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Jemen-Chamäleon


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Yvonne
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Alter: 26
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BeitragGeschrieben: 06.01.2004 - 19:37    Titel:  

Hallo Gitti!
Werde mir das Buch besorgen. Ich habe sowas in der Art wie ein "Thermometer" das auch die Luftfeuchtigkeit misst. Verwende es auch bei den Leguanen (natürlich andere Werte).

Er hat mittlerweile überhaupt keine Scheu mehr. Hat er am Anfang nur gefressen wenn ich weg war - so stürtzt er jetzt schon ich Richtung Futterecke wenn ich nur die Pinzette in die Hand nehme.
Wieviel soll er eigentlich trinken? Und kann er wirklich soviel essen wie er will?

Lg Yvonne
Gitti
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BeitragGeschrieben: 07.01.2004 - 02:16    Titel:  Jemenchamäleon

Hi Yvonne

Zitat:
Ich habe sowas in der Art wie ein "Thermometer" das auch die Luftfeuchtigkeit misst.


Du meinst wahrscheinlich ein Hygrometer Zwinker. Das ist gut.



Flüssigkeitsaufnahme bei Chamäleons:

- durch das Auflecken der Wassertropfen von Blättern und Ästen nach dem Sprühen (achte dabei aber darauf das Du ihn nicht direkt ansprühst)

- beim Fressen
durch Futtertiere, Pflanzenteile oder Obst/ Gemüse

- und von einer Wasserquelle
Tropftränke, Zimmerbrunnen oder Wasserfall, Pipette

Die meisten Chamäleons erkennen und trinken nur bewegtes Wasser. Zusätzlich zum Sprühen (morgens und abends), tränke ich meine Tiere 1x wöchentlich (wenns ein heißer Sommer ist- öfter) mit der Pipette.
Das hat den Vorteil, daß man genau sieht wieviel das Chamäleon trinkt.
Ausserdem kann man so recht einfach, wenn einmal nötig, Medikamente verabreichen.
Ich gebe in das Trinkwasser zusätzlich einige (vorsichtig dosierte) Tropfen flüssiges Multivitaminpräparat (z.B. von Sera).
Wenn Reptilien die Futtertiere nicht gleich fressen, streifen die Insekten die Vitamin und Mineralstoffe ab.
Bei der Wassergabe mit der Pipette kontrolliere ich die Aufnahme.

Eine genaue Angabe der Wassermenge kann ich Dir nicht geben.
Jedes Chamäleon hat seine eigenes Trinkverhalten und eigene Trinkbedürfnisse. Die Größe des Chamäleons spielt natürlich auch eine Rolle. Dein kleines Chamäleon wird vermutlich ca. 1- 3 Tropfen aufnehmen, manchmal vielleicht gar nichts.
Lass ihm Zeit zum Schlucken.
Beim Trinken nehmen Chamäleons die Tropfen mit dem Maul oder der Zunge auf und "strecken" dann beim Schlucken, den Kopf senkrecht nach oben (teilweise mit leicht geöffnetem Maul).

Ein übermäßiges Trinkverhalten kann aber auf Krankheiten hinweisen (z.B. Nierenschäden).


Ernährung


Bei der Aufzucht meiner Babys füttere ich die ersten 2- 3 Monate täglich. Ich schütte ungezählt einige (bestäubte) Fruchtfliegen (Drosophila), und gezählte (bestäubte) MiniHeimchen oder MiniHeuschrecken (4- 6) in die Faunaboxen.
Die Menge der Futterinsekten ist deshalb etwas erhöht, weil so kleine (freilaufende) Futtertiere von den Chamäleons erst gefunden und gefangen werden müssen.
Um zu vermeiden, das nichtgefressene Insekten über Nacht das Chamäleon "anknabbern", gebe ich einige Futterflocken (z. B. Haferflocken) und ein Salatblatt oder ein Stück Karotte in die Faunabox.
Wenn das Chamäleon gestresst auf zu viele Futtertiere reagiert, müssen halt einige wieder entfernt werden.
Da ist Beobachtung gefragt.
Sind am nächsten Tag noch einige Futtertiere in der Box, gebe ich keine Neuen dazu.

Nach dieser Phase lege ich 1x die Woche einen "Fastentag" ein... Glupsch also für die Chamäleons.. nicht für mich Vor Freude im Kreis drehn
Blätter (Salat), Kräuter, Blüten (Klee, Gänseblümchen etc.) Obst kannst Du aber (immer) anbieten.

Je nach Wachstum des Chamäleons, fange ich dann an die Futtermenge zu regulieren und nur mehr alle 2 Tage zu füttern.

Nur zur Einschätzung:
Ein Jemenchamäleon ist nach der Geburt ca. 5- 7 cm groß, nach 2.5 Monaten etwa 10 cm, und kann im
Laufe 1 Jahres auf ca. 35 cm heranwachsen.


LG

Gitti Blume



Ch. calyptratus Männchen (ca. 5 J)


Zuletzt bearbeitet von Gitti am 08.01.2004 - 03:09, insgesamt 1-mal bearbeitet
Yvonne
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Alter: 26
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BeitragGeschrieben: 07.01.2004 - 19:13    Titel:  

Hallo Gitti!
Erstmal: Danke das Du mir immer so schnell antwortest.
Ich habe meinen Kleinen bis jetzt immer besprüht. Warum soll ich Ihn nicht besprühen? Mir ist schon aufgefallen das er dass nicht mag.

Ich hab gehört das es schon schlecht ist wenn er andere Reptilien sieht, aber wie ist es mit Hunden? Würde Ihn das auch stressen?

Lg Yvonne
Gitti
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BeitragGeschrieben: 07.01.2004 - 21:20    Titel:  Jemenchamäleon

Hi Yvonne Hallo

Zitat:
Ich habe meinen Kleinen bis jetzt immer besprüht. Warum soll ich Ihn nicht besprühen? Mir ist schon aufgefallen das er dass nicht mag.


Es gibt einige nachvollziehbare Gründe warum Chamäleon (- Babys) nicht besprüht werden sollten.
Ich habe in einem Artikel diese schon einmal beschrieben und kopiere sie Dir hierher :

Warum das für Chamäleon gefährlich sein könnte:

* weil es die Chamäleons stresst nass zu werden

* weil durch die ständige Nässe die Chamäleons anfälliger auf Infektionskrankheiten werden

* weil sich (von der Mutter- Wildfang) möglicherweise vererbte Parasiten (z. B. Samonellen) durch ein geschwächtes Imunsystem und Stress schneller ausbreiten und lebensbedrohend werden können

* weil schon ein kleiner Wassertropfen reicht, dass ein kleines Chamäleonbaby ertrinken kann

Auf den Winzlingen sammelt sich das Sprühwasser. Um es abzuschütteln, hängen sich die Chamäleons mit dem Kopf nach unten an einen Ast, und machen ruckartige Bewegungen.
Das Wasser am Körper läuft vor zu ihrer Schnauzenspitze und sammelt sich dort zu einem grösseren Tropfen.
Wegen der Oberflächenspannung bleibt der Tropfen haften und verschliesst den Kleinen Nase und Maul.
Das kann in sehr kurzer Zeit zum Ersticken führen.

Zitat:
Ich hab gehört das es schon schlecht ist wenn er andere Reptilien sieht, aber wie ist es mit Hunden? Würde Ihn das auch stressen?


Genaue Studien darüber, wie Chamäleons auf Hunde reagieren, gibt es nicht.
Das Chamäleon auf Katzen mit enormen Stress (oder mit Akinese) reagieren habe ich schon öfters gehört. Da (Wild)- Katzen in der freien Natur wahrscheinlich zu den "Fressfeinden" gehören.
Ich könnte mir aber vorstellen das ein "frei" gehaltenes Chamäleon schon sehr gestresst auf die Anwesenheit oder auch nur auf das Erblicken eines Hundes reagiert.
Und hätte da große Bedenken, wenn der/ die Hunde im Raum sind und das Chamäleon gerade spazieren geht, oder sich gerade auf dem Boden befindet (was ja manchmal vorkommt).
Auch wenn ein Hund "nur schnuppern" will ist es für das Chamäleon schon eine extreme Stress- situation, die es möglicherweise nicht überlebt.
Aber auch in Terrarium gehaltene Tiere reagieren in einer solchen Situation wahrscheinlich gestresst.
Das müsste man eventuell mal ausprobieren. Überrascht!

Die meisten Reptilien sind sehr territorial.
Nicht nur die Männchen, auch die Weibchen bilden ihre Rangordnung und ihre Reviere aus. Auf "Eindringlinge" reagieren die meisten Reptilien mit Agressivität oder Angst.
Bei Chamäleons reicht schon ein spiegeln in der Glasscheibe oder der Anblick des Spiegelbildes um ein enormes Stressverhalten sichtbar zu machen (sie verfärben sich stark, werden oft ganz schwarz und attackieren das Spiegelbild, oder fressen dann nichts mehr...)
Jemenchamäleons verhalten sich enorm territorial.
Sie müssen dashalb Einzeln gehalten werden.
Männchen untereinander sind absolut unverträglich (sie würden sich totbeissen).
Auch Weibchen untereinander vertragen sich kaum.
Kommt (setzt man) ein Weibchen in das Territorium (Terrarium) des Männchens und es ist nicht paarungbereit, würde das Weibchen das Männchen attackieren und schwer verletzten.
Männchen besitzen eine "Beisshemmung" gegenüber den weiblichen Tieren.

Ich würde Dir empfehlen die Hunde nicht in den Raum mit dem "frei" gehaltenen Chamäleon zu lassen. Häufige Stress- Situationen verkürzen die Lebensdauer von Chamäleons erheblich.

LG

Gitti Blume
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