Zierfischkrankheiten
- Therapie
Tetrahymena
(40x)
Weißliche Hautverdickungen, Ablösen der Schleimhaut
(Ciliaten)
Symptome: Flossenklemmen, Scheuern, ruckartiges Vorwärtsschießen
Ursache: Streßerkrankung
Gefährlichkeit: gefährlich!
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Der Einzeller Tetrahymena ist kein
richtiger Parasit. Er findet sich erst ein, wenn die Schleimhaut des Fisches
schon durch Pilze oder Bakterien infiziert wurde. Der Parasit ernährt sich
von Bakterien und von den Fragmenten zerstörter Hautzellen.
In überbesetzten
Aquarien (Aufzuchtbecken) kann es allerdings durch die Wasserbelastung zu
einer Massenvernehrung von Tetrahymena kommen.
Die Einzeller befallen
dann in großen Mengen die Schleimhaut der Fische. Strähnenförmige weißliche
Hautverdickungen sind die Folge. Im Endstadium löst sich die Haut ab und
die Fische sterben. Besonders bei Diskusfischen ist der Parasit bei Dunkelfärbung
gut zu erkennen. Dieses Symptom wird oft auch als "Diskusseuche"
bezeichnet. Auslöser dafür ist ein Erstbefall mit Vorschädigung der Schleimhaut,
sekundär erfolgt der massenhafte Befall mit Tetrahymena. Im Endstadium
löst sich die Haut in Fetzen ab und die Fische sterben. Eine Behandlung
mit sera costapur tötet die Erreger sicher ab, wenn die Behandlung konsequent
nach Vorschrift durchgeführt wird. In hartnäckigen Fällen und bei pH-Werten
um pH 8 oder wenn leistungsfähige biologische Filter am Aquarium betrieben
werden ist drei Tage lang die Grunddosis ins Wasser zu geben. Vor jeder
neuen Zugabe ist ein Wasserwechsel von 30 % ohne Verwendung von Wasseraufbereitern
durchzuführen.
Es ist sinnvoll die primäre Infektion durch Pilze oder
Bakterien, die Auslöser für die Tetrahymena-Infektion sein kann, bereits
im Anfangsstadium mit sera mycopur oder baktopur zu bekämpfen.
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