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pünktchenkrank???????



 

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Aquanixe
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BeitragGeschrieben: 03.03.2007 - 14:08    Titel:  pünktchenkrank???????

hallo
hab vorgestern bei meinen fafi eine rote stelle mit weißen punten festgestellt. mein händler sagt die pünktchenkrankheit kann es aufgrund der roten stelle nicht sein und hat mir omnipur empfohlen. hab es gestern rein und heut wieder nachgeschaur ob sich was tut. ja, es tut sich was, mein fafi hat nun 5 solcher stellen. was kann das sein und was mach ich nun. wasserwerte sind ok.
gruß Anke
Jürgen
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BeitragGeschrieben: 06.03.2007 - 20:48    Titel:  

Hi Anke,

Das sera Omnipur ist ein Breitbandmedikament, das bei unbestimmbaren Krankheitsbildern angewendet werden kann.
Rote Flecken können durch blutsaugende Parasiten (z.B Stäbchenkrebse, Asseln, Egel) hervorgerufen werden oder sind ein Symptom für eine bakterielle Hautinfektion. Erstere sind mit freiem Auge gut erkennbar, als Anhängsel oder Erhebungen, doch nie weiß.
Ich fürchte eher, dass der Colisa an einer typischen Hälterungskrankheit, nämlich Fischtuberkulose (FTBC), erkrankt ist, die als Symptome kraterartige, später weisslich gesäumte blutige Aufbrüche zeigen kann. Da die meisten Colisas asiatische Massenzuchten sind und so gut wie alle den Erreger tragen, wäre das eine mögliche Erklärung. Eine medikamentöse Behandlung ist nicht möglich.

Da ich mich jedoch auch irren kann und es sich 'nur' um eine 'normale' bakterielle Infektion handelt, könnte man als Therapieversuch den Fisch mit einem handelsüblichen Antibiotikum, z.B. sera Bactopur direct (Wirkstoff: Nifurpirinol) behandeln.
Hast du die Möglichkeit, den Fisch zu fotografieren und das Bild im Forum hochzuladen?

Schöne Grüße,
Jürgen
Aquanixe
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BeitragGeschrieben: 06.03.2007 - 21:53    Titel:  

hallo jürgen

habe mein wasser heute testen lassen. alle werte sind top, nur der säuregehalt ist etwas erhöht. meine fachvekäuferin hat mir geraten erstmal nix weiter zu tun, als weiterhin omnipur zu benutzen, da ich damit schon angefangen hatte. hatte allerdings auch vergessen zu erwähnen, das das weibchen nach der trennung vom männchen für die quarantäne, gestorben ist. sie hatte keinerlei anzeichen. keine stellen, keine punkte, keine fressunlust kein zurückziehen von den gesellen im becken. nix. nach der trennung war sie erst sehr träge und hing nur rum, das war alles. ich tippe da auf tot durch einsamkeit, bzw trennung des männchens. alle anderen fische sind putzmunter. Hab mal ein bild eingefügt. der schlauch der da zu sehen ist, läuft hinter dem becken lang. ist alles nur ne notlösung da quarantänebecken.
gruß Anke
Jürgen
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BeitragGeschrieben: 07.03.2007 - 12:11    Titel:  

Hallo Anke,

>> nur der säuregehalt ist etwas erhöht.

Du meinst den pH-Wert? Der Wert muss bei C. lalia deutlich unter pH 7 liegen. Optimal wäre pH 6,5 UND sehr weiches Wasser, also mit einer Gesamthärte < dGH 3. Ich fürchte, dass die Umstellung auf härteres Wasser zum Ausbruch der FTBC geführt hat. Das Tückische bei dieser Krankheit ist, dass sie auch völlig symptomlos verlaufen kann, wie das möglicherweise beim Weibchen der Fall war. Gewissheit kann man sich nach dem Ableben des Fisches durch eine Obduktion verschaffen - betrachtet wird im Quetschpräparat die Leber, gesucht werden Knötchen und Verdickungen, die man bei FTBC als Tuberkel bezeichnet.
Wenn du dieser Aufgabe nicht gewachsen bist, kontaktiere einen fischkundigen Tierarzt. Selbst wenn dem Einzelfisch nicht mehr zu helfen ist - du weißt nach der Obduktion und mikroskopischen Untersuchung, evt. mit Anlegen einer Bakterienkultur, um die Ursache der Erkrankung (und ggf. der künftigen Vermeidung) bescheid. Die Kosten dafür sind erträglich und liegen zwischen 20 und 50 Euros.
Eine (kleine) Aufstellung findest du im Zierfischforum: *Einloggen, um Links zu sehen

>> ich tippe da auf tot durch einsamkeit, bzw trennung des männchens.

Derartiges gibt es bei Zierfischen nicht. Einsamkeit entsteht in deinem Kopf - Fische können, da nicht mit einem komplexen Bewußtsein ausgestattet, derartige Gefühle nicht erzeugen oder darauf reagieren. Selbstmord oder vorgezogenes Sterben als Reaktion einer ausweglosen Situation (die im vorliegenden Fall keineswegs gegeben war) gibt es im Tierreich in dieser Form nicht, weil den Fischen auch der Blick in die Zukunft (mangels Bewußtsein) fehlt. Fische leben immer 'jetzt' in der Gegenwart, und versuchen immer 'nur' entsprechend ihrer Konditionierung und Fitness zu überleben. Dafür spricht, dass die meisten Züchter die Arten nach Geschlechtern trennen, soferne das anhand von deutlichen Geschlechtsmerkmalen möglich ist. Alleine aus dem Grund, weil alle Energie ins Wachstum gelegt werden soll und nicht in Laichvorbereitungen bzw. Laichansatz oder Balzverhalten verloren gehen soll.

Lg
Jürgen
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