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DannyBN Kurz reingeschneit


Alter: 31 Tierkreiszeichen:  Mit dabei seit: 10.07.2004 Beiträge: 13
Wohnort: Bonn
Neon-Punkte: 47
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Geschrieben: 10.09.2004 - 08:00 Titel: Ideen für 216l-Südamerika-AQ gesucht - Besatzideen? |
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Hallo zusammen, ich habe für ein paar Euros jemandem ein 216l-Würfel-AQ abgenommen, also 60x60x60 in den Maßen. Das ist für mich die einzige Möglichkeit, ein etwas größeres AQ unterzubringen, weil ich leider nicht so viel Platz in der Wohnung habe, sodaß alles über 80cm Seitenlänge kaum zu bewerkstelligen wäre.
Jetzt überlege ich, wie ich es einrichte und v.a. mit welchem Besatz. Da wir hier in Bonn sehr weiches Wasser haben (KH und GH sind immer unterhalb 5° dH) halte ich es für am besten, wieder ein Südamerika-Becken einzurichten, aufgrund der Höhe evtl. auch mit Skalaren... meine anderen zwei Becken habe ich ja auch mit Südamerikanern besetzt und ToruMinZusatz in Verwendung bzw. auch Torffilterung in dem einen Becken. Das mit dem Schwarzwasser funktioniert sehr gut und trotz geringer Härte sind auch die PH-Werte stabil und liegen bei ca. 6,5, also leicht sauer.
An Fischen habe ich noch keine genaue Vorstellung, aber ich kann ja mal die mir "sympatischen" aufzählen, die natürlich nicht alle ins Becken sollen, sondern nur mal eine Auswahl an Ideen darstellen:
als Bodenfische: Dysichtthys coracoideus (Bratpfannenwels)
Brochis splendens (Smaragdpanzerwels)
- habe auch noch zwei L144, die evtl. ins große Becken könnten/sollten, wenn sie ausgewachsen sind (sind derzeit nur 5 cm)
wobei ja auch die meisten BB sich ganz gern unten aufhalten....
Dann evtl. in Frage kommende BB: Skalare (ein Pärchen oder lieber ein paar Jungtiere, von denen ich später welche abgebe??? Und wie überhaupt das Geschlecht bestimmen?)
evtl. auch noch andere Südamerika-(Zwerg-)BB, bzw. kleinbleibende Arten wie z.B.
Tüpfelbuntbarsche? Leatacara dorsiger habe ich bereits, die sind sehr sanft im Umgang mir anderen Fischen....
- Laetacara thayeri?
-Maroni-BB?
- Apistogramma agssizii, borelli oder macmasteri?
- Crenicara filamentosa?
- Bilvianischer SchmetterlingsBB?
dies sind so diverse für mich denkbare Arten...
Dann evtl. ein paar nicht ganz winzige Salmler, z.b.
Hyphessobrycon erythrostigma, od. robertsi
Moenkhausia pittieri, wobei ich gelesen habe, dass diese oft etwas rabiat sind
Nematobrycon lacortei (Regenbogentetra)
Copelle arnoldi (Spritzsalmler)
Nu ja, ich bin auch noch nicht ganz auf Südamerika festgelegt, wenn Ihr also eine andere Idee habt, die mit meinem Leitungswasser noch einigermaßen einfach umsatzbar ist, dann bin ich dafür auch offen. Ich halte jedoch nichts davon unter viel Aufwand und allerlei Zusätzen ein Wasser zu schafffen, dass für Pfleglinge einigermaßen passt, nur um eine bestimmte Art zu pflegen...
Ach ja und davon abgesehen hab ich es nicht so mit karpfenähnlichen Fischen, Schmerlen und dergleichen...
Ich freu mich über eure Antworten! Gruß Danny |
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Jürgen Support Team


Mit dabei seit: 31.01.2003 Beiträge: 1260
Wohnort: Mittelgebirge
Neon-Punkte: 2670
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Geschrieben: 10.09.2004 - 12:39 Titel: |
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Hi Danny,
>> Brochis splendens (Smaragdpanzerwels)
Jo, ich mag diese 'Kühe', aber für eine Gruppe von 6-8 Tieren wird die Grundfläche nicht ausreichend sein.
Gegenvorschlag: Corydoras panda? Kleinbleibend, entzückend, pflegeleicht, vermehrungsfreudig (unter bestimmten Voraussetzungen natürlich)
>> - habe auch noch zwei L144, die evtl. ins große Becken
Für den Würfel lieber nicht, wenn, dann nur vorübergehend
>> Dann evtl. in Frage kommende BB: Skalare (ein Pärchen oder lieber ein paar Jungtiere, von denen ich später welche abgebe??? Und wie überhaupt das Geschlecht bestimmen?)
Eine Gruppe Jungtiere (5-6 Tiere) nehmen, damit sich ein harmonierendes Paar finden kann. Gu erst 100%-ig beim Ablaichen erkennbar.
>> evtl. auch noch andere Südamerika-(Zwerg-)BB, bzw. kleinbleibende Arten wie z.B.
Tüpfelbuntbarsche? Leatacara dorsiger habe ich bereits, die sind sehr sanft im Umgang mir anderen Fischen....
Ja, tolle Zwergcichliden
>> -Maroni-BB?
Meine persönlichen Favoriten: scheu und unscheinbar, friedlich im Umgang mit anderen Fischen, aber wenns drauf ankomme (Ablaichen) in imposanter Färbung (was halt möglich ist bei beige) und aufopfernder Brutpflege. Sehr empfehlenswert.
>> - Apistogramma agssizii, borelli oder macmasteri?
Auch denkbar, dann allerdings nicht in Haremshaltung, sondern mit einem Weibchen. Für zwei Weibchen wäre die Grundfläche zu klein (Durchmesser eines Weibchenrevieres: mindestens 40 cm um den Laichort)
>> - Crenicara filamentosa?
Zu fragil und anfällig, um sie in einem Gesellschaftsbecken mit Scalaren zu pflegen. Lieber nicht.
>> - Bilvianischer SchmetterlingsBB?
Hmm... ist meiner Erfahrung nach in weichem Wasser recht anfällig auf Hauttrüber. Kommen als Langsamfresser ähnlich wie die Crenicara filamentosa gerne zu kurz. Pärchenweise Haltuns ist insofern schwierig, als bei Jungtieren keine Gu's auszumachen sind. Man müsste also eine Gruppe von 5-6 Tieren nehmen. Dann sind die Männchen zwar sehr friedlich ggü. anderen Fischen, aber ggü. den Weibchen ausserhalb der Laichzeit recht unverträglich und eigensinnig. Eher nicht.
>> Dann evtl. ein paar nicht ganz winzige Salmler, z.b.
Copelle arnoldi (Spritzsalmler)
Mei... ein traumhafter Salmler mit aussergwöhnlichem Laichverhalten, das man bei einer 10%-igen Absenkung des Wasserstandes und reinwachsender Efeutute gut beobachten kann. Ein toller Salmler für fortgeschrittene Aquarianer/innen.
Bei deinen tollen Wasserwerten hast du wirklich die Qual der Wahl, was die Vergesellschaftung mit Salmlern betrifft. Würde mich aber auf nicht zu territoriale Arten beschränken, auch im Hinblick auf die Panzerwelse und Zwergbuntbarsche.
Lg
Jürgen |
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DannyBN Kurz reingeschneit


Alter: 31 Tierkreiszeichen:  Mit dabei seit: 10.07.2004 Beiträge: 13
Wohnort: Bonn
Neon-Punkte: 47
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Geschrieben: 10.09.2004 - 22:40 Titel: |
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Hi Jürgen,
vielen Dank für deine Antwort. ich hätte da noch ein paar Rückfragen:
1. wegen der Smaragd-Panzerwelse: laut Mergus sind sie ab einer Beckenlänge von 70cm zu halten. Gehen wir von einem 80er Becken aus, hat dieses normalerweise 40 in der Tiefe, dies ergibt 0,32qm. Meines ergibt 0,36 qm, ist also noch größer und liegt von der Grundfläche her zwischen einem 80cm und einem 100cm Standardbecken. Würdest du die Haltung in so einem Becken grundsätzlich ablehnen?
2. was spricht dagegen, die L144 umzuquartieren? Hast du leider nicht näher erklärt....
3. Zu Corydoras panda: ja, die sind entzückend, aber laut Literatur zu klein für die Vergesellschaftung mit Skalaren und Co. Siehst du das nicht so? Hast du andere Erfahrungen gemacht? Und vielleicht wäre ja C. eques ein Kompromiss? Wird bis 5,5 cm.
4. Zu den Bratpfannenwelsen hast du nichts gesagt. Hm, ist das so weit hergeholt? Wär schön, wenn du dafür noch Daumen hoch oder runter sagen könntest...
5. Zum MaroniBB habe ich auch an anderer Stelle gelesen, sie seien für eine Vergesellschaftung mit so dominanten Tieren wie Skalaren zu schüchtern und scheu, nicht dass sie nachher nur kümmern....für die Crenicara filamentosa trifft das aber auf jeden Fall dann auch zu, das sehe ich ein.
Dann fiel mir noch der Mesonauta festiva ein. Der ist zwar nicht ganz klein, soll aber in der Natur mit Skalaren vorkommen und daher gut zu vergesellschaften sein. Und laut meiner Quelle ab 150l-200l AQ schon zu halten.
Wieviele Salmler würdest du denn einsetzen?
So jetzt hab ich dich genug gelöchert und bin gespannt auf deine Meinung.
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Jürgen Support Team


Mit dabei seit: 31.01.2003 Beiträge: 1260
Wohnort: Mittelgebirge
Neon-Punkte: 2670
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Geschrieben: 11.09.2004 - 10:45 Titel: |
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Hallo,
>> 1. wegen der Smaragd-Panzerwelse: laut Mergus sind sie ab einer Beckenlänge von 70cm zu halten. Gehen wir von einem 80er Becken aus, hat dieses normalerweise 40 in der Tiefe, dies ergibt 0,32qm. Meines ergibt 0,36 qm, ist also noch größer und liegt von der Grundfläche her zwischen einem 80cm und einem 100cm Standardbecken. Würdest du die Haltung in so einem Becken grundsätzlich ablehnen?
Ja. Die Überlegung, eine gewisse Grundfläche für einen Wels zu errechnen, ist mir ehrlich gesagt neu. Nun gut, es spricht auch nichts dagegen, üblich ist die qm-Angabe indes in der Aquaristik nicht, man müsste sich erst daran 'gewöhnen'. Ich würde die Brochis splendens indes in einem Becken mit mindestens 100x50 cm Grundfläche pflegen, 70 cm Kantenlänge ist zu wenig.
>> 2. was spricht dagegen, die L144 umzuquartieren? Hast du leider nicht näher erklärt....
Hmm... ich hab nicht recht verstanden, was nun das grössere Becken sein soll Der Würfel oder das 70 cm Becken?
Jedenfalls sollte es sich bei L-144 doch 'nur' um die xanthoristische Variante von Ancistrus sp. 'dolichopterus', dem altbekannten Braunen Antennenwels (fälschlicherweise auch als Blauer Antennenwels bezeichnet) handeln. Es spricht nichts dageben, die Ancistrinen ins Würfelbecken zu setzen.
>> 3. Zu Corydoras panda: ja, die sind entzückend, aber laut Literatur zu klein für die Vergesellschaftung mit Skalaren und Co. Siehst du das nicht so? Hast du andere Erfahrungen gemacht? Und vielleicht wäre ja C. eques ein Kompromiss? Wird bis 5,5 cm.
Auch C. panda wird bis 5 cm gross. IMHO spricht nichts gegen die Vergesellschaftung mit Scalaren, solange die Pterophyllum nicht als adulte Tiere mit jungen C. pandas vergesellschaftet werden und miteinander aufwachsen können. C. panda sollte auf Dauer keine Temperaturen über 28 °C bekommen, 26,5 °C wäre optimal.
C. eques ist auch o.k. Wirf mal einen Blick auf Corydoras arcuatus oder C. melini, auch C. napoensis ist ein wunderhübscher und leicht zu pflegender Panzerwels.
>> 4. Zu den Bratpfannenwelsen hast du nichts gesagt. Hm, ist das so weit hergeholt? Wär schön, wenn du dafür noch Daumen hoch oder runter sagen könntest...
Doch, o.k.
>> 5. Zum MaroniBB habe ich auch an anderer Stelle gelesen, sie seien für eine Vergesellschaftung mit so dominanten Tieren wie Skalaren zu schüchtern und scheu, nicht dass sie nachher nur kümmern....
Nein, das kann ich überhaupt nicht bestätigen. Im Gegenteil - die (überwiegend) fehlende Längsstreifung (zumindest die doppelte) bei den Maroni-Bb lässt die Maroni-Bb für die Scalare kaum als Feindfische in betracht kommen.
>> Dann fiel mir noch der Mesonauta festiva ein. Der ist zwar nicht ganz klein, soll aber in der Natur mit Skalaren vorkommen und daher gut zu vergesellschaften sein. Und laut meiner Quelle ab 150l-200l AQ schon zu halten.
Nein, auf keinen Fall ins 200-er Becken mit Scalaren. Die Flaggenbuntbarsche sind als Pärchen und sogar als dominante Einzeltiere (Männchen) recht unverträglich, verwüsten jeglichen Pflanzenwuchs. Auch wenn diese Fische sympatrisch mit Pterophyllum scalare im selben Lebensraum vorkommen - im 200 Liter Aquarium funktioniert das nur anfangs gut, später dominieren die Mesonauta festivum zu sehr das Becken.
>> Wieviele Salmler würdest du denn einsetzen?
Hmm... ab 15 Stück in Beurteilung des Gesamtbesatzes. Kann dir da keine Zahl nennen, solange nicht in etwa der Endbesatz feststehen wird. Die kleinste Sorge, würde ich mal meinen.
Nice talk.
Liebe Grüsse,
Jürgen |
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DannyBN Kurz reingeschneit


Alter: 31 Tierkreiszeichen:  Mit dabei seit: 10.07.2004 Beiträge: 13
Wohnort: Bonn
Neon-Punkte: 47
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Geschrieben: 13.09.2004 - 12:00 Titel: |
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Hi Jürgen,
herzlichen Dank für deine ausführliche Beratung!
Ich werd noch ein bißchen überlegen, was die Welse und die BB angeht, noch ein bißchen in Aquaristik-Läden streunen und mir die zukünftigen Pfleglinge anschauen. Auf jeden Fall steht schon fest: 1 kleiner Schwarm Spritzsalmler und 5-6 Skalare. Die L144 sind wirklich nur die dolichopterus in gelb. Aber was heißt hier schon "nur", die sind IMHO richtig interessant und in meinem Becken z.Z. für ihre Verhältnisse auch gar nicht so scheu u. kommen auch am Tag aus ihren Verstecken gerobbt wenn es was leckeres gibt! Daher überlege ich, sie in dem kleineren becken vorerst zu lassen, solange sie sich so offensichtlich wohl und sicher fühlen.
Ich melde mich, wenn die Besatzliste steht, nochmal.
Thanx
Danny |
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