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Chamaeleo dilepis - das Lappenchamäleon



 

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Gitti
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BeitragGeschrieben: 01.07.2003 - 23:49    Titel:  Chamaeleo dilepis - das Lappenchamäleon

Chamaeleo dilepis - das Lappenchamäleon


Das Lappenchamäleon gehört zu den mittelgroßen Chamäleonarten.

Größe: unterschiedlich, je nach genauer Herkunft
Männchen erreichen eine Größe von ca. 35 cm
Weibchen bis zu ca. 42 cm
einige Popularitionen (Südliches Afrika) werden nur bis zu ca. 20 cm groß

Auffallendstes Merkmal dieser Chamäleons sind ihre großen Occipitallappen an deren Form
man auch die nahverwandten Arten unterscheiden kann.
Ansonsten besitzen diese Chamäleons die typische Chamäleon - Form, sind gleichmäßig beschuppt und recht unauffällig in ihrer Grundfärbung (Grün, Braun, Grau, Gelb)
Bei Stress Ärger und Angst zeigen sie ein auffälliges Punktmuster (Schwarze Punkte) und einen farblich abgehobenen Strich von der Schulter bis zur Körpermitte

Diese Chamäleonart ist eine sehr lebhafte, aktive aber auch sehr scheue und aggressive Art, die den ganzen Tag umherwandert.

Seit etwa 1,5 Jahren pflege ich ein männliches, jetzt ca. 30 cm großes Lappenchamäleon, das ich als 5 cm großen Blume "Winzling" bei Kattsundco erstand, und mit viel Fürsorge und Glück aufzog.

Erwähnen möchte ich noch, das diese Chamäleonart bei zuviel Stress, Bedrohung und Angst, wie ErdChamäleons, in einen Akinese Zustand fallen können, von dem sie sich nur langsam erholen.
Sie verfärben sich ganz Schwarz und fallen einfach vom Ast.
Mein Ch. dilepis- Baby ist beim Anblick eines adulten Bradypodion fischeri Männchens 2 m vom Ast gefallen- was einige Aufregung verursachte *schwitz*


Herkunft und Systematik:



Das Chamaeleo dilepis (mit den unter- und nah- verwandten Arten) ist die Chamäleonart die wahrscheinlich das größte Verbreitungsgebiet innerhalb der Familie der Chamäleons besiedelt.
Tropisches und Südliches Afrika ohne der westlich von Nigeria gelegenen Länder

Zur Zeit werden folgende Unterarten anerkannt:

Chamaeleo d.petersii (Gray 1865, Mosambik)
Chamaeleo d.isabellinus (Günther 1893, Shire Highlands in S Malawi)
Chamaeleo d.idjwiensis (Loveridge 1942, Uganda O Zaire)
Chamaeleo d.martensi (Mertens 1964, Insel Pemba,Tansania)

Als selbständige aber nah verwandte Arten gelten:

Chamaeleo d.quilensis (Boccage 1966)
Chamaeleo d.roperi (Boulenger 1890)
Chamaeleo d.ruspolii (Boettger 1893)
Ihr Status ist wie bei vielen anderen Unterarten aber nicht vollständig geklärt.


BIOTOP:


Wälder- Busch- und Gras- savannen, eher offene trockenere Landschaftsformen
Auf Bäumen und Büschen, aber auch auf hohen Gräsern, selten auf dem Boden.



BIOLOGIE UND HALTUNG:



Das Chamäleon dilepis ist eine recht aggressive Chamäleonart und absolut unverträglich, nicht nur gegenüber Artgenossen, deshalb sind sie hauptsächlich Einzelgänger.
Die Weibchen dieser Art übertreffen die Männchen in der Größe und sind ihnen deshalb auch überlegen. In den Biotopen beanspruchen sie die besten Plätze, bilden Territorien aus und vertreiben die adulten Männchen und die Jungtiere auf eine niedere Ebene.
Nur in der kurzen Paarungszeit dulden die Weibchen ein Eindringen in ihr Territorium und ein sich Annähern des Männchens.


Terrarium:

- ein geräumiges, gut belüftetes und gut beleuchtetes Terrarium, am besten 3 Seiten aus Gaze
Die Haltung am Blumenfenster, beheizbaren Wintergarten oder eine freie Raumhaltung (unter Schaffung der artspezifischen Bedingungen) ist möglich
Ich halte mein Ch. dilepis frei im Zimmer.

Temparatur: am Tag ein Temparaturgefälle von ca. 25 - 28°C , Wärmespots 35°C, Nachtabsenkung auf 18 - 22°C (Zimmertemparatur )

Luftfeuchtigkeit: tagsüber um die 50%, nachts auf 80% ansteigend,
2 x am Tag sprühen (morgens und abends)

Beleuchtung: Wärmespots (z.B. Baskingspot Lamp oder/ und 4 Farben- Spektrum Lampe von Euro-Zoo)
Neonröhren mit Vorschaltgeräten (wassedichte Variante), z.B. Daylight von Reptistar und die Arcadia D3 Leuchtstoffröhre
In große Terrarien HQI oder HQL Lampen

Einrichtung:
viele Kletteräste, echte Pflanzen (versch. Palmenarten, Ficus benjamin, Hängepflanzen ect.), Sichtschutz auf andere Reptilien, Rückzugsmöglichkeiten (Sichtschutz)
die Weibchen brauchen einen ca. 15cm dicken Bodengrund z.B. ein Sand- Torfgemisch (1zu 3) oder ungedüngte Blumenerde, um ihre Eier abzulegen (auch ohne Verpaarung ist ein Bodengrund nötig!!)


Ernährung:



- alle handelsüblichen Futterinsekten (Heimchen, Grillen, Heuschrecken, Zophabas, Mehlwürmer, Wachsmotten, Fliegen)
2 x wöchentlich tränken mit Hilfe einer Pipette,
manche Chamäleons gewöhnen sich an eine Wasserschale, Tropftränke, Wasserfall, Nagertränke etc. (unbedingt das Trinkverhalten beobachten)

Wichtig: Zusätzliche Gabe von Vitaminen und Mineralstoffen (Futtertiere bestäuben), z.B Reptivite von Zoo Med oder Nekton MSA



Fortpflanzung;



Die Paarungsbereitschaft der Weibchen zeigt sich durch eine Farbveränderung (gelbe Punkte auf grünem Untergrund).
Zu diesem Zeitpunkt können die Tiere zusammengesetzt werden. Das Weibchen reagiert auf die Anwesenheit des Männchens mit leichtem Drohen, langsamer Flucht, oder es bleibt einfach ruhig sitzen. Das Männchen besteigt das Weibchen ohne Balzverhalten zügig von Hinten. Die Paarung kann bis zu einer Stunde dauern. Nach der Paarung trennt man die Geschlechter sofort wieder.
Etwa 30 bis 50 Tage später legt das Weibchen, in einem selbstgegrabenen Gang, ca. 50 Eier.
Nach ungefähr 150 bis 300 Tagen schlüpfen die Jungtiere (~ 37 mm groß)
Wegen ihrer Agressivität ist die Einzelaufzucht der Jungtiere in Kleinterrarien unbedingt nötig.
Nach ungefähr 1 Jahr erreichen sie ihre Geschlechtsreife.


Musik Gitti


reptifan
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BeitragGeschrieben: 14.05.2009 - 20:37    Titel:  

hall,ich habe mir einen lappencham gekauft.habe es auch am gleichen tag mit der pippete getränkt und es hat geklappt.meine frage wäre nur wieviel er trinken muß um sicher genug zu bekommen.also beim ersten mal hat er etwa 6-7 tröpfchen getrunken.ist das genug oder zu wenig,und wie oft sollte er diese menge bekommen?

würde mich über eine antwort freuen.
lg elwira
Gitti
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BeitragGeschrieben: 16.05.2009 - 21:34    Titel:  

Hallo Elwira

Deinem Einverständnis vorausgesetzt, poste ich deine Pm Anfrage und die Antwort, (die ich dir auch re-gesendet habe) hier ins Forum:
Zitat:

hallo,gitti.
ich habe mir gestern einen lappencham. gekauft.der kommt aus dem wildfang(papiere habe ich im laden bekommen).meine frage wäre jetzt wieviel trinken braucht der cham. er trinkt aus einen infusator(o.s.ä.).gestern habe ich ihm aus einer etwas gegeben.also so auf tropfen verteilt, wieviel tropfen täglich sollte er trinken um sicher zu sein daß er genug trinkt?

und noch etwas wüßte ich auch gerne,werden die cham auch hand zahm?(habe deine bisswunden in der galerie gesehen;))

außer dem haben wir noch eine kleine kornnatter und einen barti.

Hallo

Ohje.....Wildfänge sind immer problematisch!!
Nicht nur in der Haltung (sie sind sehr empfindlich- die Haltungbedingungen sollten weitgehend mit den klimatischen Bedingungen vom Herkunftsort übereinstimmen) - sie gewöhnen sich meist schwer an menschliche Obhut, werden nur selten "handzahm" und leiden zusätzlich oft auch unter div. Parasiten.
Ch. dilepis sind so schon eine nervöse Chamäleonart, die sehr gestresst auf so ziemlich alles reagiert.... und deshalb auch schwieriger zu halten sind.

Wieviel Wasser das Chamäleon genau benötig, weiss es selbst am besten.
Wichtig ist das du immer genug frisches Wasser anbietest, damit es trinken kann- wenn es Durst hat. Chamäleons nehmen hauptsächlich bewegtes Wasser wahr. Tropftränken sind dafür gut geeignet.

Zusätzlich 2x täglich (morgens und abends) das Terrarium gut sprühen.

Einige Infos mehr über Chamäleons findest du auf meiner Page: *Klick*

MfG
Gitti
reptifan
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BeitragGeschrieben: 17.05.2009 - 10:48    Titel:  

ok,danke für deine antwort.beim ersten mal als ihn nehmen wollte hat er ganz schön gefaucht,aber jetzt gar nicht mehr,und er läuft auch gar nicht mehr so weg wie bei den ersten malen.villeicht habe ich ja glück und er wird ganz zutraulich.was mir sonst noch so aufgefallen ist,ist daß er fast immer gepunktet,von oben nach unten schwarz gestreift und am bauch längst einen gelben streifen hat,also quassi seine ganzen farben pracht.hat er den angst,ist gestreßt oder einfach nur gut drau?den den farbwechsel kann ich noch nicht so ganz deuten.

lg
anni*honey
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BeitragGeschrieben: 24.11.2009 - 13:13    Titel:  

hallo gitti (sorry, falls zu persönlich),
ich bin seit knapp 8 wochen eine ch. dilepis-damen besitzerin. leider war der start nicht so klasse. aber ich arbeite dran. in den ersten wochen, saß ich auf arbeit und war sooo besorgt, dass irgendwas mit der kleinen passiert, wenn ich nicht da bin- bin sogar immer mal schnell hin. zwischenzeitlich haben wir uns aneinander gewöhnt. ihr neues terrarium (150hx60tx80b) ist im bau, zur zeit schläft sie nachts in einem nicht geeigneten terrarium, leider wurde ich komplett falsch beraten. des wegen lebt sie nun tagesüber auf dem 160 cm großen benjamin. und ich muss ständig wäsche aufhängen und ich heizung einschalten. aber das ändert sich ja bald.
nun zur meiner frage: anfangs hab ich die heimchen nur ins terrarium getan, damit sie sich bewegt. aber schnell hab ich gemerkt, dass ich so nicht genau weiss, was sie wirklich isst und hab dann auf eine pinzette umgeschwenkt. jetzt haben wir eine zwischenlösung: ein paar gibt es ins terrarium und welche bestäubt von der pinzette. sobald ich an die futterbox gehe, beobachtet sie mich und isst auch, als ob sie seit tagen zum ersten mal wieder was bekommt. ich habe noch die kleinen heimchen (8mm gross) aber davon verzehrt sie locker mehr als zehn, wenn ich sie ihr geben würde. aber gelesen habe ich, dass sie weniger bekommen sollte. was meinst du?
viele grüße und danke für die möglichkeit
anna
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