Moneol: Medikament für Zierfische gegen Kiemenwürmer, Haut- und Bandwürmer

Moneol ist eine gebrauchsfertige Lösung zur Bekämpfung von parasitischen Plattwürmern, als Zusatz zum Aquarienwasser bei Zierfischen.
Das Präparat zeichnet sich durch sicheren und schnellen therapeutischen Erfolg und eine besonders gute Verträglichkeit für Fische aus.
>> Zurück zur Übersicht

Indikationen und Hinweise zur Diagnose: Generelle Anzeichen für einen Befall mit Parasiten sind Scheuern entlang von Einrichtungsgegenständen des Aquariums, eingeklemmte Flossen, rasche Atmung, Freßunlust und Abmagerung, verringerte Bewegung und Dunkelfärbung. Bei Befall mit Kiemenwürmer zeigt sich eine schnelle Atmung, gelegentlich wird ein Kiemendeckel stärker angehoben als der andere. Ein Befall mit Hautwürmern ist typischerweise daran zu erkennen, dass die Schwanzflosse etwas zusammengeklemmt gehalten wird und dass die Fische kurz an Einrichtungsgegenständen des Aquariums entlangstreifen. Bei Befall mit Bandwürmern und Schuppenwürmern magern die Fische zumeist ab. Sofern möglich, sollte durch eine mikroskopische Untersuchung von Abstrichen der Haut oder Kiemen bzw. von Fischkot die Diagnose gesichert werden. Die aufgeführten Wurmkrankheiten können wie nachfolgend beschrieben therapiert werden: Anwendung und Dosierung: Bei Befall mit Hautwürmern, Bandwürmern und Schuppenwürmern geben Sie 1 ml Moneol je 20 Liter Aquarienwasser.

Kiemenwurm im Rasterelektronen-Mikroskop

Kiemenwurm unter dem Raster-Elektronenmikroskop

Das Mittel aus dem Dosierbecher über die Wasseroberfläche verteilen und dabei mit einem Löffel oder Stab zügig ins Aquariumwasser eingerühren. Bei Hautwürmern, die keine Eier produzieren, sowie bei Bandwürmern und Schuppenwürmern genügt eine einmalige Anwendung. Bei Befall mit Kiemenwürmen 1 ml Moneol je 15 Liter Aquarienwasser dosieren. Bei Kiemenwürmern sind stets zwei Behandlungen im Abstand von etwa 8 Tagen bei Warmwasserfischen bzw. im Abstand von etwa 12 Tagen bei Kaltwasserfischen durchzuführen. Kiemenwürmer produzieren Eier, in denen die Embryonen nicht von pharmazeutischen Wirkstoffen erreichbar sind. Bei der zweiten Behandlung werden auch die zuvor geschlüpften, jungen Würmer sicher erfasst. Arzneimittel nicht überdosierten. Während der Behandlung gut belüften. Biologische Filter können angeschlossen bleiben. Während der Behandlung und für wenige Tage danach UVLampen ausschalten.

Moneol ist für Fische im allgemeinen sehr verträglich. Bei länger andauernder Behandlung können jedoch unter Umständen nützliche Bakterien im Wachstum gefördert werden und eine Trübung des Wassers mit Sauerstoffzehrung verursachen. Dies tritt - wenn überhaupt - erst dann ein, wenn die Fische nach etwa 4-stündiger Therapie bereits geheilt sind. Daher sollte - aus Gründen der Vorsicht - etwa 5 bis 14 Stunden nach Beginn der Behandlung ein Wasserwechsel von mindestens 80% durchgeführt werden. Wichtig: bei Auftreten einer Wassertrübung muss unbedingt eine größere Menge Wasser ausgetauscht werden! Keine Wasseraufbereiter zugeben, die Proteine enthalten! Vorbeugende Behandlung: Mit neuerworbenen Fischen, Wasserpflanzen oder Lebendfutter besteht die Gefahr, dass Krankheitserreger eingeschleppt werden. Generell sollten unbedingt zur Quarantäne vorbeugende Behandlungen mit gleicher Anwendung von Moneol wie im Krankheitsfall durchgeführt werden. Wechselwirkungen mit anderen Mitteln: Bei unklarer Diagnose ist eine kombinierte Anwendung mit dem Präparat Ciliolâ gegen einzellige Parasiten im Süßwasser möglich.

Gegenanzeigen und Nebenwirkungen: Siehe oben; andere nicht bekannt. Arzneilich wirksame Bestandteile: 74,7 mg pro ml wasserlösliches Konjugat von Praziquantel mit Polyethylenglycol.
(Produktdatenblatt von Alpha-Biocare Gmbh)