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Philipp Zoo-Direktor


Alter: 30 Tierkreiszeichen:  Mit dabei seit: 28.04.2003 Beiträge: 262
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Geschrieben: 11.12.2003 - 23:52 Titel: Ahhh! Mein hongsloi Männchen ist krank! |
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Hi!
@Jürgen: du hättest es nicht schreiben sollen!
Wie es scheint ist das eingetreten, was du befürchtet hast. Mein hongsloi Männchen ist ziemlich krank.
Ich bin ja ein fleißiger Aquarien-gucker und darum überascht es mich schon ein bisserl, daß das alles so schnell gegangen ist.
Gestern waren noch keine Symptome erkennbar (zumindest für mein, noch etwas ungeschultes Auge).
Heute schaut er zeimlich "fertig aus"
Er hängt abseits von allen anderen in einer oberen Ecke des Beckens.
Weitere Symptome sind: durchgehend "eingedunkelte" Körperfärbung mit etwas durchsichtigen gelblich-weißen, milchigen Flecken im Kopfbereich. Auch die Augen sind mit einem weißlichen Belag überzogen (oder trüb? ich kann es leider nicht beurteilen ob das an der Oberfläche ist oder nicht). Flossen klemmen tut er auch und ab und zu kratzt er sich an einem Stein.
Hab mal im Krankheitsratgeber nachgeschaut und würde mal auf Oodinium tippen - obwohl das Bild nicht ganz dazupaßt.
Stimmt meine Diagnose? Was soll ich machen? Warum ist das so schnell gegangen?
Hüüüülfe! |
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Jürgen Support Team


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Geschrieben: 12.12.2003 - 14:19 Titel: Re: A. hongsloi |
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Hallo,
| Zitat: | | Stimmt meine Diagnose? Was soll ich machen? Warum ist das so schnell gegangen? |
Ja, es handelt sich mit Sicherheit um einen Hauttrüber. Glaube aber nicht dass es Oodinium ist, das breitet sich nicht so "fleckig michig" aus, eher dürfte es sich um Chilodonella oder Costia handeln.
Therapie: sofort vereinzeln, Salzzugabe von 1 Teelöffel pro 10 Liter im Dauerbad, Temperatur auf 30 °C erhöhen UND Zugabe von sera Costapur! Muss aber wirklich rasch gehen!
http://www.kattsundco.com/aquaristik/krankheiten/chilodonella.html
Lg
Jürgen |
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Philipp Zoo-Direktor


Alter: 30 Tierkreiszeichen:  Mit dabei seit: 28.04.2003 Beiträge: 262
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Geschrieben: 12.12.2003 - 14:55 Titel: |
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| na dann bis bald im geschäft :) |
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Philipp Zoo-Direktor


Alter: 30 Tierkreiszeichen:  Mit dabei seit: 28.04.2003 Beiträge: 262
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Geschrieben: 12.12.2003 - 22:19 Titel: |
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Hi Jürgen!
Hab jetzt mal mit der Behandlung angefangen und meinen Patienten ins Quarantänebecken gegeben.
Dort herrschen jetzt 30°C (wurde langsam gesteigert), 1Teelöffel Salz pro 10 Liter, 18 Tropfen Costapur (laut dosierung bei schwerer Erkrankung).
Dem Fisch geht es gar nicht gut. Er taumelt desorientiert durchs Becken, oder liegt - mehr seitlich als aufrecht - am Boden (er verhält sich also gleich wie zuletzt im Gesellschaftsbecken). Atmung ist relativ normal - ich tu aber trotzdem reichlich belüften.
Wie geht die Behandlung nun weiter - vorausgesetzt er übersteht die erste Nacht?
Ich werd aus der Costapur-Anleitung nicht ganz schlau. Soll ich die empfohlene Dosis die nächsten 5 Tage täglich verabreichen? Oder soll ich nichts mehr dazutun?
Ein täglicher TWW wäre auch nicht schlecht, oder? Soll ich dazu Wasser aus dem Gesellschaftsbecken nehmen oder frisches Wasser? - mit entsprechender Menge Costapur natürlich.
Wie sollte der Heilungsverlauf aussehen? Sollte ich Morgen in der Früh schon eine Verbesserung feststellen können?
lg
Philipp
PS: haltets ma die Daumen, daß ich ihn derrette! |
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Jürgen Support Team


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Geschrieben: 13.12.2003 - 03:43 Titel: Re: Hongsloi |
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Guten Morgen!
Mei, Babys braucht der Mensch, dann ist es um die Nachtruhe geschehen (meine Kinder
| Zitat: | Atmung ist relativ normal - ich tu aber trotzdem reichlich belüften.
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Ja, das ist gut so, das erleichtert dem Fisch die Atmung sehr. Würde auch die Beleuchtung reduzieren bzw. ganz ausschalten oder auf indirekte Beleuchtung umstellen - m.E. stresst das kranke Fische eindeutig weniger stark. Wenn ich mal krank bin kann ich grelles Licht auch nicht ausstehen...
Die Behandlung mit sera costapur muss sich über 5 Tage erstrecken, also täglich 5 Tage lang die empfohlene Dosis geben.
Wasserwechsel sollte in diesem Zeitraum nicht durchgeführt werden, zumal das Wasser in deinem Becken schon einige Zeit abgestanden ist und durch den kleinen Filter aufbereitet wurde.
Eine Besserung wird man wahrscheinlich erst am 3. Tag der Behandlung feststellen können. Du kannst am 4. Tag wieder versuchen etwas Futter zu verabreichen, am besten etwas leicht verdauliches wie Artemia Salina (lebend oder gefroren), ein paar Tropfen Flüssig-Vitamine ins Wasser unterstützen den Heilungsverlauf - ein wenig davon wird wenigstens über die Fischschleimhaut resorbiert.
Lg
Jürgen |
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Philipp Zoo-Direktor


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Geschrieben: 14.12.2003 - 11:57 Titel: |
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Hmmm.
Heute gab es ein böses Erwachen für mich - und leider keines mehr für den armen Lui (hongsloi).
Naja, er hat es nicht geschafft... schade. |
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Jürgen Support Team


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Geschrieben: 14.12.2003 - 18:19 Titel: Re: Hongsloi |
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Hallo,
tut mir leid... Am vierten Tag, das heisst dass die Therapie gegen die Einzeller prinzipiell angeschlagen hätte, sonst wärs schon vor zwei Tagen mit ihm zu Ende gegangen. Hast Du eine Veränderung im Verhalten, die auf eine leichte Verbesserung hingedeutet hätte, feststellen können?
Z.b. eine weniger starke Dunkelfärbung, oder nicht mehr so stark geklemmte Flossen? Hat sich die schnelle Atmungfrequenz etwas verbessert? |
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Philipp Zoo-Direktor


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Geschrieben: 14.12.2003 - 19:37 Titel: |
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Hi Jürgen!
Also das ganze ist so abgelaufen:
Am Donnerstag am Nachmittag hab ich die Symptome das erste mal gesehen.
Am Freitag Abends habe ich die Behandlung angefangen. Direkt nach dem Umsetzten ins Quarantänebecken hat es gar nicht gut ausgeschaut. Der Arme ist völlig apathisch, seitlich am Boden gelegen. Nur ab und zu ist er kraftlos im Becken herumgetorkelt.
Am Samstag in der Früh hat er schon wieder richtig munter ausgeschaut, war auch deutlich heller. Ist auch stabiler geschwommen - trotzdem hat er immer noch getorkelt. Wenn er am Boden war ist er relativ aufrecht "gesessen". Atmung war relativ normal - vielleicht etwas schneller.
Im Laufe des Samstages ist es dann wieder schlimmer geworden. Je später es wurde um so öfter ist er wieder seitlich am Boden gelegen. Je später es wurde umso dünkler wurde er und umso schneller wurde auch seine Atmung - obwohl das Becken durch den Filter richtig gut belüftet wurde...
Am Abend ist er dann wieder etwas stabiler an der Wasseroberfläche gestanden. Als wir nach dem Ausgehen wieder heimgekommen sind ist er sogar wieder relativ sicher im Becken herumgeschwommen. Da hab ich mich dann auch mit der Meinung "siehst - jetzt geht es ihm schon wieder halbwegs" schlafen gelegt.
In der Früh ist er dann mit weit aufgerissenem Maul tot am Boden gelegen - heißt das was? Meine bisherigen Fischleichen hatten immer das Maul zu.
lg
Philipp |
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Jürgen Support Team


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Geschrieben: 14.12.2003 - 21:01 Titel: Re: Honsloi |
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Hallo,
das weit aufgerissene Maul ist eigentlich ein typisches Zeichen, dass ein Fisch an Sauerstoffmangel gestorben ist. Bei Deinem Becken kann das aber nicht der Fall gewesen sein; auch der Filter hat das Medikament nicht unwirksam gemacht, weil er ja - im Prinzip - nagelneu war.
Andere Möglichkeiten, dass der Fisch keinen Sauerstoff mehr resorbieren konnte, wie z.B. Kiemenschäden durch chemische Wasserfaktoren oder Vergiftung scheiden auch aus.
Eine mögliche Ursache: die Hauttrüber, die auch vor den Kiemenbögen nicht halt machen, führten zu einer Schädigung des Kiemengewebes, die sich sekundär bakteriell entzündet hat. Eigentlich dürfte ich hier nicht einmal diese Vermutung anstellen, was letztendlich zum Tod geführt hat. Sicher haben wir das richtige Medikament benutzt, um die Hauttrüber zu bekämpfen. Vielleicht wäre es richtig gewesen, vorbeugend noch ein antibakteriell wirkendes Präparat zu verabreichen; ich hab nur immer die Erfahrung gemacht, dass Zwergbuntbarsche auf starke Medikamentengaben ziemlich empfindlich reagieren. Die Bekämpfung der Hauttrüber wäre erstmal die wichtigste Aufgabe gewesen, und das hast Du gemacht. So wie die Ursache des Krankheitsausbruches rätselhaft und (für uns) nicht erklärbar ist wird auch die Todesursache im Dunkeln bleiben.
Lg
Jürgen |
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Leo Zoo-Direktor


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Geschrieben: 14.12.2003 - 23:01 Titel: Re: Honsloi |
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Hallo!
....mein Beileid&Mitgefühl!
Leo |
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