Ciliol:
Medikament für Zierfische gegen Erkrankungen durch
einzellige Parasiten wie Pünktchenkrankheit (Ichthyo)
Ciliol ist eine gebrauchsfertige Lösung zur Bekämpfung von einzelligen Parasiten
von Süßwasserfischen, als Zusatz zum Aquarienwasser. Das Präparat zeichnet sich
durch schnellen therapeutischen Erfolg und besonders gute Verträglichkeit aus. Der
hochaktive Wirkstoff-Komplex ist zum Patent angemeldet.
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Indikationen und Hinweise zur Diagnose:
Generelle Anzeichen für einen Befall mit Parasiten sind Freßunlust und Abmagerung,
verringerte Bewegung, eingeklemmte Flossen, Dunkelfärbung und Scheuern entlang
von Einrichtungsgegenständen des Aquariums.
- Kleine, weiße Pünktchen an den Flossen und der Körperoberfläche der Fische sind
charakteristisch für den Erreger der Weißpünktchen-Krankheit (Ichthyophthirius
multifiliis, kurz auch Ichthyo genannt).
- Weißlich-graue Schleimbeläge deuten auf einen Befall der Fische mit dem
bohnenförmigen Hauttrüber hin (Ichthyobodo oder Costia).
- Eine Reihe anderer Parasiten (z.B. der herzförmige Hauttrüber Chilodonella und
Trichodina) befallen insbesondere geschwächte Fische.
- Weiße, wattenartige Beläge, insbesondere an verletzten Stellen von Fischen oder
an Fischeiern sind typisch für Pilze (Saprolegnia oder Achlya).

Weisspünktchenerkrankung
an einem Black Molly
Sofern möglich, sollte durch eine mikroskopische Untersuchung von Hautabstrichen
die Diagnose gesichert werden.
Die aufgeführten Krankheiten können wie nachfolgend beschrieben therapiert
werden:
Anwendung und Dosierung:
Je 20 Liter Aquarienwasser 1 ml Ciliol zugeben. Das Mittel sollte mit einem Löffel
oder Stab im Aquarienwasser eingerührt und verteilt werden. Zumeist genügt eine
einmalige Anwendung. In hartnäckigen Fällen kann am 3. Tag nach der ersten
Behandlung und falls im seltenen Fall noch erforderlich auch am 5. Tag mit halber
Dosis nachbehandelt werden. Arzneimittel sollten generell nicht überdosiert werden.
Schon stark geschwächte Fische können empfindlicher reagieren. Bereits abgetötete
Ichthyo-Parasiten können noch für etwa 2 Tage als diffuser werdende, weißliche
Flecken erkennbar bleiben.
Für gute Belüftung sorgen. Biologische Filter können angeschlossen bleiben, sollten
jedoch bei starker Schmutzbeladung vor der Behandlung etwas gereinigt werden.
Während der Behandlung müssen UV-Wasserklärer ausgeschaltet sein.
Wichtig:
Falls sich eine Trübung des Wassers durch starke Vermehrung von nützlichen
Bakterien zeigen sollte, ist unbedingt ein großer Wasserwechsel durchzuführen.
Nach abgeschlossener einmaliger Behandlung ist zumeist weder ein
Wasserwechsel noch eine Filterung über Aktivkohle erforderlich. Bei mehrfacher
Anwendung sollte zum Schluß ein mindestens 70%iger Wasserwechsel durchgeführt
werden.
Vorbeugende Behandlung:
Mit neuerworbenen Fischen, Wasserpflanzen oder Lebendfutter besteht die Gefahr,
dass Krankheitserreger eingeschleppt werden. Auch bei geschwächten Fischen oder
in besonderen Streßsituationen können unterschwellig vorhandene Erreger zu
Krankheitsausbrüchen führen. Unbedingt sollten zur Quarantäne generell
prophylaktische Behandlungen mit gleicher Dosierung wie im Krankheitsfall
durchgeführt werden.
Wechselwirkungen mit anderen Mitteln:
Eine kombinierte Anwendung mit dem Präparat Moneol gegen Kiemenwürmer,
Hautwürmer und Bandwürmer ist möglich.
Gegenanzeigen und Nebenwirkungen: Nicht bekannt.
Arzneilich wirksame Bestandteile: Je 100 ml 100 mg 4,4´Bis(dimethylamino)-
triphenylcarbinolbase, Polyethylenglycol
(Produktdatenblatt von Alpha-Biocare
Gmbh)