Jürgen Support Team


Mit dabei seit: 31.01.2003 Beiträge: 1250
Wohnort: Mittelgebirge
Neon-Punkte: 2647
|
Geschrieben: 31.07.2003 - 01:01 Titel: Verstopfung bei Wasserschildkröten |
|
|
Hallo,
ich hab mal was zum Thema "Wasserschildkröten" zu berichten:
Mir wurde von einem Fall erzählt, wo eine Schmuckschildkröte beim Fressen immer Aquariumkies mit aufgenommen hat. Und zwar unabhängig davon, ob das Futter auf den Kies abgesunken ist oder schwimmend aufgenommen wurde - die Schildkröte fraß den Kies, und man bekam den Eindruck, dass sie einen Mangel in der Ernährung vielleicht damit ausgleichen wollte.
Jedenfalls kam es eines Tages zu einem "Unfall": die Schildkröte musste wohl zuviel von dem Kies (2-3 mm) aufgenommen haben. Sie "versank" buchstäblich und konnte nur mehr mit Mühe die Wasseroberfläche erreichen. Ausserdem wurde eine Verstopfung festgestellt, die Schildkröte konnte nicht mehr koten und es bestand die Gefahr, dass sie an einem Darmverschluss eingehen könnte.
Als erster Gedanke kam dem Halter die Idee, der Schildkröte frische Feigen anzubieten bzw. den Brei einzuflössen: das wurde auch gemacht, und die abführende Wirkung der frischen Feigen hat die Verstopfung gelöst.
Sicher eine unkonventionelle Methode - im Ernstfall sollte man jedoch lieber auf die Fachkenntnisse eines Tierarztes zurückgreifen.
Als Nahrungsergänzung wurde dem Tier dann ein selbstgemachter "Calciumblock" angeboten, der gut angenommen wurde. Nunmehr ist es nicht mehr möglich, dieses Eigenprodukt zu verwenden, und es wurde stattdessen Sepiaschale gereicht, die aber nicht angenommen wurde. Jetzt haben wirs mal mit einem Nagerstein mit überwiegend Calzium-Anteil probiert (Vitakraft Nagerstein mit Seealgen), der "zerklopft" und als Stücke angeboten wird. Der enthält nur wenige Proteine und dürfte das Aquariumwasser auch nicht unnötig belasten. Picksteine für Ziervögel, die ja mit Reptilien eng verwandt sind bzw. von diesen abstammen, kamen nicht infrage, da in den meisten Produkten eine Menge Proteine und Eiweiße enthalten sind - eine unnötige Wasserbelastung durch gelöste Eiweißverbindungen wäre die Folge gewesen.
Dennoch berichtenswert,
meint
Lg
Jürgen |
|