Zierfischkrankheiten
- Therapie
Glotzauge
(Exophthalmus)
Hervortretendes Auge bzw. herausgedrücktes Bindegewebe
Symptome:
oft gar kein verändertes Verhalten
Ursache: Stress, belastetes Wasser (Nitrit, Nitrat)
Gefährlichkeit: gefährlich!
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Hervorquellende Augen können mehrere Ursachen
haben. Oft kommt das Krankheitsbild zusammen mit infektiöser
Bauchwassersucht (Ascites) vor und stellt dann eine Flüssigkeitsansammlung
hinter dem Auge, hervorgerufen durch eine bakterielle Infektion, dar. Verursacht
werden kann die Flüssigkeitsansammlung durch ein Nierenversagen oder
eine Nierenfehlfunktion, wobei die Niere nicht mehr genügend Flüssigkeit
ausscheiden kann. Die Flüssigkeit wechselt dann ins Gewebe oder die Leibeshöhle
und kann so zur Leibesauftreibung und Glotzaugen führen.
Neben einer
bakteriellen Infektion kann das Nierenversagen auch durch übermäßige Fütterung
mit stark salzhaltigen Futtermitteln an Süßwasserfische führen, z.B. mit
Artemia Salina, Pazifik-Krill anderen Garnelenarten. In diesem Fall können
die Nieren das Salz nicht mehr ausscheiden, es lagert sich in den Nieren
ab und führt zu einem Nierenversagen.
Auch unzureichende Ernährung und
in der Folge sekundäre bakterielle Infektionen können zu einer Fettanhäufung
hinter dem Auge führen, wodurch dann das Hervorquellen verursacht wird.
Das kann bis zum Augenverlust führen.
Oft werden die Fische im Anfangsstadium dadurch
in ihrem Wohlbefinden kaum beeinträchtigt, fressen normal und zeigen auch
normale Färbung.
Dennoch muss behandelt werden, damit sich die bakterielle
Infektion nicht verschlimmert und auf die Bauchhöhle ausweitet.
Die Behandlung
kann mit Aqua Furan oder sera baktopur direct erfolgen. Es kann auch bei
erfolgreicher Behandlung vorkommen, dass sich das herausgedrückte Bindegewebe
nicht mehr komplett zurückbildet und eine Mißbildung bleibt.
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