![]()
FISCHPORTRAIT: Schneckenbuntbarsche
|
von Dieter Untergasser |
die kleinsten Schnecken- buntbarsche. Sie sind lebhaft, aber
friedlich und können mit anderen wenig aggressiven Arten, wie
z.B. Neolamprologus leleupi, N. leloupi, N. marunguensis,
Julidochromis regani oder Telmatochrimis bifrenatus,
vergesellschaftet werden. |
|
|
|
|
|
|
Für Schneckenbuntbarsche reicht ein Aquarium mit 112 Litern
Inhalt und den Standardmaßen von 80x40x35 cm aus. Darin können
zwei bis drei Paare und eine kleine Gruppe von fünf bis sechs
Fischen einer der oben genannten Arten gepflegt erden. Damit
sich die Fische nicht verletzen, ist ein feiner stumpfer Sand
oder Quarzkies mit einen Millimeter Korngrösse erforderlich.
Einige grössere Steine, die aus dem Sand herausragen, dienen
der Revierabgrenzung. Dabei müssen pro Paar zwei, besser drei,
Schnecken- |
häuser auf den Sand gelegt werden. Die Gehäuse kann man im
Fachhandel kaufen, einige selbst gesammelte Häuser der Weinbergschnecke
werden aber genau so gerne angenommen. |
|
|
|
Die oben genannten Arten von Beifischen benötigen Höhlen
als Unterschlupf und zum Brüten. Daher |
eingebrachte Steinplatten dienen als Höhlendecken, an denen die Neolamprologus oder Lulidochromis ablaichen. Die Steindekoration kann aus Kalksteinen bestehen, denn das Wasser im Tanganjikasee hat eine sehr hohe Karbonathärte. Besonders gut geeignet ist das im Handel erhältliche jugoslawische Lochgestein. |
|
|
Da die Fische teils recht kräftig graben, ist ein Verkleben der Steine mit Aquariensilikon zu empfehlen. Erst nachdem der Steinaufbau fertig und auf Stabilität geprüft ist, wird der Boden etwa sechs Zentimeter hoch mit Sand bedeckt. Dann werden die Pflanzen eingebracht. |
|
|
|
Geeignete Pflanzen wählen |
einem Artenaquarium pflegen, wird keine umfangreiche
Dekoration benötigt. Einige grössere Steine sollten so im Becken
verteilt werden, dass sie als Revier- abgrenzung dienen, die
Reviere aber trotzdem gut einsehbar sind. Die voran genannten
Pflanzenarten können als Hintergrunddekoration dienen oder als
Solitärpflanzen zwischen Steingruppen sehr dekorativ wirken.
Sich eventuell bildenden Aufwuchs vertilgen zwei Welse der Gattung
Ancistrus. |
|
|
|
|
|
Vallisneria spiralis |
Anubias barteri |
Anubias barteri var. nana |
|
|
|
|
|
Anubias congoensis |
Microsorum pteropus |
|
|
|
Das Wasser |
Die Beleuchtung |
|
|
|
Es ist schön zu beobachten, wie die nun eingesetzten Schneckenbuntbarsche ihre Reviere in Besitz nehmen und verteidigen. Dabei sind sie aber nie so aggressiv, dass es zu Verletzungen kommt. Bald werden die ersten Schneckenhäuser bewegt und durch eifriges Wühlen und Transportieren des Sandes mit dem Maul eingegraben. Schließlich schaut nur noch die Öffnung nach oben aus dem Sand. Harmoniert ein Paar, so kommt es zur Balz und das Weibchen legt die Eier in dem Schneckenhaus ab. Danach befruchtet das Männchen die Eier. Das Weibchen betreut das Gelege bis zum Schlupf der Jungfische, während das Männchen das Revier verteidigt. Die frei schwimmende Brut muss ab dem ersten Tag mit einem guten Futter versorgt werden. Da die Schneckenbuntbarsche Zooplankton- |
fresser sind, bietet sich als erstes Futter lebende Artemianauplien
an. Eizysten der Artemien in getrockneter Form bietet sera
in hoher Qualität mit einer Schlupfrate von über 95 % im Fachhandel
an. Die Brut wächst schnell und ist mit sera mikropan,
zerkleinerten flora Flocken und microgran leicht
aufzuziehen. Schneckenbuntbarsche können mit sera GVG mix,
den FD Futtermitteln Shrimp (Atemia), Daphnien
und Roten Mückenlarven sowie flora Flockenfutter
in Abwechslung artgerecht ernährt werden. Die Felsencichliden
nehmen das gleiche Futter an, N. leleupi sollte zusätzlich
sera granumeat gegeben werden. |

Quelle: Dieter Untergasser: sera club-news Nr. 2/2002,
Seite 14-15; Bilder: sera
Zurück zum Seitenanfang ![]()