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Passen die Fische zusammen ???


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Alter: 33
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BeitragGeschrieben: 10.03.2006 - 20:42    Titel:  

Hi Jürgen.
Du hast wie immer recht.Habe NO2 von gestern (0,8 mg/L) bis heute (0,45 mg/L) etwas runterbekommen.Das ist bestimt die ursache der Krankheit.
Habe schon Wasser aufgefrischt (2 x ca.50 L). Was könte ich noch machen, um NO2 abzubauen.

P.S. Wasserwechsel ist nicht immer gut: dann sind ja auch die guten Bakterien weg, oder?
Jürgen
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BeitragGeschrieben: 11.03.2006 - 03:38    Titel:  

Hallo,

>> Was könte ich noch machen, um NO2 abzubauen.

2x täglich Wasserwechseln. 3x, wenns sein muss, dann halt nicht mehr als die Hälfte des Aquariums. Den Filter nicht reinigen und abwarten. Die Fütterung auf ein absolutes Minimum reduzieren. Wenn du noch Medikamente einsetzt ist das ziemlich blöd, weil dann täglich nachzudosieren ist.

>> P.S. Wasserwechsel ist nicht immer gut: dann sind ja auch die guten Bakterien weg, oder?

Wasserwechsel ist (fast) immer gut, wenn das Ausgangswasser o.k ist (kein Chlor, keine Schwermetalle). Die 'guten' Bakterien sind sesshaft (= sessil), sie werden beim Teilwasserwechsel in ihrer Dichte kaum reduziert.
Es wäre sonst nicht möglich, eine ordentliche Denitrifikation (= Abbau der Ausscheidungsprodukte) in Aquarien mit UVC-Wasserklärer zu bewerkstelligen - was definitiv möglich ist. Weitergedacht (und weil dieser Fehler oft gemacht wird) bringts auch im Hinblick auf die Impfung des Neubeckens kaum was, wenn man 'eingefahrenes' Wasser aus einem anderen Becken nimmt. Eine handvoll Schlamm dagegen, die man einem befreundeten Aquarianer aus dem Filter luchst, dieser Dreck rein ins Aquarium spart nicht nur unnötig ausgegebene Euros für käufliche Biostarter, sondern bringt neben der richtigen Mischung nützlicher Bakterien auch noch jede Menge nützlicher Einzeller und Fadenwürmer ins Aquarium - darauf kommts an, und diese handvoll Dreck sorgt für einen guten Start ins neue Aquarium (neben Einlaufzeit, Einbringen des Fischbesatzes in Etappen etc...).

Lg
Jürgen
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BeitragGeschrieben: 12.03.2006 - 16:19    Titel:  

Moin.
NO2 haben wir langsam im Griff: Gestern Abend 0,25 und heute Morgen 0,05 !!! Smile

Allerdings hat sich die Beastzung wegen Krankheit reduziert-zur Zeit 10 Fische- Ganz traurig sein Ganz traurig sein

Dass mit Medikamenten wird sowieso nix, weil wir "EASY LIFE" als wasseraufbereiter verwenden, und das Zeug alles neutralesiert-ist das richtig?Wurde uns so sesagt.Es soll aber die Bakterien aufbauen...

Die Frage ist, wie ich jetzt weiter vorgehen soll: neue Fische oder liber warten? Wie lange? Ob die Krankheit weg ist oder ist es noch da?

MfG
Jürgen
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BeitragGeschrieben: 13.03.2006 - 02:22    Titel:  

Hallo,

>> weil wir "EASY LIFE" als wasseraufbereiter verwenden, und das Zeug alles neutralesiert-ist das richtig?

Ja - es ist so effektiv, dass es sich quasi selbst schon in der Flasche neutralisiert Very Happy

Über die genauen Wirkungen liest du am besten auf der Flasche nach.

>> neue Fische oder liber warten? Wie lange? Ob die Krankheit weg ist oder ist es noch da?

Warte mindestens 10 Tage mit dem Nachsetzen. Zur vollständigen Heilung bedarf es auch einer 'Rekonvaleszenz'. Die geschwächten Fische sollen sich erholen und neue Kräfte sammeln können, bevor sie wieder in Kontakt mit potentiellen Krankheitserregern (importiert mit neuen Fischen) kommen.

Wenn Ichthyophthirius vollständig geheilt wurde, ist es auch aus dem Becken verschwunden. Dauerstadien können bis zu drei Wochen als Cysten infektiös im Bodengrund vorliegen, wenn sie aus Konjugation von Schwärmern entstanden sind. Du könntest dir also jetzt mal in aller Ruhe überlegen, welche Arten du später mit deinem 'Altbestand' vergesellschaften möchtest und dir erst mal ein Quarantäne-Aquarium anschaffen, um durch Vorbeugung die Gefahr einer Einschleppung von Krankheitserregern zu minimieren.

Lg
Jürgen
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BeitragGeschrieben: 13.03.2006 - 11:23    Titel:  

Halli Hallo. Danke!!!!!!! für deine Hilfe Jürgen.

'Altbestand'....????? 3 Schwertträger (2xRot (W) und 1xBlau (M) ), 4 Rote Neons, 3 Antennenwelse(1 x M, 2 x W). Welche sind denn "kompatibel", die etwas gröser sind?

Was die Krankheit angeht: ist Nachbehandelung nötig oder nicht? die Neons und die 2 Schwertträger sehen nicht so ganz gesund aus (die Flossen sind irgendwie....zerrissen Verzweifelt Verzweifelt Verzweifelt ).Es ist schon mehr Bakteriel geworden.Oder wird es besser mit der Zeit.

Quarantäne-Aquarium-Wie geht das? Ist das ein mit Medikamenten und so?

Danke im Voraus.
Helmut
Jürgen
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BeitragGeschrieben: 13.03.2006 - 14:32    Titel:  Quarantäne-Aquarium und Einzugsbecken

Hallo Helmut,

mach mal täglich einen Teilwasserwechsel von 25 %. Flossenfäule lässt sich auch gut über die Verbesserung der Umweltbedingungen heilen - also, eigentlich fördert man damit die Selbstheilung des Fisches. Die Verwendung von Easy life - in diesem Fall spricht auch nichts dagegen. Das solange durchziehen, bis die Symptome verschwunden sind. Zur Sicherheit noch jodfreies Meersalz in der Dosierung von 0,1 % zugeben (= 1 g/l) - es wirkt antibakteriell, antimykotisch (= gegen PIlze) und veranlasst die Fische, mit den obersten Schleimhautschichten auch die Krankheitserreger abzustossen (klingt dramatisch, ist aber ein harmloser Effekt der Erneuerung der obersten Schleimhautschichte, der ohnedies permanent stattfindet).

Das Quarantäne-Aquarium für den Verwendungszweck, Neuzugänge erst zu beobachten und ihnen eine Eingewöhnung zu ermöglichen, ist auch per Definition der falsche Ausdruck. Es wird erst zu einem Qu.-Aquarium, wenn der Verdacht oder die Diagnose einer Krankheit besteht, dann zum Zweck der Isolierung der betroffenen Tiere vom Restbestand und ggf. als Behandlungsaquarium.
Nennen wirs also 'Einzugsbecken'. Die Aufgabe besteht darin, die Tiere 2-3 Wochen darin zu beobachten, wie sie die Folgen des Transportstresses verkraftet haben. Passt das soweit, bleiben die Tiere dennoch 2-3 Wochen darin, bricht eine Krankheit aus, kann man im Einzugsbecken (das nun tatsächlich zum Qu.-Becken mutiert) natürlich viel effektiver therapeutische Massnahmen setzen. Alleine der viel geringere Verbrauch von Medikamenten (und in der Folge der Belastung des Abwassers in der Kanalisation) rechtfertigt die Massnahme, ganz abgesehen davon, dass es eben bei Behandlungen im Qu.-Becken nicht zur Beeinträchtigung von anderen, gesunden Fischen, Wasserpflanzen, Filterbakterien und der Vielzahl nützlicher Ein- und Mehrzeller der Mulm- und Filterflora und -Fauna kommt.

Der Sinn der Massnahme, Neuzugänge vom Altbestand eine gewisse Zeit getrennt zu halten besteht darin, durch die Vorbeugung Krankheiten vorweg zu verhindern, anstatt ihnen nachträglich hinterherzuhinken.
Man ist mit dieser Massnahme der Krankheit einen Schritt voraus und vorerst bestimmst du, wies mit den Neuzugängen weitergeht. Im Gesellschaftsaquarium bist du, sowohl was Diagnose und Therapie betrifft, immer einen Schritt hintendran - die Beobachtung wird durch die Dekoration erschwert, die Wirksamkeit von Medikamenten ist entweder eingeschränkt (Filterung, Dekoration) oder zumindest mit Unsicherheitsfaktoren behaftet (Unwirksamkeit durch die Vielzahl der das gereichte Medikament determinierenden Faktoren).

Der Sinn des Einzugsbeckens:
- die Fische werden beobachtet, ob sie stressbedingt erkranken. Unmittelbare Stressfaktoren sind Transportzeit, Transportmethode und die Umgewöhnung von einem Wasser bestimmter Qualität auf ein anderes Wasser. Vergleiche diesen Zeitraum ruhig mit Effekten, die du vom Verreisen in andere Länder kennst: veränderte Nahrung, anderes Wasser verursachen Durchfallerkrankungen. Nach der Rückkehr aus einem warmen Land ins kühle Europa holt man sich oft einen Schnupfen oder sogar eine schlimmere Erkältung. Alles richtig gemacht, trotzdem erkrankt. Wer hat daran Schuld? Niemand. Aber man kennt den Auslöser, die Veränderung des Milieus. Was Menschen eine Woche Bettlägrigkeit oder Durchfall beschert, tötet Fische mit hoher Wahrscheinlichkeit. Die Anpassungsfähigkeit des Landtieres Mensch ist da einfach viel höher als die der Fische. Vergiss nicht, dass die südamerikanischen Fische seit ihrer Artentstehung an dieselben gleichmässigen Bedingungen angepasst sind. Änderte sich diese Bedingung, starb die Art aus oder entwickelte sich per Anpassung weiter. Also über einen langen Zeitraum und nicht von heute auf morgen, das packen Fische einfach nicht.

Nach 10 Tagen ist diese erste Eingewöhnungsphase abgeschlossen
- die Fische werden an dein Wasser gewöhnt. Es ist also notwendig, im Einzugsbecken dieselben Wasserwerte und Temperatur wie im Gesellschaftsbecken herzustellen. Du erreichst das ganz einfach, indem du Wasser aus dem Hauptbecken verwendest.
- die Neuzugänge erhalten, wenn sie nach 10 Tagen sind, Gesellschaft von 2-3 Fischen (wenn möglich derselben Gattung oder Familie, also Platy zu Platy oder Schwertträger zu Molly etc) aus dem Altbestand. Infektionen können nicht nur in einer Richtung, also vom Neuzugang zum Altbestand, sondern natürlich auch vom Altbestand zum Neuzugang erfolgen. Diese Phase der Beobachtung dauert wiederum 10 Tage, in der die meisten Zierfischkrankheiten ausbrechen. Nach diesen 20 Tagen (ich erwähnte 2-3 Wochen, es kann im Einzelfall auch früher erfolgen, wenn man die Routine hat und am Verhalten der Fische keine Abnormalitäten feststellen kann) werden die Neuzugänge in einer Horuck-Aktion ohne Anpassung sofort vom Qu.-Becken ins Gesellschaftsaquarium gesetzt.

Das Einzugsbecken enthält im Optimalfall einen luftbetriebenen Schwammfilter, ganz einfach aus dem Grund, weil die Luftpumpe dann im Bedarfsfall nur zur Belüftung auch verwendet werden kann. Wenn ein kleiner Motorfilter + Luftpumpe übrig ist, geht die Kombination natürlich auch. Im Bedarfsfall kann man ja beim Motorfilter den Schwamm entfernen.
Am besten wärs, wenn man den kleinen Motorfilter im Ges.-Becken als 'Zweitfilter' mitlaufen lässt, sodass immer ein eingefahrener biologisch aktiver Filter zur Verfügung steht. Wenn Medikamenten eingesetzt werden, entfernt man den Filterschwamm, wäscht ihn durch und 'parkt' ihn inzwischen in einem Kübel Wasser für 'später'.
Das Einzugsbecken enthält 1 cm Sand (!). Pflanzen können vorhanden sein, wenn man sie wie Anubias, Javafarn auf Steinen fixiert, damit sie auch rasch wieder aus dem Becken entfernt werden können. Auch Hornkraut, flutend eingesetzt, ist eine grossartige Pflanze fürs Einzugs- bzw. Quarantäne-Aquarium, weil es neben seiner leichten Pflegbarkeit auch antibiotikaähnliche Stoffe abgibt, die zur Reduzierung von Krankheitskeimen führen.

Wenn das Becken gefiltert und der Filter schon biologisch eingelaufen ist, kann auch sparsam gefüttert werden. Am besten ein gut verdauliches Frostfutter wie Artemia salina oder Weisse Mückenlarven verwenden (bei Bodenfischen alternativ Schwarze Mückenlarven oder Daphnien). Wenn das Becken nicht gefiltert ist kann trotzdem gefüttert werden. In diesem Fall täglich einen Teilwasserwechsel von 25 % durchführen, dabei die verpönten Wasseraufbereiter verwenden - die Schutzkolloide darin verbinden sich mit der Schleimhaut der Fische und machen sie resistenter gegen Krankheitserreger.
Ja - dann brauchts natürlich noch ein Thermometer und einen Regelheizer. Eine Luftpumpe wäre nicht schlecht, da die Wirksamkeit vieler Medikamente von den Filterbakterien beeinträchtigt wird.
Die Rückseite des Aquariums wird dunkel gehalten, eine hü. Fototapete tuts auch.
Das Einzugsbecken ist rasch aufgestellt und rasch wieder aufgebaut. 15 Minuten reichen für die Aktion. Die Austrocknung von Becken und Sand bis zur nächsten Wiederverwendung ist als Mittel zur 'Desinfizierung' (bzw. zum Absterben nahezu aller Keime) völlig ausreichend.

Ein 'optimales' Quarantäne-Aquarium sind die klassischen 54 Liter Einsteiger-Sets. Zu haben schon um wenig Geld, jedenfalls ist der finanzielle Aufwand dafür etwa gleich hoch wie ein Totalausfall von Neuzugängen + Kosten für Medikamente (von den Kosten für einen Tierarzt mal ganz abgesehen).
Es sollte für jeden Aquariumbesitzer so selbstverständlich sein wie der regelmässige Teilwasserwechsel. Der Aufwand ist vernachlässigbar gering im Vergleich zum Nutzen, den das Einzugs- bzw. Quarantäne-Aquarium bietet. In der Vorbeugung liegt die grösste Chance, Krankheiten zu vermeiden. Man bestimmt, was als nächster Schritt passiert und bestimmt aktiv den Erfolg und ist nicht auf die Funktion eines 'Reaktionspartners' auf eine (meistens zu spät erkannte) Tatsache reduziert.

Lg
Jürgen
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BeitragGeschrieben: 15.03.2006 - 10:48    Titel:  

DANKE!!!! DANKE!!!!! DANKE!!!!
Mit SOOOOO VIEL Info habe ich nicht gerechnet Zwinker
Ich werde versuchen mich daran zuhalten.
Noch mal DANKE für deine HILFE!!!

Noch eine Frage: Kannst du mir sagen, was dass ist? Warum sind die Schwanzspitzen weiss Überrascht! Überrascht! .Habe ich heute morgen gesehen.....

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Jürgen
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BeitragGeschrieben: 15.03.2006 - 19:20    Titel:  

Hallo,

Naja - das gehört sich so, junge Ancistrus (Antennenwelse) zeigen diese weissen Schwanzflossenspitzen nun mal. Mit zunehmendem Alter geht dieses hübsche Detail wieder verloren.
Alles im Grünen Bereich Very Happy

Lg
Jürgen
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BeitragGeschrieben: 15.03.2006 - 21:53    Titel:  

Hi,
GOTT SEI DANK Very Happy Very Happy Very Happy
Ich hab schon gedacht.....

Kann man eigentlich die Wasserwerte elektronisch überwachen?
Ich meine, es gib doch solche Wetterstationen, die man an Computer anschliest und dann permanent die daten abfragen kann. Ob es sowas für Aquarium gibt?

MfG
Helmut
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BeitragGeschrieben: 27.03.2006 - 13:26    Titel:  

Hallo,

>> Wasserwerte elektronisch überwachen?

Sicher kann man das: pH-Wert (Messen und Regeln), Leitwert, Temperatur, Redoxpotential (ziemlich uninteressant fürs Süsswasser). Und wenns eine Laborausstattung sein darf auch noch einiges mehr.

Lg
Jürgen
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