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Nadelsimse/Eleocharis



 

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Leo
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BeitragGeschrieben: 26.10.2003 - 21:02    Titel:  Nadelsimse/Eleocharis

Hallo!

Eine der wenigen Pflanzen, die mir Probleme bereiten ist diese Nadelsimse. Hab sie als "Eleocharis acicularis" bestellt, auf den gekauften Pflanzen stand dann "Eleocharis parvula" am Etikett.
Zu Anfang waren sie "groß" und sind sogar höher gewachsen, als vorher, so 14-15 cm hatten die schon.
Dann ist das Ding/die Dinger immer kleiner und unscheinbarer geworden, Ausläufer zwar jede Menge, aber "Winzlinge" mit zur Zeit nur noch höchsens 4 cm, die meisten kommen über 2 cm nicht raus. Baby

Ich vermute nun, daß es "nur" eine Sumpfpflanze ist, die unter Wasser nicht durchhält.
Auf der Rückseite vom Etikett steht auch noch: Lichtbedarf: mittel
Düngebedarf: mittel, Bei Dennerle liest man "anspruchslos" Frage
Beides gibts im "Kleinen" Becken in jeder Menge (Dennerle Bio-Pflanzenbeleuchtung, Dennerle E15 und V30...CO2-Anlage...Untergrund-Dünger....Viel Liebe Blümchen Herz )
Im Großen Becken könnte etwas wenig Licht die ca. 50 cm von der Wasseroberfläche bis zum Bodengrund schaffen.
Oder braucht die Pflanze "sauren Boden" - Torf. Beim Kauf war da genügend an den Wurzeln dran. und die Sauergräser wachsen "im und am Moor".....
Hat jemand Erfahrung mit Nadelsimsen?
Hat jemand schon ein Becken ähnlich "Dreamword" vom Dennerle-Almanach nachgebaut?

Ich habe gestern einen Ausläufer-Schüppel in einen Mini-Tontopf gepflanzt. Der steht in einem Gurkenglas, dort habe ich nur soviel H2O aufgefüllt, daß die ganze Pflanze knapp unter Wasser steht - jetzt lasse ich das Wasser austrocknen - was auf der Fensterbank bei Zentralheizung schnell gehen müßte. Mal sehen, ob sie emers größer wird. Kratz
Wenn das nicht geht, werde ich es mit Torf als Substrat probieren.
Und weiterberichten.

Grüße und Winke-Winke Hallo

Leo
Jürgen
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BeitragGeschrieben: 29.10.2003 - 02:04    Titel:  Eleocharis acicularis

Hallo,

zum Thema "Eleocharis" schreibt Christel Kasselmann in ihrem grossartigen Buch "Aquarienpflanzen":

Eleocharis acicularis (Linn Roemer & Schultes (1817)
Nadelsimse
Familie: Cyperaceae, Ried- oder Zypergräser.
Synonyme: Scirpus acicularis L. (1753), u.a.
Etymologie: Eleocharis: helos = Sumpf, charis = Freude; acicularis: nadeispitzig (Blätter).
Verbreitung: Europa, Nordafrika, Asien, Sumatra, Australien, Nord- und Südamerika.
Beschreibung: Ausläuferbildende, zarte Sumpfpflanze. Rhizom unterirdisch, fadenförmig, stark verzweigt. Halme einzeln oder rosettig, 5—20cm (submers selten bis 50 cm) hoch, fadenförmig, flach und kantig, scheidig, hell- bis mittelgrün gefärbt.



Blütenstand ein endständiges, 3—8(—15)blütiges, 2—5 mm langes Ahrchen. Blüten zweigeschlecht lich, spiralig angeordnet. Spelzen eiförmig, stumpf, gekielt. Perigonborsten 2—4(-6), schmal, gleich lang oder länger als das Nüßchen, häufig fehlend. 3 Staubblätter. 3 verwachsene Frucht-blätter; Griffel abfallend, Griffelfuß an der Spitze des Nüßchens bleibend, klein, etwa halb so breit wie das Nüßchen, eingeschnürt. Nüßchen 0,7—1,2 mm lang, verkehrt lanzettlich bis verkehrt eiförmig, mit 10 feinen Längsrippen.
Kultur: Zarte, anspruchslose, rasenbildende Vordergrundpflanze. Die im Handel angebotenen Populationen sind bei nicht zu hohen Temperaturen (bis 25 °C) und intensivem Licht mäßig gut im Tropenaquarium haltbar. Ein sandiger Bodengrund eignet sich am besten. Eine Vermehrung erfolgt durch Ausläufer. Die Nadelsimse eignet sich ausgezeichnet für die Bepflanzung von Zuchtaquarien. Auch am Teichrand verwendbar, dort von Juni bis Oktober im flachen Wasser blühend. Winterhart.
Okologie: Wächst an den Rändern von Sümpfen, Teichen und Flüssen bevorzugt auf kalkar men, mäßig nährstoffreichen, ± schlammigen Sand-, Kies- und Tonböden. In Asien häufig in Reisfeldern. Im tiefen Wasser steril bleibend.
Sonstiges: Svenson (1929) beschreibt 5 Formen und 5 Varietäten von E. acicularis, die Unterschiede in den Halmen, Ährchen und Perigonborsten zeigen. Neben diesen Merkmalen dienen zur Unterscheidung der etwa 150 Eleocharis Arten insbesondere Anzahl der Blüten, Form der Spelzen, Gestalt und Größe des Griffelfußes so wie des Nüßchens.

Ich denke schon, dass es sich bei Deiner Art tatsächlich um E. parvula handelt, die lt. Literatur (Mergus) "4-8 cm" hoch wird, während E. acicularis bis 25 cm lange Blätter ausbilden kann. Unterschied der beiden Arten: A. acicularis soll kantigere Stängel ausbilden, A. parvula einen runden Blattquerschnitt aufweisen. Beide Arten sind jedenfalls ziemlich lichtbedürftig - vielleicht könnte die Verwendung eines Reflektors Besserung bringen?

Lg
Jürgen
Leo
Zoo-Direktor
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BeitragGeschrieben: 31.10.2003 - 23:50    Titel:  Re: Eleocharis acicularis

Hallo!

Auch ich habe recherchiert und eine ähnliche Beschreibung (nicht so genau auf aquaristisch ausgelegt) gefunden.
Für mich waren folgende Passagen interessant:

....an (zeitweilig überschwemmten) Ufern fließender u. stehender Gewässer...Sand-,Schlamm-,Schlickböden...wenig nährstoffreiche, schwere, kalkarme (saure) Böden...hervorragender Verlandungspionier, bietet dem Wasser wenig Angriffsfläche, zwischen den Büscheln fängt sie den Schlamm, der immer höher anwächst und damit anderen Pflanzen Besiedlungsraum bietet.

...das Ding sollte auch bei uns in freier Wildbahn zu finden sein! Ich hab's noch nie bestimmt/gefunden/gesehen - aber jetzt weiß ich, wo ich suchen muß. Genau gucken
Quelle: Aichele/Schwegler "Unsere Gräser" Lesen
und zur Bestimmung: Schmeil-Fitschen "Flora von Deutschland und angrenzender Länder"

So schlecht lag ich nicht mit meiner Vermutung. Und Nährstoffarmut scheint mir der Schlüssel zur Kultur zu sein - Die Sauergräser kann man durch intensive Düngung jedenfalls ganz gscheit reduzieren (in der Wiese).
Wenn das Wasser dazu noch etwas angesäuert wäre... Kratz

Ich werde diese Pflanze in ein "Metall-Panzerwels-Artbecken" miteinbeziehen und dann weiterberichten. (Das dauert aber noch, denn zuerst muß das Becken fertig "einlaufen", dann isses unbepflanztes Aufzuchtbecken, dann hätte ich vor, eine Gruppe PWs darin für sich alleine zu halten...) Smiling Planet


l.g.
Leo
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