evablis Kurz reingeschneit


Mit dabei seit: 22.02.2005 Beiträge: 4
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Geschrieben: 22.02.2005 - 12:52 Titel: verdächtige Bitterlingsbarbe, männlich |
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Hallo habe ein Bitterlingsmännchen das am Maul scheinbar eine Wunde hat.
Symptome:
_schwimmt kaum mehr - steht eigentlich mehr herum (Ort verschieden nicht explizit in Strömung bemerkbar)
_spricht nicht mehr auf die Futterzeiten und Futter selbst an
_versteckt sich die meiste Zeit in Pflanzen
Nun, kann mir wer rat geben ob es besser wäre es in ein Quarantäne-netzchen zu hängen. Habe leider kein freies Becken mehr und so bleibt nur das Netz. Ich denke, dort würde es wohl eher zu Futter kommen.
Ich bin den Krankheitencheck schon durch gegangen. Aber es scheint nicht die Weissmaulkrankheit zu sein. Oder nicht ausgeprägt. Ausserdem sieht auch mehr wie eine Deformierung des Maules aus als eine einfache Verfärbung.
mfg evablis, der sich an dieser Stelle auch ein herzliches Hallo an alle richten möchte (Neuling im Forum) |
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Jürgen Support Team


Mit dabei seit: 31.01.2003 Beiträge: 1257
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Geschrieben: 22.02.2005 - 20:18 Titel: |
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Hallo,
>> Hab ihn damals bei dir gekauft und es ist der Bitterlingsbärbling.
Und woher sollte ich das wissen?
Ohne den Fisch gesehen zu haben würde ich auch eine Weissmaulkrankheit ausschliessen. Einige Gründe sprechen dagegen,
- das Fehlen des typischen 'Milchbärtchens', das dir jedenfalls sofort aufgefallen wäre
- der Umstand, dass das Tier noch lebt (Flexibacter columnaris ist derart pathogen, dass innerhalb von Stunden der gesamte Bestand einer Art dahingerafft wird).
- es betrifft nur ein Einzeltier
- Columnaris ist eher eine Domäne von Labyrinthfischen (hier v.a. Kampffische) und Lebendgebärenden (hier v.a. Platys und Guppys)
Würde von einer Verletzung ausgehen, die sich sekundär bakteriell infiziert hat. Vielleicht steckt auch ein Fremdkörper im Maulbereich, z.B. ein Glassplitterchen, und die Wunde hat sich infiziert. Möglich wärs, dass später noch auf dem geschädigten Gewebe eine Pilzinfektion dazukommt.
Als Therapievorschlag könntest du:
- einen Teilwasserwechsel von 1/3 mit Verwendung eines WA-Mittels durchführen, um die Wasserwerte zu optimieren
- den pH-Wert auf mindestens pH 6,5 absenken, wenn der restliche Fischbesatz eine derartige Massnahme zulässt, um das Bakterienwachstum zu verlangsamen. Gut eignen sich dafür bei mittelhartem Wasser bis 8 ° d KH Erlenzäpfchen (Grün-, Grau-, Schwarzerle). Die freigesetzten Gerbstoffe wirken antibakteriell und antimykotisch.
- die Wassertemperatur auf 24 °C absenken, um das Bakterienwachstum zu verlangsamen und den Energieverlust des Fisches durch temperaturbedingt erhöhten Stoffwechsel zu minimieren.
- Vitamine über das Wasser (ausnahmsweise) verabreichen, um den geschwächten Organismus des nicht-fressenden Fisches zu unterstützen
- Zugabe von Zimt in Stangenform oder als Extrakt als natürliches antimykotisch, antibakteriell und viruzid wirkendes Naturheilmittel
- Zugabe von jodfreiem NaCl in einer Konzentration von 1 g/l als Dauerbad. Bei dieser Konzentration werden Fische und Pflanzen nicht geschädigt. Kochsalz wirkt ebenfalls antibakteriell, antimykotisch und viruzid.
Eine Vereinzelung des Fisches im Netzbehälter ist abzulehnen, wenn nicht die Gefahr besteht, dass die anderen Beckeninsassen das 'winkelstehende' Einzeltier bedrängen. Fische können durchaus Fastenperioden über mehrere Wochen überstehen, der zusätzliche Stress im Netzbehälter (geringes Platzangebot, ungewohnte Helligkeit, fehlende Deckungsmöglichkeiten) würde sich aber negativ auf den Fisch auswirken. Diese 'Methode' stellt bereits für einen gesunden Fisch eine massive Beeinträchtigung dar. Eine Fütterung während eines Krankheitsfalles ist ebenfalls zu unterlassen, um den Organismus des Fisches nicht zusätzlich zu belasten, eine Ausnüchterung bei Behandlungen sogar erwünscht.
Besser wärs, den Fisch in ein Quarantäne-Aquarium zu überführen, wo er besser beobachtet und ggf. mit chemotherapeutischen Mittelchen therapiert werden kann.
>> Btw: weisst du mit welchem Futter die aufgezogen worden sind?
Nein. Die meisten Fischzüchtereien verwenden aus Kostengründen Granulate. Es gibt recht gute Granulatfuttermittel, auch feinkörnige, im Handel. Der Kies sollte in der Körnung dann nicht über 3 mm liegen, um ein Verschlammen zu vermeiden.
Lg
Jürgen |
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