Aquarienpflanzen bei katt's & coMittelgrundpflanzen: Pflegetipps

Wasserpflanzen, die sich am besten zur Verwendung im Mittelgrund des Aquariums eignen. Die meisten der angeführten Arten kann man natürlich auch im Hintergrund oder an den Aquariumseiten einpflanzen, je nach dem, wie man den Aufbau geplant hat.
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Stichwörter: Stengelpflanzen, Lichtmangel, Vermulmung, Flüssigdünger, Eisenmangel

Allgemeines zur Pflege       Zum Seitenanfang

Für Mittelgrundpflanzen gilt, dass sie neben erhöhten Ansprüche an die Beleuchtung eine ausreichende Kohlendioxid-Düngung benötigen. Die meisten Arten sprechen auf regelmässige Wurzeldüngung sehr gut an, z.b. Aponogeton, Echinodorus und Vallisneria. Am einfachsten wird die nachhaltige Wurzeldüngung mit Tropenerde-Kugeln (sog. Laterit-Kugeln) oder mineralischen Düngetabletten (sera florenette, Dennerle E15, Tetra Crypto Dünger) erreicht (siehe auch >> Düngung). Ansonsten finden sich bei den Mittelgrundpflanzen überwiegend
Stengelpflanzen: sie werden von den Wasserpflanzengärtnereien als wurzellose Ableger mit Hilfe von Pflanzbleien gebündelt und so ausgeliefert. Diese Stengelpflanzen werden in den Kies gesteckt und bewurzeln sich nach 2 - 3 Wochen. Zum Fixieren der Stengel im Aquarienkies bis zum Anwachsen können sog. Pflanznadeln verwendet werden.

Licht       Zum Seitenanfang

Erhalten Stengelpflanzen auf Dauer zu wenig Licht, vergrünen die meisten Arten, d.h. Pflanzen mit attraktiver Rotfärbung wie Rotala, Ludwigia, Ammania, Telanthera oder Rote Cabomba entfalten sich nie zu ihrer vollen Schönheit. Daneben beginnen die Pflanzen bei
Lichtmangel ihre Blätter abzuwerfen, und zwar von unten beginnend. Schliesslich fault auch der eingesetzte Stengel ab und die Pflanze schwimmt an der Wasseroberfläche. Denken Sie daran, die Neonröhren nach etwa 9 Monaten auszutauschen, wenn das anfänglich rasante Wachstum Ihrer Stengelpflanzen ohne ersichtlichen Grund plötzlich stark nachlässt. Vermeiden Sie zu starke Strömungen im Mittelteil des Aquariums, um keine "sturmverbogenen" Pflanzen zu erhalten und CO2-Verluste gering zu halten. Auf jeden Fall müssen Sie eine Vermulmung des Aquariums vermeiden, Cabomba und Myriophyllum vertragen "gefangenen" Mulm und Algen gar nicht gut.

Düngung       Zum Seitenanfang

Die meisten Stengelpflanzen haben die Möglichkeiten, einen Grossteil der benötigten Nahrung direkt über die Blätter oder grünen Pflanzenteile aufzunehmen. Bei der regelmässigen Versorgung mit Nährstoffen nimmt man darauf insofern Rücksicht, als man zusätzlich einen guten
Flüssigdünger anwendet, der am besten auch gleich genügend pflanzenverfügbares Eisen enthält, z.b. Präparate wie sera flora, Dennerle A1, Amtra Plant, Tetra Phyll. Schwertpflanzen benötigen auf jeden Fall eine permanente Wurzeldüngung, anfangs mit einem Initialdünger, später mit Düngetaletten.

Bei
Eisenmangel vergilben die Blätter von Echinodorus-Arten, sie werden chlorotisch (Eisenmangel = Chlorose), d.h. sie bauen den typischen grünen Pflanzenfarbstoff Chlorophyll ab und der Vorgang der Photosynthese (Energiegewinnung aus Licht und Kohlendioxyd, wobei u.a. Sauerstoff produziert wird, eine Art geniales "Atemluft-Recycling") reduziert sich. Das kann soweit gehen, dass die Pflanze oder zumindest Pflanzenteile absterben.

Die meisten Arten danken eine Schicht eingebrachten Langzeitdünger, z.b. sera Flore-Depot oder Dennerle Deponit-Mix, mit langanhaltendem Wachstum. Die Verwendung eines Heizkabels als Bodenfluter hat sich bestens bewährt.

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