Zierfischkrankheiten
- Therapie
Ichthyophthirius multifiliis
(20x)
Deutlich sichtbare weißliche Punkte (0,4
- 1,5 mm) in Haut und Flossen (Ciliaten)
Symptome: Flossenklemmen, Scheuern,
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Ursache: Streßerkrankung
Gefährlichkeit: sehr
gefährlich!
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Unterstützende Maßnahmen
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Der
Einzeller Ichthyophthirius kann bis zu 1,5 mm groß werden und ist
mit dem bloßen Auge deutlich an der Fischhaut zu erkennen. Da der Fisch
mit weißlichen Pusteln in dieser Größe übersät ist und aussieht, als ob
er mit Grieß bestreut sei, wird die Erkrankung oft auch Weißpünktchen
oder Grießkörnchenkrankheit (kurz: Ichthyo) genannt.
Die
Krankheit tritt zuerst in den Flossen oder am Rücken der Fische
in Erscheinung. Bereits im Anfangsstadium klemmen die Fische ihre Flossen
und versuchen, die Erreger durch Scheuern an Pflanzen und Dekoration abzustreifen.
In späteren Krankheitsstadien können so viele Erreger die Haut befallen,
dass sich gelblich weiße flächige Flecken bilden.![]()
Da
sich die Krankheit im Aquarium sehr schnell ausbreitet, muss unverzüglich
mit ihrer Bekämpfung begonnen werden. Die Medikamente (z.B. sera costapur) werden
immer im besetzten und eingerichteten Aquarium angewendet, wenn die Krankheit
dort ausgebrochen ist. Bei Verwendung eines Quarantäne-Aquariums und Ausbruch
der Krankheit in der Quarantänezeit vor dem Umsetzen ins Hälterungsbecken
wird dort behandelt. Mit der Behandlung werden auch im Becken schwimmende
Entwicklungsstadien des Erregers (Schwärmer) abgetötet. Ichthyo-Medikamente
sind bei genauer Dosierung für Fische und Pflanzen gut verträglich.
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Da
Ichthyophthirius nicht wie andere Parasiten auf der Haut des Fisches sitzt,
sondern im Inneren der Schleimhaut lebt, ist er von Medikamenten schwerer
zu erreichen.
Der Einsatz von sera ectopur mit sera costapur ist bei
der Behandlung von Ichthyo nicht unbedingt notwendig, aber hilfreich und
unterstützt auch die Bekämpfung von anderen Ektoparasiten. Sera ectopur
sorgt dafür , dass sich die Erreger von der Haut der Fische lösen und wirkt
durch die langsame Abgabe von Sauerstoff zusätzlich desinfizierend. Durch
diese Kombination kann die Krankheit schneller bekämpft werden. Ichthyo
kann auch latent in einem Aquarium lange Zeit vorhanden sein. Bei Stress,
z.B. dem Zusetzen neuer Fische, kann die Krankheit jederzeit wieder ausbrechen.![]()
Unterstützende
Maßnahmen: Temperaturerhöhung über drei Tage (max. 2 °C), Wasser gut durchlüften.
Durch die Temperaturerhöhung wird die Entwicklung der Erreger beschleunigt
und das Immunsystem des Fisches aktiviert. Bei der Temperaturerhöhung die
Toleranzgrenzen der Fische beachten!
Dauer der Behandlung: die meisten
Medikamente werden über 3 Tage verabreicht, die Symptome verschwinden
meistens am 5. bis 6. Tag
Begleitende Maßnahmen: vor der Behandlung
ist ein Teilwasserwechsel angebracht (1/3). Dabei darf kein Wasseraufbereitungsmittel
zugesetzt werden. Nach der Behandlung ist ein Teilwasserwechsel sinnvoll.
Mit Filterung über Kohle können Medikamentenreste entfernt werden.
Wichtig:
während der Therapie darf nicht über absorbierende Filtermaterialien (Zeolith,
Aktivkohle, andere absorbierende Filtermedien) gefiltert werden. Ozonisatoren
oder UV-Entkeimer sind auszuschalten. Die Fütterung der Zierfische sollte
auf ein Minimum beschränkt werden, am besten mit vitaminisiertem Frostfutter
(saugt sich im Gegensatz zu Flocken oder Granulatfutter wenig mit medikamentenhältigem
Wasser voll). Die Beleuchtung sollte wenn möglich reduziert werden (Licht
zerstört Medikamente). Der Filter sollte wenn möglich "offline"
genommen werden und während der Behandlung in einem Eimer weiterlaufen,
damit die Bakterienflora nicht geschädigt werden. Wenn das nicht möglich
ist: während und nach der Therapie unbedingt Nitrit-Wert messen und nach
der Behandlung mit einem Bakterienpräparat die Wasserwerte wieder stabilisieren
(z.B. mit sera nitrivec).
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