Zierfischkrankheiten - Therapie

Mischinfektionen

Starke Schleimabsonderung mit stellenweiser Verpilzung

Symptome: Scheuern, Trägheit, Flossenklemmen, Schaukeln, Vorwärtsschießen
Ursache: Stresserkrankung, falsche Haltungsbedingungen
Gefährlichkeit: sehr gefährlich!

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Mischinfektion an einem Haiwels

Manchmal ist im Aquarium (auch bei Gartenteichfischen) zu beobachten, dass auf der Haut der Fische nicht nur eine Art von Parasiten auftritt.
Die Schleimhaut erscheint verdickt, und untersucht man einen Abstrich mit dem Mikroskop, lassen sich Hautwürmer und verschiedene Einzeller wie Costia, Chilodonella, Trichodina und Tetrahymena nachweisen. Im Anfangsstadium scheuern sich die Fische oft am Boden oder an Gegenständen, dann stehen sie apathisch mit angelegten Flossen und schaukelnd im Wasserstrom des Filterauslaufs.
Die Verdickung der Schleimhaut beginnt bei Koi und Goldfischen mit einem grauen Belag. Mit fortschreitender Infektion wird der Belag weißlich und löst sich in kleinen Stücken ab. In dem letzten Stadium kommt meist jede Hilfe zu spät. Während viele Erreger bei einer alleinigen Infektion der Haut ein relativ charakteristisches Krankheitsbild zeigen, äußern sich Mischinfektionen bei Aquarienfischen sehr unklar durch unregelmäßige und unterschiedlich große milchig weiße Flecken verdickter Schleimhaut.
Bei fortschreitender Ausbreitung der Erreger auf der Haut und zunehmender Schwäche der Fische bedeckt die Schleimhautverdickung nahezu die gesamte Fischoberfläche. Die Fische stehen zunächst schaukelnd, mit angelegten Flossen, unter der Wasseroberfläche und liegen im Endstadium apathisch am Boden des Aquariums.
Eine Behandlung muss sofort nach Erkennen der Erkrankung erfolgen. Mit einer 10-fach vergrößernden Lupe kann man meistens Hautwürmer erkennen, einzellige Parasiten können jedoch nur mit einem Mikroskop ab 40-facher Vergrößerung nachgewiesen werden. Im Aquarium kann die Behandlung durch die Kombination der Medikamente sera costapur und sera mycopur erfolgen.
Hiermit wird nahezu die gesamte Erregerpalette abgedeckt und zusätzlich einer Sekundärinfektion durch Pilze vorgebeugt. Im Gartenteich behandelt man mit sera omnisan.

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