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Pflanzen wachsen noch immer nicht....


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Jörg
Grosswildjäger
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BeitragGeschrieben: 04.03.2004 - 21:39    Titel: Traurig Pflanzen wachsen noch immer nicht....

Hallo !



Wieder mal Zeit von meinem Blaualgen geplagten Becken zu berichten: Leider keine guten Nachrichten, irgendwie stagniert das ganze Pflanzenwachstum, hier ein paar Fakten damit alle wissen was gemeint ist.


100 lt, HMF über Eheim 2011, Sandboden ohne Zusätze, 80 W T5 (840er), HefeCO2, Kremser Dünger, kein Fetrilon mehr.... WW 60% pro Woche, Leitungswasser Ibk..CO2-Dauertest: grün-gelb (=optimal bis zuviel ) Besatz: 6 Otos, 6 Salmler (leider ein paar weg"diffundiert "), 4 Laetacara (Zwergbuntbarsche) laichen regelmäßig (und die larven verschwinden genauso regelmäßig über Nacht. Sparsame Fütterung.

Pflanzen:
Wachstum vorhanden (minimal):
Wasserpest, Hydrophila, Javafarn (Blattfarbveränderung ; Spitzen werden bronze ), Javamoos (auf Matte aufliegend; emers gut, submers schlecht), Vallisneria sp.

Wachstum stagniert
Echinodorus isthmicus, Bacopa (ausgestorben), Hydrophila difformis (von massivem Wachstum auf nur mehr 1 cm reduziert)

Und noch weiter in der Anamnese Zwinker : Zu Neujahr eine Blaualgenplage die mit 7 Tagen Dunkelhaft bekämpft wurde, daraufhin ein paar Wochen Ruhe vor den Biestern. Die Hydrophila wirft dabei 90% ihrer Blätter ab.
Verstärkung der Beleuchtung von 30W T8 auf 80W T5. Auftreten von kleinen Löchern in Blättern der Hydrophila (Kaliummangel ?? ) Mit KCl [K] auf 4 mg/l erhöht. Ein paar Wochen später erstmals Wasserdüngung mit Ferrdrakon. Fetrilon bleibt weg.

Die Wasserpest hat nun schöne, dichte Blätter mit kurzen Internodien, wächst aber 45° vom Licht weg --????In einem anderen Forum http://www.aquaristikimdetail.de/thread.php?threadid=2303&sid=b31208f166a87b5f255b3f5f275e493e meint man das kann durch einen Brenerwechsel behoben werden. Aber da ich vorher 4000 K hatt und jetzt auch macht das wohl wenig Sinn.
Die Blätter der Echinodorus werden zusehends gelblich, Fe aber 0,1 mg/l (Merck). Keine neuen Blätter, keine neuen Ausläufer. Vallisnerien treiben brav Sprößlinge, Triebspitzen der alten Blätter werden rot. Hydrophila wächst ebenfalls mit kurzen Blattabständen, aber kein merkbares Längenwachstum..Einige Schwertpflanzen werden versuchsweise mit Tonkegeln (getränkt in Volldünger) gedüngt. Keine Reaktion.

Sollte sich nicht bald was tun werde ich das Becken ausräumen und eine dicke Lage Bodengrunddünger * einbringen, sowie das Becken mit Hornkraut, Pistia, Wasserwedel &Co vollstopfen, eben alles was schnell wächst.... Oder soll ich einfach nur noch etwas mehr Geduld aufbringen ??? (wenn das Becken in einem Keller stünde wär's ja ein interessanter Versuch, aber so.... ;-((( )


LG, Jörg


* (Deine Empfehlung, Jürgen ?? Lehm ? Die Walstadmethode ? Hatte mal im 600er in OÖ so ein Granulat "Mangalith" oder so, find das aber per google nimmer, die Cryptos sind damals nicht gewachsen sondern explodiert Very Happy Very Happy Very Happy , mit Bodenheizung)
Jürgen
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BeitragGeschrieben: 05.03.2004 - 13:34    Titel: Hinweis Pflanzen

Hallo,
Zitat:
Walstadmethode?

Sagt mir jetzt nicht viel... habe einfachen Böschungslehm verwendet, daraus Kugeln geformt (Durchmesser etwa 2 cm), trocknen lassen und dann zu den Schwertpflanzen und Cryptos in den Kies gedrückt.
Zitat:
(Kaliummangel ?? ) Mit KCl [K] auf 4 mg/l erhöht.

Interessant... Kaliumchlorid? ... hast Du da einen Kalium-Test oder sowas zur Verfügung? Hab dafür Kaliumpermanganat benützt, und zwar zweiwöchentlich in schwach rosa Färbung, das ganze aber "nach Gefühl" dosiert.

Zitat:
Die Wasserpest hat nun schöne, dichte Blätter mit kurzen Internodien, wächst aber 45° vom Licht weg

Im anderen Forum hast Du geschrieben, dass sich die Blattnerven rosa färben. Das ist eine normale Pigmentierung als Reaktion auf starkes Licht. Warum die anderen Stängelpflanzen nicht wachsen wollen - schwer zu sagen; ich würde mal auf eine unzureichende Nährstoffversorgung tippen, und zwar genügt ja das Fehlen eines Minerals oder Spurenelementes, damit das ganze - trotz optimaler Beleuchtungsverhältnissen - nicht mehr funktioniert.
Würde Dir mal zu Dennerle A1-Tagesdünger raten. Kostet zwar viel, aber einen Versuch wärs wert, spätestens nach 4 Wochen sollte dann eine Verbesserung festzustellen sein; wenn nicht, kannst das Becken dann noch immer ausräuen.

Zitat:
Hydrophila difformis (von massivem Wachstum auf nur mehr 1 cm reduziert)

Keine Erklärung dafür. Müsste bei dem Lichtregime, CO2 und Nährstoffdüngung eigentlich im Wachstum explodieren.
Zitat:
"Mangalith" oder so

Vielleicht meinst Du das Aqualit? Es gibt davon auch andere Produktbezeichnungen, im Prinzip isses eine Art Schlacke, die mit Nährstoffen präpariert wurde und vielleicht auch eine gewisse Ionenaustausch/bindungskapazität aufweist. Ist ein wenig aus der Mode gekommen das Aqualit, habe aber auch damit sehr gute Erfolge erzielen können. Der Vorteil zu feineren Bodengrundmischungen liegt wohl darin, dass durch die relativ grobkörnige Struktur (Durchmesser etwa 5 mm) und die kantige Struktur ein recht durchlässiges Substrat gebildet wird. Ich denke mal, dass dadurch langsame Bodendurchströmungen an der Bodenscheibe ermöglicht werden; und wo was strömt wird Unterdruck erzeugt, und somit nährstoffreicheres Aquariumwasser in den Kies zu den Pflanzenwurzelt transportiert.
Jörg
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BeitragGeschrieben: 05.03.2004 - 14:04    Titel:  

Hi Jürgen !


Aqualit, ja, Very Happy Very Happy das ist es, hast Du das ? Dann schwing ich mich gleich aufs Radl und schau vorbei !! ---

Ich werd noch ein paar Fotos machen und dann mal posten wie das aussieht. Montag kommt eh Leo zur Inspektion.... Zwinker

KCL.. . Ich hab das 3M-KCL weil ich darin die pH-Elektroden aufbewahre. Kaliummangel war ganz eindeutig. Vernünftige Kaliumtests kosten angeblich so um die 80.- Hab also einfach etwas herumgerechnet und dann zudosiert.. und die Blätter wurden wieder ganz...


Diana Walstad: "Ecology of the Planted Aquarium: A Practical Manual and Scientific Treatise for the Home Aquarist" 1999.

Schreibt darin ,angeblich,(hab das Buch erst auf der UB bestellt) über einen low-tech Ansatz , AQ ans Fenster etc, wenig WW (also gar nicht meine Philosophie) beim Bodengrund jedoch eine Mischung aus Gartenerde (!!) und Sanden. Was es so interessant macht ist daß sie als Biologin erstmals einen wiss. Ansatz und Beweisführung in die Mythen rund ums AQ bringt. Bin schon gespannt drauf..

Beim Dünger mag ich nicht wechseln, der D. dünger kommt m.E. im drta Forum &Co recht gut weg , da mag ich nicht schon wieder eine Umstellung machen..
Aber den Pflanzen etwas Futter unter die Füße geben, da bin ich dabei..... Zunge zeigen!
Jürgen
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BeitragGeschrieben: 05.03.2004 - 14:18    Titel: Hinweis Kalium

Zitat:
Hab also einfach etwas herumgerechnet und dann zudosiert..

Bitte mehr Informationen darüber, klingt interessant

Lg
Jürgen
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BeitragGeschrieben: 05.03.2004 - 14:26    Titel:  

EDIT :

na halt einfach das Molekulargewicht K aus Periodensystem heraussuchen:

MG [K] = 39,1 (1 molar)

in einer 3M KCL sind daher 3*39,1 =117,3 g Kalium / liter

1ml 3M KCL enthält 0,1173 g K

Ziel ist 100 liter à 4mg K entspricht 0,4g

daher braucht man (1ml = 0,1173 g K)
3,41 ml = 0,4g K


EDIT ENDE
So , ich hoff das stimmt --- Aber Du warst doch auch beim Kramer und Call, oder Zwinker Zwinker

-Hast Du das Aqualit da oder nur auf Bestellung ?


Zuletzt bearbeitet von Jörg am 05.03.2004 - 20:37, insgesamt 1-mal bearbeitet
Jürgen
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BeitragGeschrieben: 05.03.2004 - 14:32    Titel: Zwinker Kramer und Call

Zitat:
So , ich hoff das stimmt --- Aber Du warst doch auch beim Kramer und Call

Yep, und was ist aus mir geworden? Zoo-Händler! Zwinker
Ausserdem bin ich mit Chemie noch nie so warm geworden dass ich ad-hoc etwas ähnliches aus dem Gedächtnis forumulieren könnte.
Aqualit ist da (p.Beutel 6,90)

Lg
Jürgen
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BeitragGeschrieben: 05.03.2004 - 14:34    Titel: Hinweis Kalium

Nur mal so eine Frage:
Zitat:
Wenn ich für 100 liter AQ Wasser einen Zielwert von 4mg/l brauche enstpricht das also einem Bedarf von 100*4mg = 400mg

Das wären dann 0,4 ml, oder?
Jörg
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BeitragGeschrieben: 05.03.2004 - 14:40    Titel:  

ja. Ziemlich wenig, aber wenn man entweder die Stammlsg verdünnt oder zum Abmessen zb Insulinspritzen verwendet (sehr feine ml Unterteilung, Apotheke) gehts recht gut... ...


Lg.. Jörg
Jürgen
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BeitragGeschrieben: 05.03.2004 - 14:47    Titel: Hinweis Kalium

Dann würde ich die Stammlösung aber mit aqua dest soweit strecken, dass man zumindest 0,8 ml reinfüllen kann. Das geht auch schon mit normal grossen Spritzen ganz gut, schliesslich isses nicht gerade komfortabel, mit diesen mini-Insulinspritzen herumzufummeln.

In welchem Rhythmus hast Du das KCl verabreicht? Der Bedarf der Pflanzen selber kann ja nur grob geschätzt werden, wenn kein Testkit zur Verfügung steht.

Lg
Jürgen
Jörg
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BeitragGeschrieben: 05.03.2004 - 20:39    Titel:  

Sorry wegen dem Rechenfehler meinerseits, aber man braucht 3.4 ml und nicht 0.4, ... Rotwerd Rotwerd Rotwerd Rotwerd


gedüngt wurde anfangs einmal das ganze Wasservolumen und später nur mehr das zugefügte Wechselwasser.



- Jörg
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