin gestanden ist nur: "I will think about that"

I find this very strange! Cool


Jetzt zu dir Caro:

caro hat folgendes geschrieben:
hi philipp,

ich beneide dich richtig um die apistogramma.
hast du die vom jürgen?


Ja hab ich, hat er anscheinend am Dienstag reinbekommen (siehe Kalender)

Zitat:

ich hab nämlich letztens bei ihm auch ein paar wunderschöne gesehen (apistogramma nijsseni) aber der jürgen wollte sie mir nicht geben
Traurig Traurig Traurig Traurig Traurig


Die A. nijsseni hab ich auch gesehen - die wären auch interessant gewesen - wegen den deutlichen Geschlechtsunterschieden. Das A. hongsloi Männchen war dann aber so beeindruckend, daß ich doch ein Paar von denen genommen habe.
Warum wollte dir der Jürgen keine Panda-ZBB geben?

Zitat:

hast du die bilder selbst geschossen? wie kriegst du immer so tolle photos hin? der christian versucht das die ganze zeit, aber bei ihm sieht man immer nur was grün-verschwommenes Mr. Green


Ja, die Fotos mache ich selber, mit meiner Digicam (Ixus 330).
Bin eigentlich sehr zufrieden mit ihrer Leistung - macht ja schöne Fotos. Ganz so einfach ist es dann meistens aber doch nicht. Der Autofokus funktioniert wegen der Scheibe und den teilweise schlechten Lichtverhältnissen im Aquarium nicht immer einwandfrei. Blitz verursacht oft störende Spiegelungen an der Scheibe (etwas zu sehen beim Foto vom Männchen). Ohne Blitz sind die Fische meistens zu schnell um sie scharf zu bekommen - außer man geht mit den ISO rauf - dann wird das Bild aber sehr grobkörnig....
Ich mach es meistens so: Makro und dann OHNE Aquarium: Objekt in etwa 50 cm anfokusieren - dann Autofokus-Lock machen (weiß nicht ob das jede billige Digicam kann - mein kann es Zwinker ) und dann setz ich mich vors Aquarium - mit Dauerfeuer (Entfernung wird von mir geschätzt).
Nach so 50 Fotos geh ich dann zum Computer und such gute raus. Brauchbar sind meist nur so 2 bis 3. Der Rest ist unschaft, zeigt nicht den Fisch oder ist falsch belichtet...
Ohne Digicam würd ich es nicht versuchen - da wird es glaub ich bald ziemlich teuer Verzweifelt

lg
Philipp
Jürgen
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BeitragGeschrieben: 26.09.2003 - 17:48    Titel:  

Hallo,
Zitat:
Warum wollte dir der Jürgen keine Panda-ZBB geben?


weil A. nijsseni schon ein wenig weicheres und saureres Wasser benötigt als das Caro in ihrem Aquarium bieten kann (Lebendgebärende). Ich will ja geben - schliesslich lebe ich davon, aber es ist halt nicht besonders sinnvoll. Wenn mich Caro mit vorgehaltenem Geldschein zwingt werde ich auch schwach Zwinker
Ausserdem hat Caro schon jeweils 1 Pärchen A. cacatuoides + M. ramirezi im Aquarium, und sogar bei einem Meterbecken beanspruchen die Weibchen beider Arten eine durchschnittliche Reviergrösse von 40 cm der Beckenlänge. Da wäre eine dritte Art ein wenig unter die Räder gekommen.

Zitat:
Heute ist die Antwort wieder verschwunden.

Das ganze war recht mystery, yep. Ursache war ursprünglich ein inkompatibler Mod, in den sich jemand einhacken konnte und damit ein wenig rumgespielt hat. Näheres siehe Hilfe-Forum Zwinker

Lg
Jürgen
Philipp
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BeitragGeschrieben: 26.09.2003 - 19:32    Titel:  

Dummer Hacker! Komm ja nicht wieder!

Aber zurück zu meinen zwei A. hongsloi.

Ich hab jetzt schon intensiv im Netz gesucht aber so gut wie nichts über A. hongsloi gefunden.
Das einzige was ich gelesen habe ist, daß sich unterdrückte Männchen wie Weibchen "verkleiden" - das macht mir etwas Sorgen - vor allem, weil mein "Weibchen" nicht so aussieht wie das, was ich gefunden habe:

Da die wenigen Fotos von A. hongsloi im Netz aber alle sehr unterschiedlich sind trau ich dem obigen Foto aber auch nicht ganz...
Das sind laut google alles Männchen:

Unterschiedlicher gefärbt geht ja wohl nimma Verzweifelt

Ist aber alles nicht so trageisch - ich sollte mir da nicht so viele Gedanken machen und einfach dem Jürgen glauben, daß ich da ein Päärchen habe.
Naja - schauma mal wie sich die zwei entwickeln. Sind mir beide sehr sympatisch. Das Männchen hat sich schon den Respekt des Fafi-Rambo erkämpft.
Wie sollte sich das Männchen seinem "Weibchen" gegenüber verhalten?
Am ersten Tag ignorierten sich die zwei völlig, doch heute wird das Weibchen vom Mänchen immer eher vertrieben (überhaupt nicht energisch - aber doch deutlich Smile ) anstatt, daß er sie in die Flossen nimmt. Also nix: Knuddel Küsschen, sondern eher: Zanken

Frage nun: Ehekrieg oder Hahnenkampf?

lg
Philipp
Jürgen
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BeitragGeschrieben: 26.09.2003 - 22:39    Titel:  Re: Apistogramma hongsloi

Hallo,

Das Bild vom A. hongsloi Weibchen, das Du gepostet hast, ist wirklich ein Hit! Allerdings zeigts das Weibchen im Hochzeitskleid, Deins ist noch eine graue Maus. Wenn Du mal gesehen hättest wie A. cacatuoides oder A. nijsseni-Weibchen zu "glühen" beginnen, wenn sie im oder vor dem Laichgeschäft stehen, wüsstest Du was ich meine: man erkennt die Weibchen dann gar nicht mehr wieder! Vormals transparente Flossen werden plötzlich schwarz, und wo vorher alles grau in grau war, leuchtet plötzlich alles goldgelb.
Diese "Tarnmännchen" gibt es wirklich. Allerdings (meistens) nur im semiadulten Stadium. Später kann zwar das Männchen seine Farbe geschlechtsneutral, also wie ein Weibchen ausserhalb der Laichbereitschaft, halten; aber im adulten Stadium kann auch das Tarnmännchen geschlechtsspezifische Merkmale wie z.B. lang ausgezogene Flossenspitzen, nicht zurückhalten.
Bei Deinem gefundenen Bild könnte es sich auch um ein Wildfang-Weibchen handeln, das noch nicht so viel Rotanteile wie die Nachzuchttiere aufweist. Genausogut könnte es sich aber auch um ein Weibchen von A. mcmasteri handeln - in dem Fall muss man dem Autor, der das Bild ins Netz gestellt hat, vertrauen (oder auch nicht).

Abwarten und Teetrinken! Ehekrieg ist bei Apistogrammas ausserhalb des Laichgeschäftes ganz normal. Verliert ein Weibchen einmal ein Gelege und ist nicht sehr dominant, wird sie ziemlich rüde verjagt und verbissen.

Lg
Jürgen
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BeitragGeschrieben: 26.09.2003 - 23:05    Titel:  

Hier zu Vergleich noch einmal:

Dein Weibchen:



Und hier ein Weibchen mit Jungtieren:



gefunden Pfeil hier

Der einzige Unterschied liegt in der Goldfärbung dieses Weibchens. Die Rottöne werden von den Gold- bzw. Schwarztönen (Kopfbereich) überlagert. An der Seitenlinie schimmert noch ein wenig Rot durch. Ausserhalb der Brutpflege würde dieses Tier wie Deines aussehen.

Und hier - zum Vergleich - eine andere graue Maus:



Pfeil gefunden hier

Ich glaube schon, dass Deins ein Weibchen ist. Ehrlicherweise muss ich dazusagen, dass Überraschungen bei südamerikanischen Cichliden in Hinblick aufs Geschlecht eigentlich immer möglich sind, auch wenn ein offensichtlich eindeutiger Geschlechtsdimorphismus (Körperbau, Flossenform) und Dichromatismus (Verschiedenfärbigkeit) vorhanden ist. Das Ausschlussverfahren bietet sich bei verschreckten, nicht eingewöhnten Apistogrammas einfach an: alle Tiere, die keine typischen männlichen (sekundären) Geschlechtsmerkmale aufweisen, können als Weibchen angesprochen werden. Qed: das erste Laichgeschäft.
Bis dahin: freu Dich an diesen wirklich erstklassig schönen Tieren.

Lg
Jürgen
Philipp
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BeitragGeschrieben: 27.09.2003 - 12:37    Titel:  

Hi Jürgen!

Danke für die ausführliche Antwort.
Meine Freude über die zwei ist eh riesig - vor allem auch, weil das Männchen endlich mal dem Fafi-Mann Paroli bieten kann.

Ich will halt immer alles ganz genau wissen....
Schauen wir mal was da noch kommt!
Ab wann kann ich bei den zweien denn mal so was wie Fortpflanzungswillen erwarten? Oder kann man das nicht so genau sagen?

lg
Philipp
Jürgen
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BeitragGeschrieben: 27.09.2003 - 16:05    Titel:  Apistogramma hongsloi: Artbeschreibung

Hallo,

nachdem es im Internet nicht viel zu A. hongsloi zu finden gibt werd ich mal was aus einem guten Buch (ergänzt um eigene Infos) zitieren: Mergus Cichliden Atlas Bd.1, S.476 ff (C) Mergus Verlag

Apistogramma hongsloi KULLANDER, 1979 (Rotstrich-Apistogramma)

Artspezifische Merkmale:
A. hongsloi ist durch einen seitlich stark zusammengedrückten und hochrückigen, wenig gestreckten Körper gekennzeichnet. Keine andere Art der Gattung wirkt ähnlich bullig. Die Membranen der im vorderen Teil tief gesägten Rückenflosse sind stark verlängert und können bei alten Männchen ohne weiteres Körperhöhe erreichen. Auf der Basis der runden transparenten Schwanzflosse befindet sich ein rötlicher oder schwärzlicher Fleck, der in Verbindung mit einem ebenso gefärbten, unmittelbar über der Afterflosse verlaufenden Streifen für erwachsene Männchen arttypisch ist. Außerdem ist A. hongsloi durch Ausprägung und Verlauf des Längsbandes gekennzeichnet, welches sich gerade vom Augenhinterrand in die Mitte der oberen Hälfte der Schwanzwurzel erstreckt. Das Band ist etwa eine bis eineinhalb Schuppen breit, wobei die Ränder der Schuppen wesentlich intensiver gefärbt sind als ihre Zentren. Daraus ergibt sich das typische kettenartige Erscheinungsbild des Längsbandes. Die Färbung der Männchen ist außerordentlich variabel, was letztlich die Ausgangsbasis für die Linienzucht war, die seit weniger als zehn Jahren durchgeführt wird. Nach derzeitigem Kenntnisstand scheinen kolumbianische Tiere deutlich farbiger zu sein, meist blau mit gelblichem Kopf, als venezolanische, die überwiegend gelblichgrau sind.

Geschlechtsunterschiede:
Deutliche Merkmale machen die Unterscheidung der Geschlechter erwachsener A. hongsloi relativ leicht. Männchen werden erheblich größer als Weibchen, entwickeln im Gegensatz zu diesen teilweise extrem verlängerte und zugespitzte Rücken-, After- und Bauchflossen. Geschlechtsreife Männchen zeigen auf dem Unterkörper entlang der Afterflossenbasis einen schwarzen oder dunkelroten Strich ('Rotstrich'-Apistogramma), der den Weibchen immer fehlt. Jungtiere sind schwieriger zu bestimmen, doch zeigen Weibchen einen schwarzen Unterbauchstrich, oft einen Afterfleck und schwarze Vorderkanten der Bauchflossen.

Verwandtschaft:
Al hongsloi bildet gemeinsam mit A. guttata, A. hoignei, A. macmasteri, A. viejita, A. spec. "Rio Caura", A. spec. "Rotpunkt" und A. spec "Tame" die A. macmasteri-Gruppe. Diese Formen weisen ein fast identisches Farbkleid der Weibchen auf, für das auch ein mehr oder weniger deutlicher dunkler Brustfleck kennzeichnend ist. Außerdem treten bei den Arten des A.mac.-Komplexes rote Streifenmarkierungen in der gegabelten Schwanzflosse auf. Alle Arten zeigen im männlichen Geschlecht zugespitzte, häufig auch verlängerte Flossenhäute in der Rückenflosse und ein breites Längsband.

Vorkommen:
Alle Formen stammen aus dem Einzugsgebiet des Rio Orinoco, wobei A. spec. "Rotpunkt" auch Verbindungen in den Einzugsbereich des Rio Amazonas herstellt. Kolumbien und Venezuela, dort im oberen und mittleren Orinoco weit verbreitet.

Ökologie:
An einem Standort in einem 5-10 m breiten kleinen Fluss mit starker Strömung. Gewässergrund aus sandigem Material. Die Art hielt sich in den flachen stömungsarmen Randzonen zwischen ins Wasser hängenden Landpflanzen, aber auch Wasserpflanzen auf. Temperatur: 25-26 °C, Härte unter 1 °dGH, 10 µS/cm Leitfähigkeit, pH 5,5

Hälterung im Aquarium:
Ansprüche an die Wasserqualität sind hoch, nicht jedoch an die Wasserchemie. Die Fische zeigen auch in mittelhartem Wasser mit leicht alkalischem pH-Wert Wohlbefinden. Das Aquarium sollte möglichst gross sein, da die Tiere während der Fortpflanzungszeit gelegentlich untereinander zu Beißereien neigen können. Einrichtung möglichst strukturreich mit dichter Bepflanzung, Totholz, Fallaub, Steinen. Der Bodengrund sollte aus feinem, möglichst weissem Sand bestehen, da die Tiere manchmal in Schrecksituationen, ähnlich wie A. gosei, kopfüber in den Bodengrund flüchten. Sand mindert in solchen Situationen erheblich das Verletzungsrisiko.

Die Männchen besetzen Großreviere, in denen sie mehrere Weibchen dulden. Bemerkenswert: auch andere Männchen, eingeordnet in ein festes Rangordnungssystem, dürfen sich in diesem Revier aufhalten, solange sie KEINE hohe Rückenflosse entwickeln. Sobald sich ein unterlegenes Männchen entsprechend zu entwickeln beginnt, wird es umgehend als möglicher Konkurrent aus dem Revier des Alphamännchens vertrieben. Der intakten Beflossung der Männchen kommt also als Teil der stark ritualisierten Auseinandersetzungen der Männchen dieser Art eine ganz bedeutende Rolle zu.
Die Balz der Männchen verläuft stürmisch, wobei sich die ganze Pracht der Flossen und der Körperfärbung entfaltet. Die Weibchen laichen häufig in für das viel grössere Männchen unzugänglichen Brutverstecken ab, in die die abgegebenen Spermien vom Männchen mit kräftigen Schwanzflossenschlägen hineinbefördert werden.
Selten sind solche Gelege nicht befruchtet. Gelege von 200 Eiern sind keine Seltenheit. Unter Aquarienhochzuchten ist die Produktivität ofmals reduziert. Die Jungfische wachsen sehr langsam, selbst bei guter Fütterung und regelmäßigem Wasserwechsel benötigen sie etwa ein dreiviertel Jahre bis zur Geschlechtsreife. Voll erwachsen und ausgefärbt sind sie hingegen oft erst nach mehr als eineinhalb Lebensjahren. Unter Aquarienbedingungen können A. hongsloi ohne weiteres fünf bis sechs Jahre alt werden, womit sie zu den langlebigeren Vertretern der neotropischen Zwergbuntbarsche zählen.

Besonderheiten:
Ausgeprägter Polychromatismus der Männchen. Jungtiere einer Brut fallen sehr unterschiedlich in der Färbung aus, und es existieren geographische Unterschiede zwischen ihren Färbungstypen. Kolumbianische Fische sind farbiger, Körper bläulich mit gelbem Kopf und ausgeprägt rotem Strich über der Afterflosse; Fische aus Venezuela sind gelblichgrau und zeigen außerdem meist auch keinen roten, sondern einen schwarzen Strich. In der aus Kolumbien um 1984 eingeführten Aquarienpopulation trat erstmalig 1988 eine auffällige Mutation auf, bei der sich die Weibchen durch eine abweichende, nämlich rote (!) Brutpflegefärbung auszeichneten (RÖMER). Heute bieten verschiedene Züchter in Deutschland Nachfahren dieser farblich ansprechenden Mutanten an.

Alle wichten Informationen auf einen Blick:

Temperatur: 21 - 30 °C
Grösse der Männchen: 9 cm
Grösse der Weibchen: 6 cm
Beckenlänge (für eine Gruppe von 5 Tieren): 120 cm
bevorzugte Wasserregion: Unten, Mitte
Futter: Omnivor (Allesfresser); Lebendfutter, Frostfutter (Artemia, Cyclops, weisse Mückenlarven, schwarze Mückenlarven; rote Mückenlarven lieber nicht verfüttern); sera GvG-Mix Flocken oder feines Graulatfutter (sera vipagran, JBL Granomix, gute Futtertabletten (Tetra FD-Tips, sera Vipa-Chips, sera o-nip)

Aquarium: Kies feiner bis mittlerer Körnung (max. 2-3 mm), abwechslungsreiche Dekoration, Wasserpflanzendickichte, Wurzeln, Buchenlaub als Fall-Laubschicht, kleine verkehrt eingestellte Blumentöpfe als Bruthöhlen


Anmerkungen: auf möglichst keimfreies, unbelastetes Aquariumwasser achten; regelm. Tw-Wechsel sind wichtig; die Anwendung leicht ansäuernder und keimhemmender Aufbereiter ist empfehlenswert (z.B. Dennerle TR7, Steins Eichenextrakt, gute Torfextrakte mit geringem Phosphat/Nitrat-Gehalt, Femanga Aqua Brazil). Torfgranulat kann auch in einem Aussenfilter verwendet werden (vorher auf Nitrate prüfen). Die Nachzucht ist nicht schwierig und verläuft gattungstypisch nach den bekannten Mustern und Ritualen der Apistogramma-Gattungen.

Lg
Jürgen
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BeitragGeschrieben: 28.09.2003 - 19:22    Titel:  

Hallo,

hier mal drei interessante Bilder von A. hongsloi:

Apistogramma hongsloi Weibchen in aggressiver Brutpflegefärbung



Apistogramma hongsloi, Weibchen, neutrale Brutpflegefärbung, Rio Cataniapo.
Auch hier die feine schwarze Linie an der Bauchseite, die Weibchen von semiadulten Männchen, "Tarnmännchen" oder "Sneakern" unterscheidet



A. hongsloi, männlich, in Normalfärbung, Rio Cataniapo



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So wies aussieht hast Du tatsächlich ein dominantes und ein subdominantes Männchen. Sorry. Werde übernächste Woche wieder welche bestellen, dann können wirs austauschen Zwinker

Lg
Jürgen
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