Zierfischkrankheiten
- Therapie
Lymphocystis
(100x), Viruserkrankung
Grießkörnchenartige, feste, 0.5 bis
1 mm große kugelige Zysten, weißliche Knötchen auf den Flossen
Symptome:
Flossenklemmen, Schaukeln, Scheuern
Ursache: Überbesatz,
Stress
Gefährlichkeit: gefährlich!
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Viren sind so winzig, dass sie mit einem einfachen Mikroskop
nicht nachweisbar sind. Sie können nur mit Elektronenmikroskopen und durch
aufwendige Präparation sichtbar gemacht werden. Sie befallen lebende Zellen
und zwingen sie, neue Viren zu produzieren. Dabei verändern sich die Zellen
krankhaft, so dass sie ihre normalen Aufgaben im Gewebe nicht mehr erfüllen
können.
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Die Basis der Flosse darf dabei nicht
verletzt werden. Danach ist der Fisch mit sera baktopur zu behandeln, damit
sich die Flossen nicht mit anderen Erregern infizieren. sera cyprinopur
hat eine desinfizierende Wirkung und verhindert somit eine Übertragung
der Krankheit. Beide Medikamente sollten zusammen angewendet werden. Das
Dosieren kleiner Mengen sera cyprinopur ist mit Insulinspritzen aus der
Apotheke möglich.
Lymphocystis
befällt die Haut der Fische und verändert die Schleimhautzellen. Sie vergrößern
sich um das Hundertfache, so dass sie mit dem bloßen Auge deutlich als Erhebungen
sichtbar sind. Die auf über einen Millimeter vergrößerten Zellen sehen wie
an der Haut haftender Laich aus. Streicht man mit dem Finger über die betroffene
Hautstelle, fühlt man die Erhebungen als harte Knötchen. Die Zellen vergrößern
sich aufgrund der erzwungenen Virenproduktion. Schließlich platzen die Zellen
und Millionen von neuen Viren ergießen sich in das Wasser. Sie treiben umher
und können andere Fische befallen. Meist tritt die Krankheit zuerst an den
äußeren Bereichen der Flossen auf und geht dann auf den Körper über.
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