Jürgen Support Team


Mit dabei seit: 31.01.2003 Beiträge: 1260
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Geschrieben: 10.04.2005 - 01:01 Titel: Herotilapia multispinosa Nachzucht |
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Hallo,
Eine kleine, unspektakuläre Nachzucht von Herotilapia multispinosa ist ohne besonderen Aufwand in meinem 150x50x50 cm Becken aufgekommen. Die Regenbogen-Cichliden kamen als Dreiergruppe vor etwa 2 Monaten ins Aquarium, und zwar 1 Männchen und 2 Weibchen.
Der Gedanke war, dass sich das Männchen das am besten harmonierende Weibchen aus den zweien aussuchen konnte. Nach dem 3. Ablaichen hatten die beiden nun genügend Erfahrung gesammelt und konnten trotz Anwesenheit mehrer Ancistren sowohl Eier als auch Larven über die 6 Tage bis zum Freischwimmen der Brut bekommen.
Nachts werden die Jungfische in einer flachen Kuhle im Sand untergebracht.
Abgelaicht wurde auf einer Wurzel, die Larven bis zum Freischwimmen erfolgreich im Wurzelwerk einer Anubia barteri var. nana behütet. Wasserwerte: pH 6,5 Leitwert 150 µS <1 °d KH Härte
Auf einem kleinen Video (1,5 MB 16 sec) kann man das Pärchen beim Führen des Jungfischschwarmes, der sich aus mehreren hundert Fischchen zusammensetzt, beobachten. Links im Bild das Weibchen, rechts das Männchen.
Immer wieder interessant zu beobachten: das Führungsschwimmen von brutpflegenden Cichliden. In diesem Fall rückwärts. Die Jungen reagieren auf scheinbar unsichtbare Flossen-Signale der Alttiere und folgen, wie es sich gehört, in die gewünschte Richtung. Dabei haben sich die Brustflossen der Alttiere fast schwarz gefärbt, sie stellen für die Jungfische das reizauslösende Element dar, dem es zu folgen gilt. Bei Apistogramma-Arten kann man hingegen eine wunderschöne gold-gelbe Färbung des führenden Weibchens beobachten.
Das Männchen der Regenbogencichliden sichert dabei in 'Marschrichtung', das Weibchen sichert den Schwarm nach hinten ab. Das Weibchen kümmert sich intensiver um die Jungfische, das Männchen um die Verteidigung des unmittelbaren Aufenthaltsortes der Brut.
Dazwischen hat kein anderer Fisch eine Chance, sich an den Häppchen zu bedienen. Selbst Apistogramma trifasciata und A. agassizii, die sich ebenfalls im selben Aquarium befinden und geschickte Jäger sind, können sich nicht unbemerkt dem Jungfischschwarm nähern (obwohl sies immer wieder versuchen )
Bei der Pflege des Geleges und der Larven haben sich beide Tiere abgewechselt, wobei der Wechsel so perfekt vor sich ging, dass die Brut keine Sekunde unbeaufsichtigt blieb.
Eine Nachtbeleuchtung wurde nicht installiert, die Alten bringen den Jungfischschwarm auch im Halbdunkel sicher 'zu Bett'. Während des Führens der Jungfische behaupten die Regenbogencichliden kein permanentes Revier, sondern folgen dem futtersuchenden Jungfischschwarm bzw. dirigieren die Jungen in die gewünschte Richtung. Dazu wird das ganze Becken ausgeschwommen. Gefüttert werden die Jungfische mit FD-Futtertabletten, deren Abrieb sie auch gut aufnehmen.
Video >>
Vies Spass beim angucken!
Lg
Jürgen |
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Jürgen Support Team


Mit dabei seit: 31.01.2003 Beiträge: 1260
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Geschrieben: 20.04.2005 - 23:27 Titel: |
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Zwei weitere kleine Videos:
-) Die Elterntiere bewachen den Jungfisschwarm und 'füttern' die Jungen indirekt, indem sie den Schwarm zu einer eingebrachten Futtertablette dirigieren.
(.mpg, ca. 20 sec., 1,6 MB)
>> Video
-) Die Elterntiere der Versorgung des Geleges (das auf der Wurzel leider kaum zu erkennen ist) mit Frischwasser. Man sieht, mit welcher Hingabe die Eier vom Weibchen mit den Brustflossen und dem Einsatz des ganzen Fischkörpers befächelt werden, während das Männchen links im Bild die Revierverteidigung übernimmt.
(.mpg, ca. 20 sec., 1,7 MB)
>> Video
Lg
Jürgen |
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