Natürlich wollen wir im Urlaub nicht auf unseren „vierbeinigen“ Freund verzichten. Nachfolgend ein paar Tipps, um Ihrem Hund die Reise so stressfrei wie möglich zu gestalten. Eine Reise ist stets mit vielen Änderungen der täglichen Lebensgewohnheiten verbunden. Damit der Urlaub aber trotz aller Umstellungen auch für den Hund zum Erlebnis und nicht zur Tortur wird, können einige Vorkehrungen getroffen werden.
Wird als Transportmittel das Auto
gewählt, so sollte bedacht werden, dass der Hund den Fahrer, auch bei
plötzlichem Bremsen, nicht behindern darf. Ideal wäre daher die
Beförderung im abgetrennten Hinterraum des Fahrzeuges oder die Verwendung
eines speziellen Sicherheitsgurtes (bei katt´s & co für alle
Rassen erhältlich).
Auf eine längere Autofahrt nimmt man den Hund nur nüchtern mit.
Die letzte Fütterung sollte also mindestens 12 Stunden (bei Welpen
4 Stunden) zurückliegen. Auf diese Weise beugt man dem Auftreten von
Übelkeit und Erbrechen vor, die durch die Bewegungen des Autos aber
auch durch Angst und Nervosität hervorgerufen werden können. Hunde,
die mit dem Auto noch nicht vertraut sind, gewöhnt man zunächst
an das Fahrzeug selbst. Schließlich werden kurze Übungsfahrten
unternommen, die jedesmal länger dauern dürfen. Ein anschließender
Spaziergang ist die beste Belohnung.
Für hartnäckige Fälle von Reisekrankheit erhält man beim Tierarzt auch entsprechende Medikamente. Während ein Nahrungsentzug von 24 Stunden für Hunde kein Problem ist, darf die Wasseraufnahme niemals eingeschränkt werden. Besonders in der warmen Jahreszeit muß der Hund häufig trinken, damit sein Körper nicht überhitzt. Für unterwegs sollte also genügend frisches Wasser mitgenommen werden. Eine erste Fahrpause nach 2 Stunden tut gut: Der Hund darf trinken und kann sich bei einem kleinen Spaziergang an der Leine erleichtern.
Eine größere Belastung als die Autofahrt stellt die Reise in
Flugzeug,
Schiff oder Bahn dar. Die ungewohnte Umgebung ängstigt den
Hund. Außerdem fehlt zumeist die Möglichkeit zur Bewegung und
zum Kot- und Harnabsatz. Vertraute Dinge wie Decke oder Spielzeug können
nun eine große Stütze sein.
Über die genauen Transportbedingungen sollte man sich rechtzeitig bei
den jeweiligen Unternehmen erkundigen. Auf Flugreisen dürfen in der
Regel nur Hunde bis zu 5 kg im Passagierraum mitreisen. Größere
Tiere müssen in speziellen Transportkisten im Laderaum mitgeführt
werden.
Bei Auslandsreisen
informiert man sich am besten mindestens 4 Wochen vor Reiseantritt bei seinem
Tierarzt nach den Einreisebestimmungen des gewählten Urlaubslandes.
So kann die häufig geforderte Schutzimpfung gegen Tollwut gegebenenfalls
noch rechtzeitig ausgeführt werden.
Der Tierarzt stellt auch die entsprechenden offiziellen Gesundheitspapiere
aus und berät über die Zusammenstellung einer kleinen Reiseapotheke.
Nur wenige Länder schreiben umfangreiche Untersuchungen und eine amtstierärztliche
Untersuchung sowie eine Kennzeichnung vor (Großbritannien, Norwegen,
Schweden). Zur Sicherheit sollte der Hund am Halsband einen Anhänger
mit der Urlaubs- sowie der Heimatadresse tragen.
Für den gesamten Urlaub nimmt man am besten einen großen Vorrat
einer hochwertigen Trockennahrung
mit, an die der Hund gewöhnt ist. Psychischer Stress und veränderte
Umgebungstemperaturen vermindern oft den Appetit. Da eine Reise aber nicht
nur mit viel Aufregung, sondern auch mit mehr Bewegung verbunden ist, benötigt
der Hund eine besonders schmackhafte und energiereiche Kost. Auf diese Nahrung
für „aktive Hunde“ wird er bereits zu Hause, 1 bis 2 Wochen
vor Reiseantritt, Schritt für Schritt umgestellt.
Neben einer größeren Energiedichte sollte die Nahrung auch höchste
Verdaulichkeit aufweisen. Schließlich stellen kleine Kotmengen und
minimale Wasserverluste über den Kot gerade auf Reisen für Hund
und Halter eine große Erleichterung dar.
Können die Fütterungszeiten, die der Hund kennt, nicht eingehalten
werden, so macht man ihn möglichst schon vor dem Urlaub mit dem veränderten
Rhythmus vertraut.
Fazit: Mit ein wenig Vorbereitung und Rücksichtnahme auf die Ernährungs- und Bewegungsbedürfnisse des Hundes wird die Reise sicher zu einer großen Freude für den Menschen und seinen Reisebegleiter.
Quelle: Tipps für den Hunde- und Katzenfreund, Royal Canin Kalender
2003
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