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Rezept zur Herstellung von "Algensteinen"



 

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Jürgen
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Mit dabei seit: 31.01.2003
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BeitragGeschrieben: 13.04.2003 - 04:05    Titel:  Rezept zur Herstellung von "Algensteinen"

Hallo! Respekt

Immer wieder scheitert die Nachzucht von algen- oder aufwuchsfressenden Saugwelsen, z.B. Sturisoma aureum, Farlowella acus oder Welse aus der Gattung Hypancistrus, am fehlenden oder falschen "Erstfutter" für die Jungfische oder Alttiere.

Erfahrene Welszüchter halten deshalb stark beleuchtete Aquarien, die sie veralgen lassen, für Nachzuchten bereit. Auch das Sammeln von veralgten Steinen aus sauberen Gewässern kann eine gute Lösung sein, den jungen Welsen das wichtige Algenfutter zur Verfügung zu stellen. An diesen Steinen haften neben Grün- und Kieselalgen auch noch jede Menge tierischer Einzeller, die dann von den Jungwelsen mit "abgeweidet" werden können. Wer sich diese mühsame Arbeit des Steinesammelns ersparen möchte und gleichzeitig sicher gehen will, dass man sich keine Fischparasiten einschleppt, der soll einmal das von mir früher selber
verwendete

Rezept zur Herstellung von "Algensteinen"

ausprobieren.

Eine Möglichkeit, Algenkost herzustellen, die für die Ernährung von
algenfressenden Harnischwelsen und für die Jungfisch-Aufzucht vieler
Arten von Saugwelsen überhaupt erst möglich machen. Sie benötigen
dazu 1 altes Aquarium ca. 60 Liter oder einen alten Bottich (möglichst
nicht schwarz), 15 kg weisse, möglichst flache Steine,
Grünpflanzendünger, Wasserpflanzendünger.

Stapeln Sie die Steine so ins Aquarium, dass möglichst viel Oberfläche
direkt vom Sonnenlicht beschienen werden kann. Sie können auch alte
Speiseteller oder Altglasscheiben nehmen. Stellen Sie das Aquarium im
Freien auf der Terrasse oder Balkon so auf, dass es vormittags und
nachmittags direktes Sonnenlicht erhält und vermeiden Sie eine direkte
Sonnenbestrahlung um Mittag, um das Wasser nicht zu sehr zu
erwärmen. Das Aquarium zu 1/3 mit Wasser aus einem (wenn möglich)
fischlosen Tümpel füllen und mit Leitungswasser auffüllen. Substral
oder ähnlichen stickstoffreichen Flüssigdünger in der Empfehlung für
Blumentopf-Giesswasser zugeben, Flüssigdünger für Aquarienpflanzen in
der doppelten empfohlenen Dosierung zugeben. Fertig!
Nach spätestens einer Woche haben Sie wunderschön veralgte Steine
oder Teller, die Sie zum Abraspeln ins Welsbecken geben können.

Fadenalgen, die Ihr Algenbecken zuwuchern können, muss man
regelmässig entfernen. Holen Sie sich nicht den Teufel ins Haus, indem
Sie eine Veralgung Ihres Pflanzenaquariums riskieren - also die Steine
lieber nicht ins Gesellschaftsaquarium geben!
Auch Labeotropheus oder andere aufwuchsfressende Cichliden werden
sich mit einem wahren Heisshunger über den Leckerbissen hermachen.
Den abgeweideten Stein oder Teller einfach wieder ins Algenzucht-
aquarium geben. Sie können als "Algentellerhalter" im
Algenzuchtaquarium auch diese praktischen Abtropftassen
nehmen, in die man nach dem Abwasch die gespülten Teller steckt.
Vergessen Sie nicht, auch im Algenaquarium den regelmässigen
Wasserwechsel und die Nachdüngung, und achten Sie darauf, dass
der pH-Wert durch biogene Entkalkung (= Alkalisierung) nicht über pH 8,5 ansteigt.

Viel Erfolg beim Algenzüchten,

meint Vor Freude im Kreis drehn
Lg
Jürgen
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