Allgemeines und Wissenswertes zu Goldfischen
Ein
Aquarium für Goldfische sollte der Endgröße der Fische angepasst sein und
mindestens 100 cm Kantenlänge aufweisen.
Leistungsfähige Innen- oder
Außenfilter mit hoher Leistung vereinfachen die Pflege des Aquariums. Goldfische
besitzen einen starken Stoffwechsel, dementsprechend sollte der Teilwasserwechsel
wöchentlich zu mindestens 1/3 des Beckenvolumens ausfallen.
Auf keinen
Fall dürfen Goldfische in runden Gläsern gehalten werden. Diese Haltungsform
ist in Österreich per Gesetz verboten. Durch die Bewegung des Fisches werden
Wasserschwingungen hervorgerufen, die von der Glaswölbung auf den Fisch
zurückgeworfen werden. Durch seine empfindlichen Seitenlinienorgane empfängt
der Fisch also ständig sein eigenes 'Echo'. Das gibt Dauerstress, und die
Abwehrkräfte des Goldfisches werden geschwächt. Daneben gibt es viele andere
Nachteile, die eine Haltung von Zierfischen in runden Gläsern verbieten,
z.B. die geringe Oberfläche, die den Sauerstoffaustausch verschlechtert
und das geringe Wasservolumen. Daneben besitzt das Goldfischglas einen
ähnlichen Krümmungsradius wie das Fischauge selber, der Fisch kann also
in dem Gefäß nichts erkennen. Haltung von Fischen in kugelförmigen Behältnissen
ist schlichtweg Tierquälerei!
Temperatur, Wasserwerte:
Die benötigte
Wassertemperatur hängt von der Zuchtform der Goldfische ab. Einfache, robuste
Goldfische, Shubunkin und Sarasa fühlen sich bei Zimmertemperatur (18 bis
24 °C) wohl. Im Winter kann es auch kälter sein. Empfindliche Zuchtformen
bevorzugen bis zu 27 °C, was für andere auf Dauer zu warm ist.
Der pH-Wert
sollte im Bereich zwischen 6,9 bis 7,5 liegen. Die Gesamthärte spielt zur
erfolgreichen Haltung keine besondere Rolle, ein Wert zwischen GH 5 bis
GH 20 ° ist empfehlenswert.
Futter:
Goldfische müssen abwechslungsreich
und artgerecht ernährt werden. Sie haben einen langen Darm, nehmen daher
oft, aber geringe Mengen ballaststoffreicher Nahrung auf. Der Schwerpunkt
beim Futter liegt weniger bei Proteinen, sondern mehr und leicht verdaulichen
Kohlenhydraten. Das unterscheidet sie von Warmwasserfischen. Einen Eiweißüberschuss
können sie im Gegensatz zu Warmwasserfischen nicht verwerten, belastet das
Aquariumwasser unnötig und würde die Goldfische verfetten lassen.
Spezielles
Goldfischfutter gibt es von sera, z.B. sera goldy, goldy color oder goldy
royal.
Goldfische machen immer einen hungrigen Eindruck. Man sollte dennoch
maximal drei mal täglich füttern, ein Fastentag pro Woche schadet nicht.
Zurück
zur Übersicht >>