Die Geschichte der Felidae


Körper eines Miaciden. Nationalmusium für Naturgeschichte, Paris Ursprung der Katze

Die Katze, die wir heute kennen, entwickelte sich im Laufe einer mindestens vierzig Millionen Jahre andauernden Evolution.
Zahlreiche Fossilien belegen einen Rückschluss auf einen Ursprung der wilden Felidae, zu denen auch die heutige Katze gehört.
                                                         Fossiles Skelett eines Miaciden
                                         Nationalmusium für Naturgeschichte, Paris

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Die Abstammung der Felidae

Mit dem Aussterben der Dinosaurier erschienen die ersten Säugetiere. Es handelt sich um Insektenfresser, die den Beginn der Evolution der Fleischfresser und Primaten markieren. Zum Ende des Eozäns erschienen in Eurasien und Amerika einige aus den Miacidae hervorgegangene Vertreter der heutigen Hunde, Wölfe, Waschbären etc. Die direkt von den Miacidae abstammenden Tiere bilden den Ursprung der Viverridae, und noch später, der Felidae und Hyaenidae. Sie sind der wahrscheinlichste Ursprung der Spaltfüßer, den früheren Vorfahren der Katzen.
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Die Göttin Bastet
Der Beginn der Domestizierung

Die Domestizierung der Katze ist bis heute noch nicht genau geklärt. Die traditionelle Version besagt, dass die Katze in Ägypten domestiziert wurde, wo die ersten Hinweise auf 4.500 v. Chr. datiert sind. Die ägyptische Katze stammt demzufolge von einer Unterart der Felis silvestris lybica ab.

Die Katze in der Weltgeschichte

Das Bild, das uns die Katze im Verlaufe der Jahrtausende hinter- lassen hat, erscheint wie ein Wandel zwischen extremen Welten. Von Epoche zu Epoche und von Land zu Land gingen die Meinungen über Katzen auseinan- der; Gottheit und Teufel, Glücks- bringer und Grund allen Übels.

Die Göttin Bastet mit zwei Kätzchen. Museum von Mariémont, Belgien, Sammlung F. Jourdon, Paris


Die Katze zeugt von einem ungewöhnlichen Charakter, in der Antike als Herrscher des Universums, im Mittelalter verabscheut, den Menschen heutzutage jedoch wieder würdevoll und faszinierend zu erscheinen.


Japanische Radierung In der ägyptischen Kultur gab man der Katze einen privilegierten Platz unter den Göttern. Die Ägypter verehrten Bastet, die Katzengöttin mit Frauenkörper und Katzenkopf. Sie war die Göttin der Liebe und Fruchtbarkeit.

In der fernöstlichen Geschichte war die Katze wegen ihrer Eigenschaften als Jägerin ein gern gesehener Zeitgenosse. Vor allem bei Frauen war ihre Gesellschaft auf Grund ihrer Schönheit beliebt.

Auch im römischen Reich wusste man die Besonderheiten der Katze zu schätzen; dies jedoch nicht nur auf Grund ihrer Schönheit, sondern auch wegen ihrem unabhängigen Wesen. Sie verkörperte die Freiheit.


                                     Japanische Radierung, Sammlung Selva, Paris


Mosaik aus Pompeji, Italien. Sammlung G. Dayli Orti, Paris

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