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Brauche Rat für Asiabecken


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Birthe Heikamp
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Alter: 26
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BeitragGeschrieben: 27.07.2004 - 18:37    Titel: Idee Brauche Rat für Asiabecken

Hallo ihr! Lachen

Ich habe ein Komplettaquarium von privat gekauft mit folgendem Fischbestand:

4 Siamesische Rüsselbarben
6 Sumatrabarben
1 Feuerschwanz (nicht grade friedliebend)
3 Panzerwelse
1 Stachelaal
2 Black Mollies

Ich war nun in einer Zoohandlung und da wurde mir gesagt, dass die Black Mollies und die Panzerwelse nicht unbedingt reinpassen, weil nicht aus Asien!

Auch wurde mir gesagt,dass ich keine Faden-und Strahlfische reinsetzen soll. Die Sumatrabarben würden diese anknabbern!

Ich möchte das Becken komplett mit asiatischen Fischen bestetzen.
Was sollte ich dazusetzen und welche sollte ich verschenken?
Kann ich für die Welse Dornaugen hineinsetzen o. andere Schmerlen (wenn wieviele)?

Würde auch gern noch einen 2. Schwarm im Becken haben...Vieleicht Nanderbarsche?

(Das Aquarium hat 100 l)
Jürgen
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BeitragGeschrieben: 27.07.2004 - 21:24    Titel:  

Hallo Birthe,

schön dass du mal bei uns reinguckst Very Happy

Vielleicht kann ich dir bei deinen Überlegungen zum Asia-Becken behilflich sein und die eine oder andere Entscheidungshilfe geben.

Mal zu deinem jetzigen Zierfischbesatz:
4 Siamesische Rüsselbarben
6 Sumatrabarben
1 Feuerschwanz (nicht grade friedliebend)
3 Panzerwelse
1 Stachelaal
2 Black Mollies

Diese Fische werden sich wohl in dem Becken mehr oder weniger gut zusammenraufen. Nachdem dus ja übernommen hast isses ziemlich wahrscheinlich, dass da schon einiges beim Vorbesitzer wieder rausgestorben ist. Mit Ausnahme der Sumtatrabarben, Panzerwelse und Mollies ist das Becken für alle anderen Fischarten in ausgewachsenem Zustand zu klein.

Für dein geplantes Asia-Becken bleiben also nur die Sumatrabarben übrig.

Vom Aufbau her finde ich die Dennlere-Landschaft 'Ceylon Bärbchen' sehr interessant und auch für dich (als Neueinsteigerin?) nicht zu schwierig herzustellen:



Auf der Dennerle-Seite findest du auch einen Pflanzplan und eine Liste mit Dennerle-Produkten (die wir aber erst mal wieder vergessen - schliesslich ist das meiste in ähnlicher Ausführung schon vorhanden):



Das Becken weist ebenfalls die Maße 80x35x40 cm auf. Was nicht besprochen wird, ist der Zierfischbesatz. Ich versuchs mal, da einen passenden zusammenzustellen:

- 15 Sumatrabarben oder Rubinbarben
- 5 Dornaugen
- 5 Punktierte Flossensauger
- 2 Zwergmuscheln

Klar ist, dass mit diesen Barben eine Vergesellschaftung mit Labyrinthfischen (= Fadenfischen) nicht möglich ist - sie würden an den langfädigen Flossen der Fadenfische zupfen.

Eine zweite Zusammenstellung, die mir persönlich sehr gut gefallen würde, geht von einer kleinbleibenden Fadenfischart aus:
- 1 Trio Honigguramis oder Schokoladenguramis
- 1 Trio (1m/2w) Knurrender Zwergguramis
- 10 Keilfleckbärblinge oder Bitterlingsbärblinge oder 15 Zwergbärblinge
- 5 Dornaugen
- 8 algenfressende Garnelen (Caridina japonica, 'Amano'-Garnele)
*Einloggen, um Links zu sehen

Lg
Jürgen
Birthe Heikamp
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Alter: 26
Tierkreiszeichen: Hund
Mit dabei seit: 27.07.2004
Beiträge: 2
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BeitragGeschrieben: 28.07.2004 - 11:43    Titel: Grossartig! Danke für schnelle Antwort

Hallo Jürgen!

Vielen lieben Dank für deine schnelle Antwort! Very Happy
Auch super, dass du mir gleich einen Bepflanzungsplan geschickt hast! Das wäre meine nächste Frage gewesen.
Habe zwar schon einige Pflanzen, aber werde noch welche von denen die auf dem Plan sind mit ins Aquarium geben!

Noch mal ne Frage zu den Fischies! Kann ich denn meine Sumatrabarben auf 8 o.9 Stück aufstocken und dann noch 6 o. 7 Rubinbarben mitreinnehmen? Fänd es halt schön 2 verschiedene Schwärme zu haben, wenn die sich aber nicht vertragen sollten mach ich es natürlich nicht!

Und noch was. Besteht denn die Chance, dass wenn ich die richtigen Fische drin habe die sich auch vermehren? Baby
Oder gigt es da unter den Fischen "Nesträuber"?
Jürgen
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BeitragGeschrieben: 29.07.2004 - 07:34    Titel:  

Hallo,

>> Noch mal ne Frage zu den Fischies! Kann ich denn meine Sumatrabarben auf 8 o.9 Stück aufstocken und dann noch 6 o. 7 Rubinbarben mitreinnehmen?

Ja, das wird keine Probleme geben. Die Grössenunterschiede zwischen den Sumatrabarben und den Rubinbarben sollten dann nicht zu gross sein.

>> Und noch was. Besteht denn die Chance, dass wenn ich die richtigen Fische drin habe die sich auch vermehren?
Oder gigt es da unter den Fischen "Nesträuber"?

Möglich wärs, dass per Zufallszucht einige Jungfische hochkommen. Die Barben sind Freilaicher ohne Paarbindung und Brutpflegeverhalten, um den Nachwuchs kümmert man sich insofern, als man Jungfische, so man ihrer habhaft werden kann, verspeist.

Lg
Jürgen
Klaus de Leuw
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BeitragGeschrieben: 26.08.2004 - 16:11    Titel:  Schokoladenguramies für Anfänger

Hallo zusammen,

habe ich da soeben Schokoladenguramies gelesen? Das sind sehr anspruchsvolle Fische für den Spezialisten!

Und das, was der Zoohändler sagte, dass die Mollies und Welse nicht zu den Barben passen, ist zwar sachlich richtig, aber ansonsten irrelevant. Den Fischen ist das Herkunftland ihrer Nachbarn genauso egal wie mir, solange die sonstigen Bedingungen (Wasserwerte z. B.) stimmen und die anderen Fische ihnen nicht auf die Pelle rücken. Lästerhaft könnte mansagen, möglicherweise sind die Panzerwelse sowieso auf einer asiatischen Farm gezüchtet. Ich würde also die zu groß werdenden Fische abgeben und die Panzerwelse behalten, wenn Du sie magst und Du einen Bodengrund aus Sand (runde, glatte, nicht zu große Körner) hast. Wenn Du die Mollies magst, kannst Du sie auch behalten. Eine zweite Barbenart ist o.k., mehr Sumatrabarben auch, behalte aber im Auge, dass Du nicht überbesetzt. Dornaugen statt der Panzerwelse geht, die führen aber meist ein sehr heimliches Leben. Vermehrung im Becken kannst Du vergessen, die sumatrabarben werden wahrscheinlich sogar die Molly-Jungen fressen, ihre viel kleineren eigenen sowieso. Möchtest Du mit nur einem Becken Fische züchten, müssen die Barben raus und dann könnte es mit den Mollies klappen. Ansonsten geht es noch mit vielen anderen Lebendgebärenden, manchen Buntbarschen und manchen maulbrütenden Kampffischen. Mit kleinen Salmern (z. B. Funkensalmer) und Barben kann es in dichtbeflanzten Becken auch klappen. Auch mit Kaisersalmern geht es, ebenso mit dem Allerwelts-Ancistrus.

Gruß, Klaus
Jürgen
Support Team
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Mit dabei seit: 31.01.2003
Beiträge: 1260
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BeitragGeschrieben: 27.08.2004 - 01:00    Titel:  

Hallo,

Klaus:
>> habe ich da soeben Schokoladenguramies gelesen? Das sind sehr anspruchsvolle Fische für den Spezialisten!

Zitat:
Eine zweite Zusammenstellung, die mir persönlich sehr gut gefallen würde, geht von einer kleinbleibenden Fadenfischart aus:

Nun - im Gegensatz zu dir habe ich kein Problem damit (Klartext: ich kenne diese Fische, habe sie gepflegt und gezüchtet). Du hättest dem Antwortposting von Birthe durchaus entnehmen können, dass an diesem Vorschlag kein Interesse bestand.
Klaus de Leuw hat folgendes geschrieben:
und manchen maulbrütenden Kampffischen

Zusammen mit Sumatrabarben? In einem 80-er Gesellschaftsaquarium mit dem vorhandenen Zierfischbesatz? Du liebe Güte!

>> Und das, was der Zoohändler sagte, dass die Mollies und Welse nicht zu den Barben passen, ist zwar sachlich richtig, aber ansonsten irrelevant.
Was der (deutsche) Zoohändler sagte ist richtig.

>> Den Fischen ist das Herkunftland ihrer Nachbarn genauso egal wie mir, solange die sonstigen Bedingungen (Wasserwerte z. B.) stimmen und die anderen Fische ihnen nicht auf die Pelle rücken.

Die Frage lautete: 'Ich möchte das Becken komplett mit asiatischen Fischen bestetzen'. Dass du das überlesen hast?

>> Lästerhaft könnte mansagen, möglicherweise sind die Panzerwelse sowieso auf einer asiatischen Farm gezüchtet.

Ein wenig lästerhaft formuliert kann man mit Sicherheit davon ausgehen, dass du dich mit der Herkunft der handelsüblichen Panzerwelsarten bisher noch nicht näher auseinandergesetzt hast.

>> Wenn Du die Mollies magst, kannst Du sie auch behalten.

Black Mollies = Hartwasserfische
Sumatrabarben = Weichwasserfische
Klaus de Leuw hat folgendes geschrieben:
solange die sonstigen Bedingungen (Wasserwerte z. B.) stimmen

Die passen eben von den Wasserwerten her überhaupt nicht zusammen, Kompromisse in der Vergesellschaftung stellen grobe Pflegemängel dar und fallen in die Kategorie 'Anfängerfehler'. Keiner von beiden Arten ist mit dieser Vergesellschaftung im Hinblick auf eine artgerechte Haltung gedient, auch der Entwurf des neuen österr. Tierschutzgesetzes wird eine Vergesellschaftung dieser beiden Arten aufgrund der Minimumansprüche an Ph-Wert und Härtegrade verbieten.

>> Ansonsten geht es noch mit vielen anderen Lebendgebärenden (...)

Jmm... Dann schlag mal was vor.
Birthe Heikamp hat folgendes geschrieben:
Ich möchte das Becken komplett mit asiatischen Fischen bestetzen


>> (...) manchen Buntbarschen
Birthe Heikamp hat folgendes geschrieben:
Ich möchte das Becken komplett mit asiatischen Fischen bestetzen


>> Mit kleinen Salmern (z. B. Funkensalmer) und Barben kann es in dichtbeflanzten Becken auch klappen. Auch mit Kaisersalmern geht es, ebenso mit dem Allerwelts-Ancistrus.
Birthe Heikamp hat folgendes geschrieben:
Ich möchte das Becken komplett mit asiatischen Fischen bestetzen


Na, wenn du da mal nicht Off-Topic bist Glupsch

Lg
Jürgen
Klaus de Leuw
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BeitragGeschrieben: 27.08.2004 - 08:06    Titel:  

Jürgen hat folgendes geschrieben:
Hallo,

Klaus:
>> habe ich da soeben Schokoladenguramies gelesen? Das sind sehr anspruchsvolle Fische für den Spezialisten!

Zitat:
Eine zweite Zusammenstellung, die mir persönlich sehr gut gefallen würde, geht von einer kleinbleibenden Fadenfischart aus:

Nun - im Gegensatz zu dir habe ich kein Problem damit (Klartext: ich kenne diese Fische, habe sie gepflegt und gezüchtet). Du hättest dem Antwortposting von Birthe durchaus entnehmen können, dass an diesem Vorschlag kein Interesse bestand.
Klaus de Leuw hat folgendes geschrieben:
und manchen maulbrütenden Kampffischen

Zusammen mit Sumatrabarben? In einem 80-er Gesellschaftsaquarium mit dem vorhandenen Zierfischbesatz? Du liebe Güte!


Natürlich nicht, ich schrieb u.A., dass die Zucht mit Sumatrabarben unmöglich ist (abgesehen von den Flossenknabbereien).

Zitat:
>> Und das, was der Zoohändler sagte, dass die Mollies und Welse nicht zu den Barben passen, ist zwar sachlich richtig, aber ansonsten irrelevant.
Was der (deutsche) Zoohändler sagte ist richtig.

>> Den Fischen ist das Herkunftland ihrer Nachbarn genauso egal wie mir, solange die sonstigen Bedingungen (Wasserwerte z. B.) stimmen und die anderen Fische ihnen nicht auf die Pelle rücken.

Die Frage lautete: 'Ich möchte das Becken komplett mit asiatischen Fischen bestetzen'. Dass du das überlesen hast?


Nein, aber ich weiß nicht, ob dieser Wunsch nicht auf die Aussage des Zoohändlers zurückging.

Zitat:
>> Lästerhaft könnte mansagen, möglicherweise sind die Panzerwelse sowieso auf einer asiatischen Farm gezüchtet.

Ein wenig lästerhaft formuliert kann man mit Sicherheit davon ausgehen, dass du dich mit der Herkunft der handelsüblichen Panzerwelsarten bisher noch nicht näher auseinandergesetzt hast.


Ach ja, wo kommen denn z. B. die Albinos her?

Zitat:
Black Mollies = Hartwasserfische
Sumatrabarben = Weichwasserfische
Klaus de Leuw hat folgendes geschrieben:
solange die sonstigen Bedingungen (Wasserwerte z. B.) stimmen

Die passen eben von den Wasserwerten her überhaupt nicht zusammen, Kompromisse in der Vergesellschaftung stellen grobe Pflegemängel dar und fallen in die Kategorie 'Anfängerfehler'.


Beides sind domestizierte Formen, die mit mittelhartem Wasser gut zurecht kommen. Ich selbst habe sowohl "Black Mollies" als auch Sumatrabarben bei 12 Grad Härte gehalten, die Mollies ha ben ich vermehrt, die Sumatrabarben waren prächtig gefärbt und haben auch gelaicht. Für die Eier allerdings ist solches Wasser zu hart. Beim Black Molly kennt man ja nicht einmal die Stammformen mit Sicherheit.

Zitat:
Keiner von beiden Arten ist mit dieser Vergesellschaftung im Hinblick auf eine artgerechte Haltung gedient, auch der Entwurf des neuen österr. Tierschutzgesetzes wird eine Vergesellschaftung dieser beiden Arten aufgrund der Minimumansprüche an Ph-Wert und Härtegrade verbieten.


Leg die mal für domestizierte Formen fest! Es heißt übrigens pH-Wert (p klein, H groß)

Zitat:
>> Ansonsten geht es noch mit vielen anderen Lebendgebärenden (...)

Jmm... Dann schlag mal was vor.
Birthe Heikamp hat folgendes geschrieben:
Ich möchte das Becken komplett mit asiatischen Fischen bestetzen


Dazu sagte ich bereits, dass ich nicht weiß, ob Birthes Wunsch nicht auf die Aussage des Zoohändlers zurückgeht.

Gruß, Klaus
Jürgen
Support Team
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BeitragGeschrieben: 27.08.2004 - 10:34    Titel:  

Guten Morgen,

Klaus:
>> Nein, aber ich weiß nicht, ob dieser Wunsch nicht auf die Aussage des Zoohändlers zurückging.

Nun, das weiss niemand anders als Birthe selbst. Sie ist sicher nicht genötigt worden, die Frage hier zu stellen. Der Rest ist nicht mal Schweigen, sondern reine Spekulation bzw. Kaffeesudleserei. Tatsache ist, dass Birthe diesen Wunsch forumuliert und es in diesem Thema als Frage gestellt hat.

>> Natürlich nicht, ich schrieb u.A., dass die Zucht mit Sumatrabarben unmöglich ist (abgesehen von den Flossenknabbereien).

Yep, o.k

>> Ach ja, wo kommen denn z. B. die Albinos her?

Nun, wenn du die albinotischen Paleatus-Varianten meinst - der Grossteil dürfte tatsächlich in Indonesien gezüchtet werden. Nach Auskunft meines Importeurs betrifft das die gängisten Arten, also C. panda, C. aenaeus, C. paleatus und sogar C. sterbai. Die Qualität der Fische ist aber dermassen miserabel, dass er (der Gh) auf einen Import verzichtet und sich wenn möglich bei deutschen Züchtern eindeckt. Übrigens dürfte aus Tschechien ebenfalls ein Grossteil der europäischen Corydoras-Nachzuchten stammen. In beiden Ländern sind die Wasserwerte grossteils so, dass es sich um Weichwasser handelt. Vermutlich haben die 'Asiaten' und 'Tschechen'-Pw deshalb ihren schlechten Ruf in der Branche, weil sie auf das mitteleuropäische mittelharte- oder harte Wasser nicht umgewöhnt werden. Wenn du also davon ausgeht, dass Birthes Panzerwelse vielleicht Asiaten sind, müsstest du erst recht eine Weichwasserhaltung befürworten. Nun stellt sich die Frage ja eigentlich gar nicht: ein Asiabecken soll eingerichtet werden, die Pw kommen weg - und jetzt führst du eine Auseinandersetzung mit mir über Corydoras, von denen nicht mal bekannt ist, um welche Art es sich handelt?

>> Beides sind domestizierte Formen, die mit mittelhartem Wasser gut zurecht kommen. Ich selbst habe sowohl "Black Mollies" als auch Sumatrabarben bei 12 Grad Härte gehalten, die Mollies ha ben ich vermehrt, die Sumatrabarben waren prächtig gefärbt und haben auch gelaicht.

Klar haben alle Fischarten einen gewissen Toleranzbereich, und die Haltung bei 12 °dGH ist mittelfristig auch kein Problem. Dabei kann man sich nicht mal auf die Härte einschiessen, sonderen die Gesamtheit der aquariumabiotischen Faktoren zusammen im Kontext der wasserchemischen- und physikalischen Faktoren ist für das Wohlbefinden der jeweiligen Art(en) ausschlaggebend.
Trotzdem - davon ausgehend, dass eine Fischart dann artgerecht gehalten wird, wenn man sie in diesem Wasser auch nachgezogen werden kann, erübrigt sich jede weitere Diskussion. Ausgerechtet einem Oberlehrer wie dir kann man getrost vorwerfen, mit zweierlei Mass zu messen: dich betrifft das nicht.

>> Leg die mal für domestizierte Formen fest!
Das gilt natürlich auch für Nachzuchttiere. Du meinst mit 'domestiziert' vermutlich die von dir angesprochenen Aquariumfische wie C. paleatus 'albino' oder P. sphenops - nachdem diese beiden Zuchtformenn zwar schon seit Generation nachgezüchtet, aber, wie schon angesprochen, aus Preisgründen (hauptsache billig) überwiegend in Weichwassergebieten der angeführten Billig-Preisländer nachgezüchtet werden und man realistischerweise im Geschäft keine Auskunft über die Zucht- bzw. Aufzuchtbedingungen bekommt, weil sie schlichtweg zum Grossteil unbekannt sind, bleiben als Orientierungshilfe eigentlich nur die Bedingungen im natürlichen Vorkommensgebiet übrig. Das möchte ich mal sehen, dass du im dght-Forum die Haltung deiner Nachzucht-Reptilien so durchführst, wie dus für richtig befindest, und nicht so, wie sie in der Natur auch gepflegt werden.

>> Es heißt übrigens pH-Wert (p klein, H groß)
Ein Flüchtigkeitsfehler.

Meine Empfehlung: mach dich hier nicht lächerlich bzw. komm von deinem Pferd runter. Wie du vielleicht nachlesen kannst, herrscht in diesem Forum ein angenehmer Plauderton, wenns um Aquaristik geht.
Hier musst du niemandem etwas beweisen, schon gar nicht mit aus dem Ärmel geschüttelten Haltungsbedingungen (Kaisertetra und Black Mollys - ich kenne Foren, da würde man dich glatt steinigen für diesen Vorschlag) oder Zoohändler-Wunsch-Spekulationen, die in diesem Fall Birthes Thread zerpflückt haben.

Lg
Jürgen
Klaus de Leuw
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Wohnort: Hilden
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BeitragGeschrieben: 27.08.2004 - 13:01    Titel:  

Jürgen hat folgendes geschrieben:
Guten Morgen,

Klaus:
>> Nein, aber ich weiß nicht, ob dieser Wunsch nicht auf die Aussage des Zoohändlers zurückging.

Nun, das weiss niemand anders als Birthe selbst. Sie ist sicher nicht genötigt worden, die Frage hier zu stellen. Der Rest ist nicht mal Schweigen, sondern reine Spekulation bzw. Kaffeesudleserei. Tatsache ist, dass Birthe diesen Wunsch forumuliert und es in diesem Thema als Frage gestellt hat.


Das ist kein Grund für mich, den Wunsch zu hinterfragen.


Zitat:
In beiden Ländern sind die Wasserwerte grossteils so, dass es sich um Weichwasser handelt. ... Nun stellt sich die Frage ja eigentlich gar nicht: ein Asiabecken soll eingerichtet werden, die Pw kommen weg - und jetzt führst du eine Auseinandersetzung mit mir über Corydoras, von denen nicht mal bekannt ist, um welche Art es sich handelt?


Die Auseinandersetzung wolltest Du. Du schreibst: "Die Wasserwerte sind großteils so...", das kommentiere ich jetzt mal nicht. "Die Pw kommen weg" klingt ja wie Entsorgung, und genau das würde ich gerne verhindern.

Zitat:
Trotzdem - davon ausgehend, dass eine Fischart dann artgerecht gehalten wird, wenn man sie in diesem Wasser auch nachgezogen werden kann, erübrigt sich jede weitere Diskussion. Ausgerechtet einem Oberlehrer wie dir kann man getrost vorwerfen, mit zweierlei Mass zu messen: dich betrifft das nicht.


Manche Tierart segnet schnellstens das zeitliche, wenn man sie permanent unter Bedingungen hält, unter denen sie sich fortpflanzt. Das kann also nicht das Kriterium sein. Ich messe nicht mit zweierlei Maß, ich wehre mich nur gegen Verallgemeinerungen und Halbwissen.

Zitat:
>> Leg die mal für domestizierte Formen fest!
Das gilt natürlich auch für Nachzuchttiere. Du meinst mit 'domestiziert' vermutlich die von dir angesprochenen Aquariumfische wie C. paleatus 'albino' oder P. sphenops - nachdem diese beiden Zuchtformenn zwar schon seit Generation nachgezüchtet, aber, wie schon angesprochen, aus Preisgründen (hauptsache billig) überwiegend in Weichwassergebieten der angeführten Billig-Preisländer nachgezüchtet werden und man realistischerweise im Geschäft keine Auskunft über die Zucht- bzw. Aufzuchtbedingungen bekommt, weil sie schlichtweg zum Grossteil unbekannt sind, bleiben als Orientierungshilfe eigentlich nur die Bedingungen im natürlichen Vorkommensgebiet übrig.


Domestiziert heißt, dass die Art sich durch bewusste oder unbewusste Auslese in der Obhut des Menschen verändert hat. Domestikationseffekte können demnach schon in der ersten Nachzuchtgeneration auftreten und sind keinesfalls augenfällig. So lassen sich viele Aquarienfische, die sich in der Natur in Weichwassser fortpflanzen, nach einigen Generationen und entsprechender Auslese auch in mittelhartem Wasser vermehren. Bei Fischen aus extremem Weichwasser ist es oft sogar schädlich, sie unter den Heimatwasserwerten zu pflegen, weil man sie wegen des vergleichsweise winzigen Wasservolumens nicht stabil bekommt. Hilfreiche Orientierungspunkte für die Haltung domestizierter Tiere bekommt man von erfolgreichen Pflegern, nicht aus der Natur, zumal man von dort zumeist nur winzige Momentaufnahmen, oft vom Höhepunkt der Trockenzeit, kennt.

Zitat:
Das möchte ich mal sehen, dass du im dght-Forum die Haltung deiner Nachzucht-Reptilien so durchführst, wie dus für richtig befindest, und nicht so, wie sie in der Natur auch gepflegt werden.


Woher bekomme ich Daten über das Mikroklima der Habitate meiner Reptilien? Da muss ich schon hinfahren und mindestens ein Jahr bleiben. Daher gilt das oben gesagte und genaue Beobachtung der Tiere (sonnen sie sich, fressen sie gut, sind sie aktiv, Färbung...)

Zitat:
Meine Empfehlung: mach dich hier nicht lächerlich bzw. komm von deinem Pferd runter. Wie du vielleicht nachlesen kannst, herrscht in diesem Forum ein angenehmer Plauderton, wenns um Aquaristik geht.


Den habe ich auch nicht geändert, abgesehen von meinem Schrecken über die Schokoladenguramies, und da wollte ich Birthe nur einiges ersparen.

Zitat:
Hier musst du niemandem etwas beweisen, schon gar nicht mit aus dem Ärmel geschüttelten Haltungsbedingungen (Kaisertetra und Black Mollys - ich kenne Foren, da würde man dich glatt steinigen für diesen Vorschlag)



Mein Vorschlag lautete "oder" bzw. ich ging auf den Wunsch ein, in dem Becken Fische nachzuziehen, und zählte Arten auf, mit denen das möglich ist.

Zitat:
oder Zoohändler-Wunsch-Spekulationen, die in diesem Fall Birthes Thread zerpflückt haben.


Auch hier wollte ich Birthe helfen, weil der Wunsch nach einem Südostasienbecken nicht gerade Anfängertypisch ist. Will der Zoohändler hier nur Fische verkaufen? Und wenn man dann die Ökologie der Fische der Geographie unterordnet und Flossensauger aus Gebirgsbächen mit tropischen Flachlandfischen aus Indonesien und solchen aus dem subtropischen Indien vergesellschaften will... So sind z. B. die Temperaturansprüche der Schokoladenguramies mit denen vieler Flossensaugerarten nicht in Einklang zu bringen, abgesehen von der Strömung.

Genau das ist das Problem mit Foren: Ein Zoohändler / Kumpel sagt: "Du musst." Im Forum wird gefragt "Wie mache ich". Übersehen wird dann, dass das "Du musst" schon fragwürdig ist. Als Anfängerin sollte man Fische pflegen, die leicht zu pflegen sind, die mit verfügbaren Wasser gut zurecht kommen und die Spaß machen. Schokoladenguramies und die zum Verstecken neigenden Dornaugen gehören sicher nicht dazu. Und einen Trupp Panzerwelse, die mit rollenden Augen ihre Umgebung im Auge behalten und von Zeit zu Zeit durchs Becken tollen, finden Anfänger meist spannender als Flossensauger, die an der Frontscheibe hängen.

Also mein Tipp bleibt: Die zu groß werdenden Arten wie Feuerschwanz und Rüsselbarben in gute Hände abgeben, alles andere kann im Becken bleiben, auch die Black-Mollies, solange sie nicht anfangen, durch Schaukeln ihr Unwohlsein anzuzeigen.

Gruß, Klaus
Jürgen
Support Team
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Mit dabei seit: 31.01.2003
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Wohnort: Mittelgebirge
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BeitragGeschrieben: 27.08.2004 - 17:13    Titel:  

Hallo,

Klaus - ich glaube, man muss sich erst an deine Argumentation und deinen Stil, etwas mehr zu liefern als gefragt ist, gewöhnen, dann machts richtig Spass, mit dir zu zanken Zwinker

Ich erlaube mir, dich nachträglich im Forum Willkommen zu heissen und hoffe, dass du eine gute Zeit hier haben wirst.

Mal gucken, ob ichs schaffe auch diesem Forum wieder mehr Schwung zu geben.

Grüsse,
Jürgen
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