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bunteszeug Kurz reingeschneit


Mit dabei seit: 12.07.2006 Beiträge: 6
Neon-Punkte: 15
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Geschrieben: 12.07.2006 - 19:43 Titel: weisser Fleck am Barschkopf - was könnte das sein |
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Hallo in die Runde,
bisher hatte ich keine Probleme mit meinen wenigen Fischen, bis auf 2 Brokatbarben, die sich aufblähten und dann erlöst wurden. In einem 60l Becken hier im Büro befinden sich 3 Barsche, die unten gelb, oben dunkel bis schwarz sind und einen schwarzen Längsstreifen in der Mitte haben. Da ich sämtliche Fische immer geschenkt bekomme, weiß ich nichts genaues über die Art. Der größte von Ihnen hat seit gestern am Kopf, der dunkel bis schwarz ist, einen weißen Fleck, etwa 4-5mm Durchmesser, der sich offenbar vergrößert. Sieht aus wie eine Abschürfung. Der Fisch scheint sich nicht daran zu stören und zeigt auch sonst kein auffälliges Verhalten.
Ein Bild konnte ich leider nicht anhängen. Geht das hier nicht?
Nun die am häufigsten gestellte Frage: Was kann das sein, was kann ich tun?
danke für schnelle Reaktionen.
Gruss Christoph |
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Freya Löwenbändiger


Alter: 23 Tierkreiszeichen:  Mit dabei seit: 13.02.2006 Beiträge: 35
Wohnort: Burgau
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Geschrieben: 13.07.2006 - 07:34 Titel: |
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Hallo,
ich hatte auch mal Barsche im Becken und einer davon hatte auch so einen Fleck auf dem Kopf. Bei mir war das die Lochkrankheit. Hier mal ein Link wo du nachlesen kannst:
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Ich hoffe das hilft dir erstmal, aber du wirst sicher noch andere Antworten bekommen.
Lg
Freya |
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Jürgen Support Team


Mit dabei seit: 31.01.2003 Beiträge: 1256
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Geschrieben: 13.07.2006 - 12:41 Titel: |
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Hallo Christoph,
Das Bild kannst du in der Galerie ablegen (http://www.kattsundco.com/galery). Dafür bitte in der Galerie nochmal registrieren.
Ansonsten warte ich erstmal ab, was es zu sehen gibt :)
Lg
Jürgen |
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bunteszeug Kurz reingeschneit


Mit dabei seit: 12.07.2006 Beiträge: 6
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Geschrieben: 13.07.2006 - 14:00 Titel: Bilder hochladen |
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Hallo Jürgen, kann ich Dir die Bilder direkt schicken, ich komme mit der Galerie nicht klar.
Gruss Christoph |
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bunteszeug Kurz reingeschneit


Mit dabei seit: 12.07.2006 Beiträge: 6
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Geschrieben: 13.07.2006 - 14:03 Titel: Versuch |
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Freya Löwenbändiger


Alter: 23 Tierkreiszeichen:  Mit dabei seit: 13.02.2006 Beiträge: 35
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Geschrieben: 13.07.2006 - 14:22 Titel: |
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Hallo,
also für mich sieht das aus wie die Lochkrankheit! Bin mir aber nicht sicher, vielleicht kann dir Jürgen genaueres sagen.
Ich habe die Krankheit damals mit dem Medikament Hexa Ex gegen Lochkrankeit behandelt.
Grüße |
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Jürgen Support Team


Mit dabei seit: 31.01.2003 Beiträge: 1256
Wohnort: Mittelgebirge
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Geschrieben: 13.07.2006 - 18:12 Titel: |
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Hallo,
Bei der Fischart muss ich leider WO geben - anhand der Bilder ist mir eine Bestimmung nicht möglich, vielleicht ein Vertreter aus der Pelvicachromis-Verwandtschaft. Kannst noch ein Bild machen, wo man den Fisch komplett erkennen kann?
Beim Fotografieren schräg ins Aquarium blitzen, dann stört das Blitzlich auch nicht im Bild
Ich frag mal weiter: der Fisch frisst normal und hat auch festen, dunklen Kot?
Welche Wasserverhältnisse hast du im Aquarium? (Karbonathärte, pH-Wert)
Zeigen die anderen Tiere irgendwelche Schäden an den Flossen, z.B. kleine Risse, bzw. ist das erkrankte Tier von irgendwelchen Auffälligkeiten betroffen?
Wie lange hast du die Dreiergruppe schon in Pflege?
Lg
Jürgen |
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bunteszeug Kurz reingeschneit


Mit dabei seit: 12.07.2006 Beiträge: 6
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Geschrieben: 13.07.2006 - 19:51 Titel: neue Bilder |
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Hier bessere Bilder:
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Der Fisch frisst normal und hat dem Flockenfutter entsprechend festen rötlichen Kot.
Wasserwerte, soeben mit JBL 5-fach Teststreifen gemessen:
GH=10; KH=10;pH=7,5 bis 8.0
Sonst keine weiteren Auffälligkeiten bei den anderen beiden Barschen und bei dem Wels. Der große schwimmt im Becken herum,dominiert die anderen und scheint sich an seiner Blessur nicht zu stören.
Ich habe die vier seit etwa einem Jahr im Becken, wobei der Wels erst vor einem halben Jahr hinzukam. Es waren ursprünglich zwei Welse, aber kürzlich fand ich nur noch das Skelett des einen vor. Ich mache kaum etwas an dem Becken. Vor zwei Tagen habe ich aber gründlich gereinigt, Pflanzen ausgedünnt, Wasser gewechselt etc. Die Fische waren natürlich beeinträchtigt, sicher auch durch den vielen aufgewirbelten Mulm. Der große Barsch sah während dieser Umbauarbeiten etwas blass aus. Vielleicht hatte er zuviel Stress. Einen Tag später trat dann diese weisse Stelle am Kopf auf.
Gruss Christoph |
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Jürgen Support Team


Mit dabei seit: 31.01.2003 Beiträge: 1256
Wohnort: Mittelgebirge
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Geschrieben: 13.07.2006 - 22:34 Titel: |
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Hi,
Also - bei deiner 3-er Gruppe handelt es sich um Melanochromis auratus, den Türkisbuntbarsch. Das besprochene Tier ist ein Weibchen, das die beiden anderen Weibchen dominiert und - in Ermangelung eines noch dominanteren Männchens - 'unverprügelt' eine vom typischen gelben Erscheinungsbild eines Weibchens dunklere Färbung als üblich angenommen hat.
Christoph, du hast in der Krankengeschichte ein wichtiges Detail erwähnt: die umfangreiche Beckenreinigung. Zwei Tage danach hatte er das 'Cut' (bzw. die zwei Wundstellen) am Kopf. Derartiges kommt bei der Lochkrankheit nicht vor - die Löcher entstehen dort entweder infolge eines Spurenelemente und Calcium/Magnesium-Mangels oder in Kombination mit einer Erkrankung durch Flagellaten, dann als Folge des Mineralstoffmangelentzuges durch die Darmflagellaten. Beides ist bei afrikanischen 'Sensibelchens', z.B. Vertretern der Gattung Tropheus sp., durchaus beobachtbar, aber mit erheblichen Verhaltensänderungen und Änderungen der Kotkonsistenz verbunden. Lochkrankheit selber bei Mbunas mit Öffnungen vergleichbar bei südamerikanischen Weichwasserfischen ist mir bisher in der Praxis noch nicht untergekommen; bei deinen Wasserwerten und der vorhandenen Härte ist das wohl auch auszuschliessen, die Wunde sieht auch nicht nach Lochkrankheit aus.
Bleibt tatsächlich noch die Möglichkeit, dass sich der Fisch eine Verletzung zugezogen hat und sich diese durch ein Bakterium sekundär infiziert hat. Möglich wären z.B. Columnaris-Bakterien. Es ist jedenfalls wahrscheinlicher, als die Lochkrankheit. Andererseits ist das Wundheilungsvermögen gerade bei Cichliden erstaunlich hoch...
Tatsächlich vermute ich aber, dass der Krater durch eine weitaus tückischere Krankheit verursacht wurde: die Fischtuberkulose.
Dafür spricht, dass der Aufbruch so rasch erfolgt ist und das Verhalten, also die Hierachie in der Gruppe erhalten und das Fressverhalten, dasselbe geblieben ist. Es ist eine Folge von Stress, gleich welcher Form, und: es kann, wenn der Fisch diese Eingriffe ins Aquarium bisher immer gut vertragen hat, eine Alterserscheinung sein. Das Immunsystem wird schwächer, die Fischtuberkulose hat - im ständigen Kampf mit dem Immunsystem des Fisches - den Kampf gewonnen.
Ich würde jetzt folgendes vorschlagen: gib dem Aquarium jodfreies Kochsalz zu, um die Keimzahl im freien Wasser zu reduzieren und die Wundheilung generell zu fördern. Die Dosierung würde ich vorerst mit 0,5 g/l ansetzen. Das schadet auch den anderen Fischen nicht und auch die Vallisnerien kommen damit zurecht. Dann würde ich beim Tierarzt anrufen und nachfragen, ob er dir eine gut haftende antibakterielle Salbe verschreiben kann. Diese trägst du zweimal täglich auf die betroffenen Stellen auf, indem du den Fisch aus dem Aquarium fängst, auf ein nasses Handtuch legst, das Fischnetz innen mit einem Stück nasser Küchenrolle auskleidest und so den Fischkörper mit der Kombi Fischnetz/Küchenpapier festhaltend die Salbe dünn mit einem Wattestäbchen aufträgst. Die Prozedur dauert keine Minute, dieser kurze Zeitraum an der Luft schadet dem Fisch auch nicht. Wenn du Einweghandschuhe zur Verfügung hast - verwendes sie, Fischtuberkulose kann oberflächlich beim Menschen zu Schwimmbadgranulomen führen. Jedenfalls danach gründlich mit Seife die Hände reinigen.
Die Salbe kann Kanamycin (Sulfat), Oxytetracyclinhydrochlorid (Chlortetracyclin) oder Doxycyclin (Monohydrat; z.B. Doxycyclin AL 200) enthalten. Sie muss jedenfalls gegen grampositive und -negative Kokken und Bakterien wirksam sein. Befrage deinen Tierarzt nach der besten Möglichkeit und der Situation, wie sie sich darstellt. Eine Behandlung im Quarantänebecken wäre empfehlenswert, das wird aber - schätze ich - nicht zur Verfügung stehen.
Prinzipiell gilt die Erkrankung beim derzeitigen Stand als unheilbar, man kann versuchen, die Selbstheilungskräfte des Fisches über eine Optimierung der Lebensbedingungen zu stimulieren. Es ist - wenn denn die vorsichtige Diagnose zutrifft - anzunehmen, dass alle Fische im derzeitigen Aquarium infiziert sind. Von der Aufnahme weiterer Neuzugänge ist vorerst abzuraten.
Das tückische an der Erkrankung der Fischtuberkulose ist, dass sie ewig lange symptomlos verläuft und dann plötzlich - stressbedingt - ausbrechen kann. Genausoschnell können diese Krater aber auch wieder verschwinden. Gerade afrikanische Cichliden bringt stressbedingt kaum etwas aus der Fassung, und entsprechend selten hat man auch mit Problemen dieser Art zu kämpfen. Die Aussichten sind also gut, dass der Fisch sich noch einmal erholt, wenn er nicht prinzipiell schon 'zu alt' ist, um mit der Krankheit zu leben. Sie bricht bei 'Schwächezuständen des Fischorganismus, schlechten Lebensbedingungen und Vitaminmangel' (Untergasser, 2006) aus
Einen besseren Rat kann ich dir leider nicht geben. Eine Untersuchung von Gewebeteilchen der Wundränder mit dem Mikroskop bringt vermutlich nichts; selbst mit meinem recht brauchbaren Mikroskop stehe ich bei 1000-+ facher Vergrößerung hinsichtlich Bakterien meistens vor einem Rätsel. Tuberkel an den inneren Organen könnte man leicht nachweisen, aber erst am toten Fisch.
Bei deinem Aquarium gibts wohl hinsichtlich der Wasserwerte kaum etwas zu optimieren, hinsichtlich der Beckengröße sei der Hinweis erlaubt, dass die Beckenlänge durchaus das Doppelte betragen dürfte. Andererseits hat sich die Gruppe bei dir wohl gut zusammengerauft und darf 'zufriedener' sein als in manch anderem Aquarium. Versuche nächstens, die Reinigungsintervalle zu verkürzen und nicht alles auf einmal durchzuführen, derartige Putzoffensiven bringen nicht nur die Lebewelt im Aquarium durcheinander, sondern können auch zu Blaualgen oder Schwebealgen/Infusorien-Blüten führen.
Lg
Jürgen |
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bunteszeug Kurz reingeschneit


Mit dabei seit: 12.07.2006 Beiträge: 6
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Geschrieben: 14.07.2006 - 20:12 Titel: da waren es nur noch zwei |
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Hallo Jürgen,
danke für Deine Ausführungen. Der kleinste der drei Barsche hat sich heute nacht vom Acker gemacht. Nun sind noch zwei übrig.
Ich habe heute die Aufsalzung vorgenommen, gepaart mit einem Teilwasserwechsel - etwa die Hälfte.
Daraufhin wurde der Große - mit der Delle am Kopf - etwas blass, hat sich aber unterdessen wieder erholt. Ich habe den Eindruck, die "Wunde" befindet sich im Abheilen, jedenfalls sieht es von den Rändern her so aus und auch das Zentrum ist nicht mehr so rosig.
Mal sehen, wie das am Montag aussieht.
Bis dahin - Gruss Christoph |
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