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(Korallen-/Sun)Platy krank? Weißes Maul und sowas!!HILFE!



 

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Anne
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BeitragGeschrieben: 05.12.2004 - 11:58    Titel: Wichtig (Korallen-/Sun)Platy krank? Weißes Maul und sowas!!HILFE!

Hallöchen ihr Lieben und immer Ratwissenden!

Ich habe ja mein Herz an die kleinen Platys verloren und mußte nun mit erschrecken feststellen, das meine Korallenplatys, die ja von Natur aus so rot-orange sind am Maul, runter am Bauch und an der Seite anfangen etwas auszubleichen. Frage

Nun stelle ich mir die Frage, ob das normal ist. Ich hatte noch nie Korallenplatys und ich weiß nun nicht, ob das ein Zeichen für eine Krankheit ist und wenn ja für was für eine oder ob die kleinen Fische im Alter so aussehen (wobei ich das eher nicht glaube).
Glupsch Die Platys - nicht alle sehen so aus, die jüngeren und kleineren sehen noch "normal" rot-orange aus. Sie fressen und bewegen sich normal..... Fisch
Meine 2 Paty Sun sind auch fit und schwimmen was das Zeug hält, doch der größere von beiden, ein Weibchen, welches vor einigen Tagen Babys bekommen hat, hat 2 weiße Pünktchen an der Schwanzflosse und einen kleinen Punkt auf dem Rücken....ist da schon Alarm angesagt?

Ich habe kein Q-Becken, hoffe aber auch ich brauche auch keines.... Weiß denn einer von Euch rat?

Lieben Gruß und vielen Dank schon einmal Eure Anne
Jürgen
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BeitragGeschrieben: 05.12.2004 - 18:51    Titel:  

Hallo Anne,

Durch genaue Beobachtung der Verhaltensweisen von Fischen kann man viele Rückschlüsse ziehen. Eine Krankheit äussert sich nicht nur in einem veränderten äusseren Erscheinungsbild, sondern auch im Verhalten der Fische - sie werden träger, stellen sich in eine Ecke des Aquariums, gehen schlechter ans Futter, klemmen die Schwanzflosse oder beginnen 'schaukelnd' zu schwimmen. Die Farbveränderung bei den jungen Platys könnten ein Hinweis auf eine beginnende Krankheit sein, genausogut kann es aber auch ein Hinweis auf einen Wachstumsschub sein - die Pigmentierung wird sich später dann wieder verstärken. Oder es handelt sich einfach nicht um erbfeste Züchtungen, d.h. dass Merkmale früherer 'Vorfahren' wieder durchschlagen, andere Farben zeigen sich mit dem Alter, die nicht unbedingt mit denen der Elterntiere konform sein müssen.

Wenn du auf Nummer sicher gehen möchtest, führst du mal einen Teilwasserwechsel von 1/3 des Beckenvolumens durch und misst die wichtigsten Wasserwerte, v.a. Nitrit-Gehalt (und pH-Wert abhängig Ammoniak), Karbonathärte und pH-Wert sind relevante Faktoren, die beim Fisch Stress verursachen und Krankheiten verursachen können.

Was die weissen Pünktchen bei dem Weibchen betrifft, so haben wir hier ein klassisches Symptom für Ichthyophthirius, die Weisspunktkrankheit. Ursache könnte durchaus der Gebärstress des Weibchens gewesen sein. Behandelt wird die Weisspünktchenkrankheit durch Zugabe eines malachitgrünhältigen Medikamentes, z.B. sera costapur, esha exit oder Tetra contraIck. Unterstützen kann man die Behandlung, indem die Temperatur auf 28 °C erhöht wird und dem Wasser (wenn möglich jodfreies) Kochsalz zugesetzt wird, und zwar in der Dosierung von 0,3 % als allgemeinem Aquarienzusatz: für Lebendgebärende oder als zusätzliche Behandlung für Fische, die Anzeichen von Verletzungen zeigen; Einsatz als Dauerbad über 7 Tage, bis die Pünktchen verschwunden sind. In dieser Zeit nicht über Aktivkohle filtern und bei dem Teilwasserwechsel davor KEIN Wasseraufbereitungsmittel verwenden. Den Fischen,nützlichen Bakterien und den Pflanzen schadet weder das Medikament noch die recht geringe Salzzugabe.

Solltest du kein Medikament zuhause haben, kannst du heute schon mit der Temperaturerhöhung und der Salzzugabe beginnen - im Notfall tuts auch normales jodiertes Speisesalz, am Montag musst du dir allerdings das entsprechende Präparat besorgen.

Die Krankheit muss behandelt werden, sie kann sonst zu grossen Ausfällen unter deinen Fischen führen. Nicht alle Fische müssen daran erkranken. Fische, die einmal die Weisspünktchenkrankheit durchgemacht haben, sind einige Zeit gegen einen Wiederbefall immun, tragen den Erreger jedoch mit sich und können Neuzugänge damit infizieren (genauso wie das umgekehrt auch möglich sein kann).

Lg
Jürgen
Anne
Löwenbändiger
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BeitragGeschrieben: 05.12.2004 - 20:00    Titel:  

Also soweit so gut... ich hab das ja soweit verstanden und ich habe natürlich (wie das so ist) kein Medikament zu haus. Wie meinst Du das mit 0,3% Salz? Ich meine von was? Ich habe ein 240 Becken.... Davon oder wovon?

Vielen Dank lieber Jürgen für deine Antwort. Wie kann ich denn den Gebärstress vermeiden?

Gruß Anne Zunge zeigen!
Jürgen
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BeitragGeschrieben: 06.12.2004 - 11:03    Titel:  

Hallo,

0,3 % entspricht einer Dosierung von 3 g/Liter
mehr zum Gebrauch von Salz:*Einloggen, um Links zu sehen

Vermeiden kann man den Gebärstress nicht, man kann aber die allgemeinen Stressfaktoren vermindern, also: die Weibchenzahl erhöhen, damit die Männchen sich nicht auf die grösste und dickste fixieren und ihr ständig nachstellen, gute Versteckmöglichkeiten in Form von dicht bepflanzten Ecken und Bereichen schaffen.
Kurz vor der Geburt hat es sich bewährt, einen Teilwasserwechsel von 25 % einzulegen und dem Wasser (so das nicht bereits gemacht wird) ein wenig Salz zuzugeben (1 g/L) - man erleichtert den Weibchen damit die Geburt selber.

Lg
Jürgen
Anne
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BeitragGeschrieben: 06.12.2004 - 19:01    Titel: Frage 

Hallo noch einmal lieber Jürgen,

also bei 3g/L hieße das ja, das ich bei einem 240 L Aquarium 600 g Salz rein füllen müßte???? Hört sich etwas unvorstellbar und nicht besonders gesund an....

Könnte ich den erkrankten Fisch nicht für einige Minuten in ein kleines Bad setzten und ihn seperat behandeln?

Hmm...also vielleicht bin ich etwas schwer von Begriff, aber es hört sich doch komisch an.... und wenn ich nun das Salz einfülle, tue ich dies auf einmal oder schubweise? und wenn ja in was für welchen?

Lieben Gruß von Anne
Jürgen
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BeitragGeschrieben: 06.12.2004 - 23:30    Titel:  

Hallo Anne,

>> Könnte ich den erkrankten Fisch nicht für einige Minuten in ein kleines Bad setzten und ihn seperat behandeln?

Doch, das wäre die vernünftigste Lösung: einen erkrankten Fisch im Quarantäne-Aquarium behandeln. Die Salzzugabe in Kombination mit einer Temperaturerhöhung alleine kann schon ausreichend sein, um Ichthyo erfolgreich zu therapieren; dauert zwar etwas länger, aber wenn der Befall nicht akut ist könnte man diesen Weg wählen.
Deine Rechnung stimmt: ein 240 Liter Aquarium weist etwa 200 Liter netto Volumen auf. Ich gehe mal davon aus, dass du am So abend kein Medikament zuhause hattest, also wäre diese Therapie ohne Schaden für die anderen Fische durchaus möglich gewesen.
Nun, einen Tag später, gibts also keine weiteren erkrankten Fische, ansonsten hättest du davon berichtet. Nimm also die 0,1 %-ige Salzzugabe und das Medikament deiner Wahl oder meiner Empfehlung und sieh zu, dass du die Parasiten erfolgreich bekämpfst.
Das Salz löst du vorher in 2 l Wasser auf und gibst es in einem Zeitraum von 2 Stunden in vier Portionen ins Becken.

Lg
Jürgen
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