Zierfischkrankheiten
- Therapie
Oodinium
pillularis, Samtkrankheit (100x)
Feinste weißliche Pünktchen
von max. 0,3 mm in Haut und Flossen (Flagellaten)
Symptome: Flossenklemmen, Scheuern,
Schnellatmigkeit, weiße Hauttrübungen >> mehr
Ursache: Streßerkrankung
Gefährlichkeit: sehr
gefährlich!
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Oodinium ist ein Sonderfall
unter den einzelligen Fischparasiten, da dieser Organismus pflanzlichen
Ursprungs ist (Dinoflagellat).
Im Anfangsstadium scheuern sich die
Fische an Gegenständen und Pflanzenblättern; deutlich sichtbar wird die
Krankheit jedoch erst bei stärkerem Befall. Infektionen im Süßwasseraquarium
werden meist von Oodinium pillularis verursacht. Die Haut der Fische
ist von winzigen weißlich-gelben Pünktchen übersät. Die Erreger sitzen auf
der Haut; sie erreichen eine Größe von höchstens 0,3 mm. Somit sind sie
wesentlich kleiner als Ichthyophthirius und können sicher davon unterschieden
werden.
Ein Befall beginnt meist an den Flossen und breitet sich
dann über den Körper aus. Im fortgeschrittenen Stadium erscheint der Fisch
wie mit Mehl bestäubt; auf der Haut ist ein samtartiger Belag zu sehen.
Darum wird die Krankheit auch "Samtkrankheit" genannt. Dieser
Belag ist besonders deutlich zu sehen, wenn der Fisch längs zum Beobachter
steht. Im Spätstadium lösen sich kleine Hautfetzen ab und die Augen bekommen
einen trüben Belag.![]()
Die
Oodinium-Krankheit ist sehr ansteckend. Aufgrund seines pflanzlichen Charakters
wird Oodinium durch andere Wirkstoffe als tierische Einzeller bekämpft.
Sera
oodinopur, Tetra ContraIck oder Tetra General Tonic töten die Erreger im
Süß- und Meerwasser (Oodinium ocellatum) innerhalb von 3 bis 5 Tagen
sicher ab, darf aufgrund seines Kupfergehaltes jedoch nicht In Meerwasseraquarien
mit Niederen Tieren angewendet werden.
Vor, während und nach der Behandlung
muss ein Kupfertest durchgeführt werden, um die richtige Kupferkonzentration
(0,3 mg/l) zu erreichen. Diese therapeuthische Dosis muss täglich einmal
eingestellt werden, um Vergiftungserscheinungen durch einen zu hohen Kupfergehalt
zuverlässig auszuschließen. Freies Kupfer muss nach der Behandlung durch
einen Teilwasserwechsel entfernt werden, anschließend Kohlefilterung. Die
Zugabe einer doppelten Dosis Wasseraufbereiter bindet Kupferreste und macht
sie damit unschädlich.
(C) Fotos: Tetra, sera
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