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Strömung im Aquarium


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Philipp
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BeitragGeschrieben: 11.06.2003 - 16:54    Titel:  Strömung im Aquarium

Hi!

Ich habe seit neuestem ja den Besatz in meinem Aquarium aufgestockt: 10 schwarze Neon und 2 Zwergfadenfische .... und noch ein paar andere - aber um die solls bei meiner Frage nicht gehen.

Mir ist aufgefallen, daß die Neons nicht wirklich einen Schwarm bilden - solang der Innenfilter eingeschalten ist. Um die Scheiben zu putzen hab den Filter mal ausgeschalten - und siehe da: alle 10 Neons stehen in einem schönen Verbund im ruhigen Wasser.
Bei den Zwerg-fafis ist mir ähnliches aufgefallen: wenn der Filter läuft, dann wachteln sie die ganze Zeit mit den Brustflossen "um das Gleichgewicht zu halten" Oft schaffen sie das nicht wirklich und stehen etwas schräg im Wasser. Wie der Filter aus war sind sie dann ruhig und "entspannt" im unbewegten Wasser gestanden.

Kann es sein, daß mein Innenfilter eine zu starke Ströhmung erzeugt?
Soll ich ihne anders ausrichten (so, daß er nicht entlang der langen Seite des Beckens "bläst" sondern quer)? Kann man das Ding irgendwie drosseln?
Oder sind meine Beobachtungen nicht richtig? Oder ist die Strömung sogar gut?

Naja - einige Fragen - wenigstens auf ein Paar hätte ich gerne eine Antwort :)

lg
Philipp Blume
Jürgen
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BeitragGeschrieben: 11.06.2003 - 18:23    Titel:  Re: Strömung - Zwergfadenfische, Schwarze Neon

Hallo Phillip :)

Die Schwarzen Neon (Hyphessobrycon herbertaxelrodi) haben an und für sich schon ein gutes Schwarmverhalten. Deine Beobachtung lässt aber - neben der vermuteten Strömungsabhängigkeit des Schwarmverhaltens noch eine zweite Schlussfolgerung zu: der Schwarm selber stellt für den Einzelfisch der beste Schutz dar. Wenn nun ein gewohnter "Umweltfaktor", in dem Fall die Strömung, plötzlich wegfällt käme als Erklärung die Beunruhigung der Tiere infrage - und in der Folge das plötzliche Schwarmverhalten.
Die Anwesenheit eines potentiellen Fressfeindes, z.B. Scalare (Pterophyllum scalare) würde auf jeden Fall das Schwarmverhalten "fördern" - die kannst Du aber natürlich, Deiner Garnelen zuliebe, nicht bei Dir reintun.

Die Zwergfadenfische (Colisa lalia) würden allerdings fast stehendes Wasser bevorzugen, das ist richtig.

Wenn ich mich richtig erinnere verwendest Du den Eheim 2010 Innenfilter - es gibt bei diesem Modell die Möglichkeit den Pumpenoberteil, dort wo das Wasser rauskommt, gegen ein regelbares Teil auszutauschen. Das Teil verfügt über eine Art Düsenkopf, bei dem das gefilterte Wasser rauskommt. Der ist schwenkbar und die Leistung könnte man durch einfaches "Herausziehen oder Hineindrücken" des Knopfes ein wenig verändern, erhöhen oder reduzieren. In Deinem Fall würde allerdings das Ausrichten der Filterströmung zur Aquarienscheibe soweit Abhilfe bringen, dass im gegenüberliegenden Beckenteil ein Abschnitt mit geringer Strömung entstehen würde - z.B. im Bereich, wo du jetzt den Rebholz-Ast, der bis fast unter die Wasseroberfläche reicht, drinnen hast. Wenn der Bereich noch mit Schwimmpflanzen (Muschelblume) abgedunkelt wärs ein perfekter Lebensraum für die Colisa lalia. Dann könntest du auch das grossartige Ablaichverhalten mit Schaumnestbau und Brutpflege beobachten.

Ob Dir die Schwarzen Neons allerdings den Gefallen tun, dass sie dann "zuverlässiger" und "literaturkonform" im Schwarm schwimmen vermag ich Dir nicht zu versprechen - ich glaubs eher nicht, v.a. Nachzuchttiere - und die Schwarzen Neons werden schon seit Generationen nachgezüchtet - haben nicht mehr das ausgeprägte Schwarmverhalten von Wildfangtieren,

meint

Lg Glas
Jürgen


Zuletzt bearbeitet von Jürgen am 11.06.2003 - 23:58, insgesamt 1-mal bearbeitet
Philipp
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BeitragGeschrieben: 11.06.2003 - 19:41    Titel:  Innenfilter

Danke für die Info!

Ja, ich habe den 20108 Innenfilter von Eheim. Ich werd da wohl was machen, damit die Strömung etwas umgeleitet wird.

Den Plan den Filter entlang der kurzen Seite blasen zu lassen hab ich aber wieder verworfen - ich müsste den Filter dann immer unter dem Glasbalken (für die Auflage einer Deckscheibe) herausfiseln wenn ich ihn putzen will.

Ich werd mir ein Stückchen Plexiglas zurechtbiegen und dann auf die Abdeckung des Filters kleben - so daß der Ausstrom rechtwinklig abgelenkt wird.
Schauen wir mal ob das funktioniert :)

lg
Philipp
Jürgen
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BeitragGeschrieben: 11.06.2003 - 23:11    Titel:  Re: Innenfilter

Philipp hat folgendes geschrieben:
Den Plan den Filter entlang der kurzen Seite blasen zu lassen hab ich aber wieder verworfen


Hallo -

ja, das bringt eigentlich gar nix und schaut bei einem Raumteileraquarium eigentlich auch unmöglich aus. Neben der Fizzlerei beim Herausnehmen des Filters aus seiner Halterung unterhalb der Glasstege würde sich sicher auch die die Effektivität bei der Schwebstoffentfernung verringern - der Filter könnte die Schwebstoffe am anderen Ende des Beckens nicht mehr entfernen - ausser du würdest ihn an einer Längsseite des Aquariums, und dort ziemlich zentriert in der Mitte des Beckens installieren.
Aber alleine der Gedanke daran würde mir Unbehagen bereiten - die Sicht wäre eingeschränkt, die Ästhetik des Gesamteindruckes leidet auch darunter, und die Strömung würde sich nach beiden Seiten des Beckens (chinesenbartähnlich) brechen.

Dir wird schon was einfallen wie Du das Teil "hinbiegen" kannst dass die Strömung umgeleitet wird,

Lg Glas
Jürgen


Zuletzt bearbeitet von Jürgen am 11.06.2003 - 23:56, insgesamt 2-mal bearbeitet
Jürgen
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BeitragGeschrieben: 11.06.2003 - 23:52    Titel:  Re: Strömung im Aquarium

Philipp hat folgendes geschrieben:
Kann es sein, daß mein Innenfilter eine zu starke Strömung erzeugt?


Hi Phil :)

Nein - der 2010 ist genau DER richtige Filter für Dein Aquarium, nachdem ein Außenfilter nicht infrage gekommen ist. Eheim empfiehlt ihn für Aquarien bis 160 Liter (was ich nicht machen würde).

Die Filterleistung beträgt 220 - 500 Liter pro Stunde (220 Liter: bei Drosselung mit dem "Düsendeckel"). Nachdem der Filterschwamm gleich einmal - wenn er gut eingefahren ist - an die 80 Liter/Std. Leistung "wegnimmt" bleibt auf Deine 140 Liter brutto Aquariumvolumen (etwa 120 Liter netto) ca. das 3,5 - fache des Beckenvolumens an effektiver Filterleistung. Herz, was willst Du mehr!

Deine Pfleglinge benötigen diese Strömung, und der relativ starke Stoffwechsel der Garnelen und Welse braucht auch diese Filterleistung.
Wenn Du einen stärkeren Filter hättest wäre das Aquarium glatt "überfiltert", heißt: das Pflanzenwachstum wäre nicht optimal durch zu schnelle Nährstoffoxidation im Filter.
Weniger Filterleistung wäre im Hinblick auf das Pflanzenwachstum auf jeden Fall besser - aber: bei der Anzahl Fische und Wirbelloser in Deinem Aquarium brauchts diese Leistung auf jeden Fall.

Zitat:
Oder ist die Strömung sogar gut?


Strömung ist gut für:
- die Kondition der Fische, die strömungsliebend sind. Mit Ausnahme der Colisa lalia sind das alle Bewohner Deines Aquariums.
- den Gasaustausch im Aquarium
- die optimale Wärmeverteilung im gesamten Aquarium
- die optimale Nährstoffzufuhr bzw. den Abtransport der CO2-armen Schichten rund um die Pflanzenblätter
- die Sauerstoffanreicherung im Aquarium
- die Vermeidung einer Kahmhaut an der Wasseroberfläche
- Kajakfahrer Mr. Green

Strömung ist schlecht für:
- die längerfristige Verfügbarkeit von Pflanzennährstoffen
- die Verfügbarkeit von gelöstem CO2 für die Pflanzen
- starke Strömungen können (als "pflanzenunfreundlicher" Faktor oder als "Basis(malus)punkt" für zusätzliche, davon abhängige Folgeerscheinungen) Algenwachstum begünstigen

Wenn Du den Wasserstrahl des Filters erfolgreich ein wenig ablenken kannst werden deine Strömungsfans im unmittelbaren Bereich des Filters noch ein wenig mehr Strömung haben und die Colisa lalia am anderen Ende des Aquariums ihren "relaxten" Wellnessbereich vorfinden können.

Das Thema Filterung wäre an und für sich unerschöpflich - letztendlich stellt die Variante, die Du bei Deinem Aquarium gefunden hast, für Deinen Zierfischbesatz + Pflanzenwachstum den bestmögliche Kompromiss dar,

meint Glas

Lg
Jürgen


Zuletzt bearbeitet von Jürgen am 12.06.2003 - 18:15, insgesamt 1-mal bearbeitet
Philipp
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BeitragGeschrieben: 12.06.2003 - 10:33    Titel:  Problem scheint gelöst

Hi Jürgen! Danke für die Ratschläge..... das Problem scheint sich mitlerweile gelöst zu haben!

Die Neons haben nun auch bei eingeschaltenem Filter zueinander gefunden und bilden, wenn auch etwas lose, einen hübschen Verbund. Meistens sind sie jetzt sogar im Bereich mit eher stärkerer Strömung anzutreffen.

Die Fafis haben sich jetzt auch eingewöhnt und ein Plätzchen mit wenig Strömung für sich entdeckt, an dem sie sich bevorzugt aufhalten. Sie stehen jetzt meist unter dem Javafarn.

Schaut so aus als ob ich doch alles so belassen kann wie es ist.

Ach ja, noch was: Wie oft soll ich den Filterschwamm reinigen? Ich hab ihn bis jetzt einmal ausgedruckt - und da ist richtig trübes Wasser rasugekommen. Zu oft auswaschen ist aber sicher schlecht - wegen der Verringerung der Bakterienflora im Filter - zu selten resultiert aber warscheinlich in trübem Wasser, da der Filter die Schwebeteilchen einfach nicht mehr aufnehmen kann. Wo liegt ein gutes Mittelmaß?

lg
Philipp
Jürgen
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BeitragGeschrieben: 12.06.2003 - 14:22    Titel:  Filterung: wie oft soll der Filter gereinigt werden?

Philipp hat folgendes geschrieben:
Wie oft soll ich den Filter reinigen?


Hallo Phil :)

Ich würde die Reinigungsintervalle nicht nach Schema F wählen, sondern bei Bedarf den Filterschwamm bei Bedarf, sprich: erheblicher Verschmutzung, reinigen.

In der Praxis sieht das so aus: bei regelmässigem Tw-Wechsel + Mulmabsaugen wird sich im Filter wenig Schmutz ansammeln.
Mit der Zeit wird der Schwamm allerdings "glibbrig" und vermindert die Förderleistung der Pumpe ganz erheblich.
Es handelt sich dabei um Massen von lebenden und abgestorbenen Bakterienplaque.
Ich mach das immer so: wenn ich sehe dass die Pumpe sich "plagen" muss wasche ich die Filterschwämme aus. Ich nehme dafür temperiertes Leitungswasser, Du kannst aber auch Aquariumwasser nehmen wie das in der Literatur immer empfohlen wird.
Tatsächlich ist das nicht zwingend notwendig - nachdem das Leitungswasser bei uns nicht gechlort wird kann man das ohne weitere Probleme mit Frischwasser machen. Ausgespült werden die Bakterien gleichermaßen mit Aquariumwasser wie auch mit Leitungswasser.
Wasche ihn nur nicht zu gründlich aus und verwende keine Reinigungsmittel und kein heisses Wasser. Auch die Kombination mit einem Wasserwechsel ist nicht optimal - das würde einen zu starken Eingriff in die (Micro-)Biologie im Aquarium bedeuten.

Ich habe die Erfahrung gemacht: je länger die Standzeit des Filters ist desto "klarer" bleibt das Aquariumwasser, auch wenn die Pumpenleistung schon erheblich nachgelassen hat. Der "Schmutz" im Filter stört mich dabei relativ wenig, soferne es sich nicht um Massen von Futterresten oder Fischkot (oder Pflanzenteile) handelt. Bei vernünftigem Fischbesatz ist das, was sich im Filter befindet, bereits überwiegend von den Bakterien mineralisiert, sprich: verwertet, worden. Der "Schlamm" ist dann nicht mehr besonders gefährlich - Eiweißverbindungen wurden schon im Zuge des Stickstoffkreislaufes in Nitrit/Nitrat umgewandelt, die anfallenden gelösten Nitrate und Phosphate werden beim wöchentlichen Tw-Wechsel entfernt.
Leider verwenden viele Aquarianer den Filter auch gleichzeitig als "Sauerstofferzeuger" - ein Widerspruch eigentlich und eine - höchstens - zweitrangige Aufgabe, die der Filter übernehmen kann. Das austretende, gereinigte Filterwasser ist ja relativ sauerstoffarm, weil die Bakterien den O2 für die Nitrifizierung benötigen. Sauerstoff wird dann nur über die Strömung und den beschleunigten Gasaustausch an der Wasseroberfläche ins Becken eingebracht. Das kann natürlich bei überbesetzten Aquarien gefährlich werden, wenn die Pumpenleistung nachlässt. Wenn man den Filter für den Sauerstoffeintrag "missbraucht" wird eine wöchentliche Reinigung schon notwendig sein. Ansonsten, und so wie es sich bei Dir verhalten wird, solltest du mit einem 6-8-wöchigen Intervall gut durchkommen. Dieser Zeitraum kann sich allerdings bei "Überalterung", also nach mehrmaligem Auswaschen des Filterschwammes, verkürzen.

Das Entfernen der feinen Schwebstoffe funktioniert übrigens am besten mit einem älteren, nicht zu sauber gereinigten Filterschwamm. Ein nagelneuer Filterschwamm mit tollem Durchzug reinigt garantiert schlechter als ein älterer, glibbriger Schwamm. Nicht der Schaumstoff holt die feinen Schwebestoffe aus dem Wasser heraus - die gehen glatt durch. Nein, es sind die durch die Bakterien teilweise "verstopften" bzw. undurchlässiger gemachten "Stillwasserbereiche" im Schwamminneren, in denen sich die Schwebestoffe absetzen bzw. anlagern können. Eine Schwebstofftrübung kann man also NICHT dadurch entfernen, dass man den Filter möglichst oft reinigt, sondern indem man einfach "nichts" macht.

Was bei Deiner Filterreinigung rausgegangen ist, also das "trübe Wasser", waren zum überwiegenden Teil ausgefilterte Schwebstoffe, wie sie nach der Ersteinrichtung durch Kies und Initialdünger immer im freien Wasser sind. Werden auch schon mineralisierte Kotreste und ausgefallene Mineralien (Eisenschlamm) darunter gewesen sein.

Tatsächlich sollte das "Ausschwemmen" des Großteils der Filterbakterien vom Filterschwamm in einem bereits eingelaufenene Aquarium keine grossen Auswirkungen auf das Aquariummilieu haben. Nach einiger Zeit besitzt das Becken durch die vergleichsweise riesige Oberfläche des Aquariumkieses und die Dekorationsgegenstände + Pflanzen eine hohe Reinigungskraft. Wenn das Becken mit Zierfischen nicht überbesetzt ist wird eine Filterreinigung kaum den Nitritwert erhöhen. Sicherheitshalber solltest Du aber dennoch am nächsten Tag das Wasser auf diesen Parameter hin austesten,

meint Glas

Lg
Jürgen
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BeitragGeschrieben: 10.10.2003 - 23:43    Titel:  

Hallo Jürgen und Phil!

...das ist ja interessant, mit dem Filter - Seit knapp einem Jahr habe ich bei meinem Becken den Eheim professionel II (welchenummerweisichnicht) laufen (3 Einsätze) - und natülich, wie gewohnt bei jedem Wasserwechsel emsig den Schaumstoff gewaschen, die Tonröhrchen gewaschen .... und mich dabei gewundert, daß da immer alles so sauber ist - auch im Becken Genau gucken ist praktisch kein Filter- Mulm zu finden - nur das Wattervlies ist verschmutzt, aber auch nicht stark, läßt sich auswaschen wie nix, erst einmal habe ich das Vlies gewechselt - und seitdem ist es sogar "sauberer" geworden....
Morgen lasse ich den Filter in Ruhe und hoffe, daß es dann keine "Dreckschleuder" wird. Kratz
Aber 5-6 Wochen getraue ich mich das nicht... Soll ich mal mit 4 Wochen anfangen?

Im kleinen 60cm-Becken habe ich bei relativ geringem Fischbesatz (damals waren es 9 Kardinalfische) einmal einen Filterversuch gemacht:
Ich habe die Schaumstoffpatrone vom Innenfilter durchgeschnitten und immer nur eine Hälfte im Abstand von zwei Wochen gereinigt. Da machte ich wilde Erfahrungen mit vermehrtem Algenwuchs - Stark vermehrtem Algenwuchs!!! die Idee ist mir beim Lesen von diesem Dennerle-Almanach gekommen, weil ja die den Filter mit den 2 Kammern haben. Also mit dem Eheim-Patronen-Innenfilter hat mir das nicht gefallen, bzw. es hat nicht funktioniert.

Ciau

Leo
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BeitragGeschrieben: 11.10.2003 - 04:41    Titel: Wichtig Re: Filterreinigung

Guten Morgen,

Interessanter Versuch, den Schwamm des Innenfilters zu halbieren und im Rhythmus nur die Hälfte zu reinigen. Warum das dann schief gegangen ist bzw. sich vermehrtes Algenwachstum eingestellt hat vermag ich nicht eindeutig zu erklären... Jedenfalls hat der Dennerle-Filter nicht umsonst 2 Kammern.
Kannst Du ausschliessen, dass bei Deinem Versuch nicht noch ein anderes Ereignis, das zufällig mit der Aktion zusammengefallen ist, zum vermehrten Algenwachstum beigetragen hat?
Der Eheim 2028 (drei Kammern Zwinker bietet sich bei Deiner Beckengrösse jedenfalls dazu an, die Standzeit auf einen Zeitraum länger als 6 Wochen hinauszuzögern. V.a. wenn Du schreibst, dass der Filter bei den vierwöchentlichen Reinigungen noch ziemlich sauber ist.
Ich hab halt die Erfahrung gemacht, dass dem TW-Wechsel erheblich mehr Bedeutung zukommt als der Filterreinigung, mal ausgehend davon, dass alles richtig gemacht wird. V.a. bei der Fütterung und beim Mulmabsaugen muss man dann sauber arbeiten.
Aber ich kenne auch Leute, die den Filter primär als "Dreckfresser" verwenden, also: der Filter soll mal allen Mulm, Schmutz und Futterreste aus dem Becken rausholen, damit das Becken schön sauber ist. So nach dem Motto: aus den Augen, aus dem Sinn. Und dann wird, wenn man mal Zeit hat, der Filter gereinigt. Da klappt das mit den langen Standzeiten natürlich nicht, v.a. wenn auch der Wasserwechsel vernachlässigt wird. Der Filter soll ja in erster Linie biologisch reinigen und nicht als mechanische Kläranlage das Becken mulmfrei halten.

Lg
Jürgen
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BeitragGeschrieben: 11.10.2003 - 23:05    Titel: Wichtig Re: Filterreinigung

Hallo Jürgen!

Kannst Du ausschliessen, dass bei Deinem Versuch nicht noch ein anderes Ereignis, das zufällig mit der Aktion zusammengefallen ist, zum vermehrten Algenwachstum beigetragen hat?

Ja, kann ich! Meine Vermutung ist, daß diese Innenfilter zu viel Wasser ansaugen, bzw. zu viel Wasser durchreißen. Lt. Beschreibung im Dennerle-Buch haben ja die Filter dort fast keine Leistung.

Der Eheim 2028 (drei Kammern Zwinker bietet sich bei Deiner Beckengrösse jedenfalls dazu an, die Standzeit auf einen Zeitraum länger als 6 Wochen hinauszuzögern. V.a. wenn Du schreibst, dass der Filter bei den vierwöchentlichen Reinigungen noch ziemlich sauber ist.

Seit heute läuft der Test - habe bloß das Wattevlies gesäubert und leider feststellen müssen, daß man etwas Wasser aus dem Filtergehäuse pumpen soll, wenn man den Pumpenkopf wieder draufsetzt - Nix war mit "weniger Arbeit", jede Menge Wasser im Unterschrank, das hat Spaß gemacht!

Mulm: Genau gucken Findet sich bei mir im Großen Becken bloß unter den Holzwurzeln, sonst nirgends, höchstens ganz wenig in einer Ecke - ich schiebe das mal auf

a) den Putztrupp - Otocinclus, Garnelen, Rüsselbarbe, Panzerwelse
und vor allem auf
b) die "Fußbodenheizung" für die Pflanzen. meine scheint ziemlich stark zu heizen - als ich sie am anfang voll laufen ließ, hatte ich sofort 27°C Wassertemperatur. Jetzt schaltet sie wenn mich nicht alles täuscht 5 oder 6 x am Tag eine Viertelstunde lang ein.
und ein bischen
c) Viel Kies! - Immerhin habe ich den kompletten Sack (waren es 20 oder 25 kg?) reingetan. Du hast gesagt, 15 kg wären genug, ich war "voll in Fahrt" beim Kieswaschen, außerdem hat es beim immerhin 60 cm hohen Becken einfach "mickrig" ausgesehen. Und die "Panzerwels-Wühlfläche" waren nochmals 5 kg Sand...

Im kleineren Becken, gibt es Mulm, dort ist auch kein Putztrupp mehr - konnte weder Garnelen, noch Ottis dazubewegen, längere Zeit durchzuhalten. Die Garnelen waren nur zu viert - im Netz list man, daß die dann "trübsinnig" werden - die Otocinclus waren auch zu viert - ist das zu wenig gewesen? Haben sie zu wenig zu fressen bekommen? Hat ihnen die Aussicht nicht gefallen? Ich bin noch nicht dahintergekommen.
Ich habe dort auch die Turmdeckelschnecken hineingetan, die sollen ja auch Mulm vertilgen, vergraben oder was - denen scheint es nicht sehr zu gefallen, denn sonst hätten die sich ja vermehrt!? Ich sehe immer nur zwei - und zwei habe ich bekommen.

zu Schmutz: Was ist der Unterschied zu Mulm?
Die Natur kennt keinen Schmutz, alles wird wiederverwertet. Kuh

zu Futterresten: Ich halte alle meine Fische "hungrig". Wenn es Futter gibt, und sie haben "keine Schneid beim Fressen" - Sprich: Es ist ihnen nich Ernst - dann gibts auch nix. Erst wieder am nächsten Tag. Beinhart.
Bin überzeugt, wenn man die Tiere überfüttert - und das geht ja so schnell, - dann gehts bald steil bergab, mit der Tierzahl.

ergo: Wird wohl klappen, diese Filterung mit den Bio-Dingern.

Jedenfalls werde ich weiterberichten.

Gute Nacht!

Leo
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