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Zweites totes KaFi Weibchen und drittes Infiziert...



 

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Bostongreenmetallic
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BeitragGeschrieben: 15.06.2004 - 14:15    Titel:  Zweites totes KaFi Weibchen und drittes Infiziert...

Hi!

Habe heute mein zweites KaFi weibchen tot aus dem Becken holen müssen. Fünf min vorher hat es noch gelebt.

Aber ist auch einiges vorhergegangen.
Also das erste KaFi weibchen hab ich erlösen müssen, da sie nur noch seitlich schwamm und ihr ganzer Körper leicht aufgedunsen war und sie die Schuppen abspreizte. Habe in einem anderen Forum gelesen Salz in das Wasser geben. hab ich gemacht. 1 Teelöffel auf 10 l Wasser, eher etwas weniger.

Keinerlei Besserung, also noch esha 2000 dazu und die Temperatur erhöht. Keinerlei wirkung. Meine Mädels sind doch noch gar nicht so alt verdammt, ich hab sie doch erst seit Februar und dem Männchen geht es augenscheinlich wahnsinnig gut!

Na ja weiter im Text.
Die Flossen sehen ziemlich mitgenommen aus, wie abgegammelt und der Bauch ist relativ dick und an einer Stelle sieht er so weiss- rot aus.

Habe Fotos gemacht und stelle die gleich noch in die Galerie rein.

Bitte helft mir das dritte Mädel zu retten, alle anderen Fische sind gesund, nur die Kafis machen mir sorgen!

PS: Wasserwerte sind vollkommen in Ordnung mittels Tröpfchentest

No2 <0.3 mg/l Sera Tröpfchentest
No3 12,5
Kh 2° d
gH 7° d
pH 7

Greetzas,Sanna
Jürgen
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BeitragGeschrieben: 15.06.2004 - 15:24    Titel:  

Hallo Sanna,

hmm... klingt nach Bauchwassersucht. Ich wart mal auf die Bilder...

>> 1 Teelöffel auf 10 l Wasser
Naja, wozu das denn? Das sind gerade mal 5 g/10 Liter, der therapeutische Effekt ist da fast Null.

Das Esha 2000 - auch so ein Fall, im Kombi-Einsatz bei Mischinfektionen sehr gut, bei schweren bakteriellen Fällen zu harmlos. Würde da lieber zu sera baktopur (Gesellschaftsbecken) oder baktopur direkt (Qu-Becken) greifen.

>> PS: Wasserwerte sind vollkommen in Ordnung mittels Tröpfchentest
Andere Ursachen: z.B. Rote Mückenlarven, Tubifex, Krill

Lg
Jürgen
Bostongreenmetallic
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BeitragGeschrieben: 15.06.2004 - 17:31    Titel:  

Hi Jürgen!

Na klasse... Habe in letzter Zeit lebende rote Mülas und auch mal gefrorene rote Mülas verfüttert!

Und gut, ich werde das Mädel isolieren in ein Minibecken.

Bild lade ich hoch.

Greetzas,Sanna
Jürgen
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BeitragGeschrieben: 16.06.2004 - 12:09    Titel:  

Hi Sanna,

eine klassische Bauchwassersucht (Ascites).
Zitat:
Volkstümlich bezeichnet als Wassersucht: Flüssigkeitsansammlung in der freien Bauchhöhle. Tritt auf als Folge verschiedener Primärerkrankungen wie z. B. Pfortaderhochdruck, Herzinsuffizienz, Rupturen von Lymphgefäßen im Bauchraum, Hyperproteinämie.

Quelle: Wörterbuch der Medizin, Verlag Volk und Gesundheit, Berlin 1984

Zu Hyperproteinämie (Waldmann-Krankheit) habe ich gefunden:

Zitat:
All diese Fakten einer verhängnisvollen Eiweißüberfütterung werden ergänzt und bestätigt durch die Forschungsergebnisse von Professor Wendt, Frankfurt, veröffentlicht in dessen Buch "Krankheiten verminderter Kapillarpermeabilität". Die bisher von der Physiologie vertretene Meinung, Eiweiß könne vom Organismus nicht gespeichert werden, sondern müsse ihn bei überschießender Zufuhr stets über den Darm verlassen, wurde durch Wendt widerlegt. Er wies nach, daß sich in diesem Fall eine Eiweiß-Stärkeverbindung, das schon früher bekannte Amyloid, als Depot in der Basalmembran der Kapillarwandung einlagert. Dadurch wird zunächst die Durchlässigkeit der Endstrombahn gegen die Körperzellen beeinträchtigt und schließlich völlig blockiert, was zum allmählichen Erliegen der Zufuhr lebenswichtiger Nährstoffe einschließlich Sauerstoff und des Abtransportes toxischer Stoffwechselprodukte führt. Wendt nennt diesen Zustand die "Porenverlustkrankheit", Hypoporäpathie. Des weiteren kommt es dann durch die Anhäufung der Stoffwechselprodukte und die anhaltende Eiweißüberfütterung zu einer gewissen Bluteindickung, zur Hyperproteinämie, wie es Wendt bezeichnet. Die von der Hypoporopathie und Hyperproteinämie am stärksten und folgenschwersten betroffenen Organe sind fataler Weise gleichzeitig die für die Lebenserhaltung wichtigsten: Herz, Leber, Nieren und Gehirn.
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Auch wenns hier um Erkrankungen beim Menschen geht: die Abläufe im Stoffwechsel funktionieren ähnlich.
Meine Vermutung: entweder waren die Mückenlarven 'schlecht', d.h. übermässig mit Schwermetallen belastet oder mit Keimen versetzt oder überhaupt verdorben (mal aufgetaut und wieder eingefroren), oder die Fische wurden zu schnell auf das eiweissreiche Futter umgestellt. Ein fataler Fehler, der vermutlich mehr Fischen das Leben kostet als z.B. der Ichthyo-Erreger, weil der unmittelbare Zusammenhang nie richtig erkannt wird. Man füttert eine, weils so günstig ist, 1000 ml Dose monatelang bis zum (bitteren) Ende fertig, bis die Fische im Prinzip nur noch wertlosen *Müll* zu fressen bekommen. Dann gibts endlich frisches Flockenfutter, und weil man sparsam ist, kauft man halt die nächste 1000-er Dose von einem anderen Hersteller. Wen wunderts, dass die Verdauung der Fische verrückt spielt? Die Folgeerkrankungen, die erst Wochen später und Einzelfische betreffend auftreten können, werden nie mit dem Futterwechsel in Verbindung gebracht.
Leider ist diese Problematik viel zu wenig bekannt. In anderen Bereichen der Heimtierhaltung ist man da schon weiter. Ein erfahrener Hundehalter würde nie auf die Idee kommen, einen Futterwechsel von einem Tag auf den anderen durchzuführen: kein Wunder, wenn der Hund mit Durchfall reagiert. Aber in der Aquaristik? Da kauft man halt was grad greifbar ist, und - Fehler! - was am günstigsten ist.
Ich rate jedem, sich für 2-3 Markenprodukte bei Flockenfutter- oder anderen Instant-Formen in Kleingebinden, zu entscheiden und diese im Wechsel zu verabreichen. Damit erhalten die Fische alles was sie benötigen. Frostfutter und Lebendfutter detto: Fütterung ok (mal von gewissen Todsünden abgesehen, z.B. Mückenlarven für Discus oder Zwergbuntbarsche). ABER: niemals, und zwar ausdrücklich NIE die Ernährung der Fische von einem Tag auf den anderen auf Lebendfutter oder Frostfutter umstellen. Mal davon ausgehend, dass der überwiegende Teil der Zoo-Nachzuchten an Zierfischen (aus Kostengründen) auch nur je eine Mückenlarve gesehen oder gefressen hat kann diese radikale Umstellung massive Probleme in der Verdauung und im Stoffwechsel verursachen. Die Gewöhnung muss in jedem Fall langsamst erfolgen, und zwar über einen Zeitraum von mindestens einer Woche in der Form, als Mückenlarvenstücke erst mit dem Flockenfutter der Wahl zugefüttert werden. Mehr als 1/2 bis 1 Mückenlarve pro Fisch dar da nicht drin sein.

Ich fürchte, deine Kampffische werden nicht mehr zu retten sein. Die Flüssigkeitsansammlung im Bauchraum kann man nicht entfernen, wie das beim Menschen durch Legen einer Kanüle möglich ist. Also könnte man eigentlich nur versuchen, die Entzündung mit einem Antibiotika zu stoppen. Infrage kommen da an h.ü. Produkten Nifurpiriole, z.B. AquaFuran oder sera bactopur forte. Dann kann man eigentlich nur noch beiläufig versuchen über die Optimierung der Wasserwerte und Verabreichung von Vitaminen über das Wasser die Selbstheilungskräfte des Fisches zu mobilisieren bzw. zu unterstützen. Eine Temperaturerhöhung auf 30 °C scheint mir auch empfehlenswert. Die Salzzugabe verhindert eigentlich nur, dass sekundär Hauttrüber dazukommen. Ich würde das überhaupt weglassen, da es das osmotische System des Fisches belastet und die Niere so noch stärker beansprucht wird. Eher scheint mir Weichwasser in der Therapie sinnvoller zu sein.

Lg
Jürgen
Bostongreenmetallic
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BeitragGeschrieben: 16.06.2004 - 20:20    Titel:  

Hallo Jürgen...

Ganz traurig sein Ganz traurig sein Ganz traurig sein

Mein Mädel hat es nicht geschafft.
Ich hab mir alle anderen Fische im AQ genau angesehn.
Ihnen geht es spitze. Ich hab wohl wirklich zu schnell zugefüttert mit roten Mülas......

Nu hab ich noch den Betta Mann und zwei Jungtiere wobei eines von denen ein Betta splendens plakat zu sein scheint.

Danke aber trotzdem Jürgen.

Greetzas,Sanna
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