Zierfischkrankheiten
- Therapie
Flossenfäule
Weiße
Flossenränder, Auflösung der Flossen bis zur Flossenbasis
Symptome:
Flossenklemmen, Bodenhocken, umherschießen
Ursache: Überbesatz,
ungünstige Wasserverhältnisse, Mangelernährung
Gefährlichkeit: sehr gefährlich!
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Symptome: zerfranste, zerlappte oder reduzierte Flossen,
oft mit weisslichem Rand und/oder entzündeter Flossenbasis
Flossenfäule tritt bei Fischen auf, deren Allgemeinzustand schlecht ist. Erreger: Bakterien der Gattungen Aeromonas, Pseudomonas und Myxo- bzw.
Flexibakterien. Die
Hauptursachen sind Überbevölkerung, ungünstige Wasserverhältnisse und schlechte
Ernährung. Die Flossenfäule tritt oft mit anderen Krankheiten auf, z.B. mit
weissen Pünktchen, und weist ganz allgemein auf schlechte Lebensbedingungen im
Aquarium hin.
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Verusacht wird die baktierielle Flossenfäule
von Bakterien, die in jedem Aquarium vorhanden sind. Gesunde Fische werden
nicht befallen, da sie genügend Abwehrkräfte gegen die Bakterien besitzen.
Die Krankheit bricht an Fischen aus, die unter Stress stehen, weil sie möglicherweise
vom Transport geschädigt sind oder weil die Besatzdichte des Aquariums zu
hoch ist. Auch im Zusammenhang mit anderen Krankheiten wie Columnaris-Krankheit,
Verpilzungen, Verletzungen oder als Folge von Parasitenbefall kann Flossenfäule
auftreten. Schlechte hygienische Verhältnisse und das folglich durch Bakterien
belastete Wasser fördern die Krankheit.
Die Flossen lösen sich vom Rand
her auf und werden im Spätstadium bis hin zur Flossenbasis vollständig zerstört.
Die Behandlung solte nicht uafgeschoben werden.
Behandlung: Fast immer lässt sich ein Ausbruch von Flossenfäule durch
Verbesserung der Haltungsbedingungen in den Griff kriegen. Eine Salzzugabe kann
der Flossenfäule bei Lebendgebärenden vorbeugen. Nur bei besonders hartnäckigen
Fällen oder akuten Krankheitsverläufen müssen Antibiotika oder antibakterielle
Heilmittel eingesetzt werden.
Eine Temperaturerhöhung als alleinige
Heilmethode unterstützt den Heilungserfolg, ist jedoch als einzige Maßnahme unzureichend und bringt bei schweren Fällen nur in
Kombination mit der Anwendung von Salz UND antibakteriellen Präparaten Erfolg.
Hauptsächlich wird die Temperaturerhöhung bei Kaltwasserfischen angewendet, um
den Stoffwechsel des Fisches zu beschleunigen und die Vermehrung der Bakterien
einzudämmen.
Chemotherapeutika wie
Nitrofuran (Wirkstoff Nifurpirinol) gehen sehr schnell in den Fischorganismus
über und man erreicht damit rasch, dass die weitere Ausbreitung der Bakterien
gehemmt wird. Es ist ausserdem sehr gut fischverträglich. Leider gibt es auch
schon sehr viele Restistenzen gegen Nifurpirinol, hervorgerufen durch
unsachgemässe Anwendung, z.B. zu geringe Dosierung oder zu kurze
Behandlungszeit.
Das Medikament ist übrigens sehr lichtempfindlich!
Beleuchtung daher unbedingt ausschalten! Auch sera baktopur bekämpft die Bakterien
und lässt die zerstörten Flossenteile schnell nachwachsen.
Badetherapie:
Eine Packung
Aqua Furan, die für 50 L vorgesehen ist, in 5 Liter Wasser (z.B. in einem Kübel)
auflösen und den Fisch dort 3-4x täglich für 15 Minuten baden.
Dann setzt
man den Fisch wieder in das Quarantäne-Aquarium zurück. Dabei darauf achten, dass
die Wasserqualität im Hälterungsbecken immer optimal ist, damit der
Heilungverlauf unterstützt wird.
Die Lösung im Kübel kanns man ohne Probleme
4 Tage aufbewahren. Damit die Lösung eine ähnliche Temperatur hat wie im
Aquarium sollte man sie mit einem Stabheizer auf die entsprechende Temperatur
bringen.
Sollten noch andere Fische in dem Becken gleiche oder ähnliche
Symptome aufweisen ist eine Behandlung des gesamten Fischbestandes angebracht,
um einen weiteren seuchenhaften Verlauf auszuschliessen.
Darauf achten, dass
das Präparat auch die nützlichen Filterbakterien schädigen kann
(Nitrit-Kontrolle!) 
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