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aggressiven Fisch rausnehmen??



 

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Kitty
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Mit dabei seit: 23.08.2004
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BeitragGeschrieben: 01.09.2004 - 14:05    Titel:  aggressiven Fisch rausnehmen??

Hallo,

habe ein Aquarium mit Malawis, der grösste von allen ist jedoch in letzter Zeit sehr aggressiv, jagt die anderen Fische und frisst an deren Flossen herum. Ich habe Angst, dass ein paar von den Gejagten das nicht mehr lange durchhalten, da sie schon total geschwächt und "zerrupft" sind.

Sollte ich den aggressiven Fisch lieber aus dem Aquarium nehmen??

Hoffe ihr könnt mir scnellstmöglichst helfen!


Danke,

kitty
Jürgen
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Mit dabei seit: 31.01.2003
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BeitragGeschrieben: 01.09.2004 - 17:23    Titel:  

Hallo,

Im ersten Thread hast du von einem Cichliden berichtet, der vermutlich ein Glotzauge als Symptom einer bakteriellen Infektion zeigte. Ich habe dich damals aufgefordert, mehr von deinem Zierfischbesatz zu erzählen. Vermutlich lebt dieser Cichlide nicht mehr, man könnte davon ausgehen, dass er von dem dominantesten Tier so gestresst wurde, dass er erkrankt ist. Jetzt sind die anderen an der Reihe.

Als erste Massnahme musst du natürlich den dominanten Buntbarsch aus dem Becken nehmen und an einen befreundeten Aquarianer oder dein Zoofachgeschäft abgeben. Ich gehe davon aus, dass du bei der Vergesellschaftung der Cichliden grobe Fehler, sowohl beim Geschlechterverhältnis als auch bei der Anzahl der Fische und vermutlich auch noch im Grössenverhältnis, gemacht hast.

Wenn du nicht bereit bist, eine - wenn auch laienhafte grobe Bestimmung der Zierfischarten, die du pflegst - vorzunehmen und uns mitzuteilen, wird dir hier niemand weiterhelfen können.
Nachsatz: deinen Fischen leider auch nicht.

Grüsse,
Jürgen
Kitty
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Mit dabei seit: 23.08.2004
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BeitragGeschrieben: 02.09.2004 - 10:07    Titel:  

Hallo Jürgen,

also erstmal danke für die Antwort. Den großen Barsch werden wir an einen Freund abgeben.

Hier der Fischbesatz (ohne Gewähr) ohne den aggressiven Barsch:

2 gelbe Labidochromis (Pärchen)

3 Pseudotropheus elongatus (1 Männchen, 2 Weibchen) plus ein ganz paar Jungtiere, sie haben 3x Nachwuchs in kürzester Zeit bekommen, sind aber noch sehr klein

3 Pseudotropheus esterea (1 Männchen, 2 Weibchen), ein Weibchen tägt gerade Eier im Maul und leidet besonders unter den Attacken des großen Barsches

2 Feenbuntbarsche (Pärchen)

2 Melanochromis johanni (Pärchen)

2 Sumatrabarben

1 Barsch, den ich leider nicht bestimmen kann (er ist blau mit gelben Flossen), der leider allein im Becken ist

Dem Barsch mit den geschwollenen Augen geht es übrigens wieder gut (habe esha 2000 benutzt)

Was die Größenverhältnisse angeht, denk ich eigentlich, dass sie ok sind, bis halt auf den aggressiven Barsch, der wirklich ein richtiger "Brocken" geworden ist.

Wir haben schon überlegt, ob wir vielleicht zuviele Fische im Aquarium haben (obwohl unser Händler anderer Meinung ist), wir haben ein 200l Aquarium?!

Danke,
kitty
Jürgen
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Mit dabei seit: 31.01.2003
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BeitragGeschrieben: 02.09.2004 - 11:42    Titel:  

Hallo,

Das Geschlechterverhältnis bei Pseudotropheus estherae und Ps. elongatus ist ausgewogen. Ebenso passen die Endgrössen der Fische ganz gut zusammen und ist durchdacht, eine regelmässige Wasserpflege vorausgesetzt ist auch die Pflege in deinem 200 Liter Becken möglich. Bei den Labidochromis caeruleus wärs auch besser, ein drittes Weibchen dazuzusetzen, wobei die Geschlechtsbestimmung anhand äusserlicher Merkmale bei x-fach Nachzuchten zugegeben nicht immer einfach ist. Man müsste sich in diesem Fall die Genitalpapille genauer ansehen, um auf Nummer sicher zu gehen.

Im Prinzip 'funktioniert' ein leicht überbesetztes Becken im Hinblick auf das Territorialverhalten der Cichliden besser als ein mit einer einzelnen Art besetztes Becken: es kommt bei den Mbunas meist nur während der Paarung zu einer temporären Revierbildung in unmittelbarer Nähe der Laichkuhle. Problematisch wirds, wenn ein Cichlide 'davonwächst' und das ganze Becken als Revier beansprucht, wie das bei dir der Fall war. Dieses Verhalten lässt sich aufgrund des Grössenunterschiedes leider auch nicht mehr ändern, selbst bei Anwesenheit von entsprechend grossen Weibchen bessert sich das meistens nicht mehr. Andererseits - gibt man diesen Cichliden nun in ein Aquarium, in dem ähnlich grosse Buntbarsche gepflegt werden, so wird man mit Erstaunen beobachten können, dass das einstige Grossmaul nach einigen Raufhändeln unauffällig mit der Horde schwimmen wird.

Dein Fischbesatz war, was die Endgrössen der Fische betrifft, gar nicht mal so schlecht gewählt. Ich hätte mich allerdings auf drei Arten beschränkt, und dafür jeweils eine 5-er oder 6-erGruppe gewählt, z.B. 2/3 bzw. 2/4 Labidochromis caeruleus, 2/3 (2/4)Pseudotropheus estherae, 2/3 (2/4) Pseudotropheus elongatus oder Melanochromis johanni. Zumindest wärs schon eine Erleichterung für die Weibchen, wenn zu den vorhandenen zweien noch ein drittes zugesetzt würde.

Bevor du nun daran denkst, die Arten vielleicht zu komplettieren - Neuankömmlinge sollten annähernd die Grösse der Alttiere haben, dürfen allerdings nicht gleich gross wie die Alttiere sein - ein schlimmes Ausfechten der Rangordnung könnte die Folge sein, in deren Verlauf wieder einige Tiere Schaden erleiden könnten.

Die Feenbarsche, die i. Ggs. zu den oben genannten Arten aus dem Tanganjika-See stammen, haben im Mbuna-Becken eigentlich nichts verloren: sie werden niemals ihre fixen Reviere aufbauen und verteidigen können. Auch wenns scheint, dass sie im Aquarium ein 'gutes' Leben im Bodengrundbereich haben - sie haben es nicht. Diese herzhaften Kämpfer führen im Becken ein unterdrücktes Leben, eine Beobachtung des natürlichen Brutpflegetriebes incl. des grossartigen Sozialverhaltens in einer Kolonie Feenbarsche kann man unter diesen Voraussetzungen leider nie beobachten. Auch wenn die Lamprologus brichardi die einzigen im Becken sind, die von der allgemeinen Keilerei am wenigsten abbekommen haben, so gilt es doch, den Zierfischbesatz so zu wählen, dass möglichst wenig gestresste Fische im Aquarium sind. Ich würde mich also auch von den 'Prinzessinnen' trennen.

>> 2 Sumatrabarben
Die letzten beiden Tiere sollten ebenfalls abgegeben werden.

>> 1 Barsch, den ich leider nicht bestimmen kann (er ist blau mit gelben Flossen), der leider allein im Becken ist

Vielleicht ein Pseudotropheus acei?

>> Dem Barsch mit den geschwollenen Augen geht es übrigens wieder gut (habe esha 2000 benutzt)
Das ist erfreulich.

Eitragende Weibchen müssen sich verbergen können, benötigen Ruhe. Man könnte die Versteckmöglichkeiten durch zusätzliches Einbringen von Lochgestein verbessern oder diese Erkenntnis zum Anlass nehmen, dem Zierfischbesatz ein grösseres Becken zu gönnen oder - wie angesprochen - eine Reduzierung der Arten'vielfalt' durchzuführen Zwinker

Ah - um welche Art handelt es sich eigentlich bei dem Raufbold?

Lg
Jürgen
Kitty
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BeitragGeschrieben: 03.09.2004 - 08:38    Titel:  

Also was für eine Art der "Raufbold" ist, weiß ich leider nicht so genau, er ist komplett gelb-orange ohne Streifen, Flecken oder sonstwas. Haben ihn heut morgen rausgenommen und schon jetzt merkt man wie sich die restlichen Fische wieder erholen und sich nicht mehr so extrem verstecken Lachen

Auch die Jungen schwimmen seit heut morgen zum Teil frei im Becken Very Happy

Wie lange genau ist eigentlich die Balzzeit? Ich habe den Verdacht, dass wir bald zum 4. Mal innerhalb weniger Wochen Nachwuchs bei den Ps. elongatus bekommen (die ältesten Jungtiere sind gerademal 2,5 - 3 cm groß). Wir können ja leider nicht alle (inzwischen sind es schon 15) behalten, unser Händler nimmt uns wahrscheinlich einige ab aber wir möchten natürlich auch keine töten... (und bei Ps. estherae steht ja auch demnächst Nachwuchs an). Wann hören denn die Lieben wieder auf damit so "fleißig" zu sein Smile ?

Vielen Dank für deine Ratschläge, es ist schön zu sehen, dass es meinen Fischen wieder besser geht!

kitty
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