Zierfischkrankheiten - Therapie
Costia-Erreger unter dem Mikroskop
Costia necatrix (Ichthyobodo necatrix), Flagellaten (400x)

Gleichmäßige, schwach milchige Hauttrübungen.

Symptome: Flossenklemmen, ausgefranste Flossen, milchige Verfärbung der Haut, Scheuern, Schaukeln
Ursache: Streßerkrankung
Gefährlichkeit: sehr gefährlich!

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Das Geißeltierchen Costia necatrix, auch bohnenförmiger Hauttrüber, verursacht gleichmäßige, schwach milchige Hauttrübungen. Verursacht wird die Erkrankung durch Überbesatz, Streß und falsche Hälterungsbedingungungen (Temperatur, pH-Wert, Gesamthärte). Costia ist ein Schwächeparasit, der latent in geringer Zahl an den Fischen lebt und sich bei Schwächung des Fisches sehr rasch auf der Schleimhaut vermehren kann.

Costia necatrix (Ichthyobodo necatrix)

Der Parasit ist sehr klein, so dass man ihn nur mit einem Mikroskop beobachten kann. Als reiner Parasit ernährt sich der Erreger ausschließlich von der Schleimhaut des Fisches und ist im freien Wasser nicht lebensfähig. Bei starkem Befall können große Hautflächen zerstört werden, was zum Tod der Fische führt.

Costia necatrix (Ichthyobodo necatrix)

Besonders Jungfische sind von Costia sehr bedroht. In den meist zu kleinen Aufzuchtbecken mit Überbesatz und starker Fütterung findet der Schmarotzer an den Jungfischen ideale Lebensbedingungen vor. Die kleinen Fische können dem nichts entgegensetzen und sterben in großer Zahl. Besonders gefährdet sind Panzerwelse der Gattung Corydoras und Schwielenwelse bzw. Saugwelse der verschiedenen Gattungen.
Auch Lebendgebärende wie z.B. Guppy, Platy oder Black Molly, sind recht anfällig auf Costia. Typische Symptome sind Flossenklemmen und Schaukeln in der Strömung. Wenn man versucht, Jungfische in Ablaichkästen oder Ablaichnetzen großzuziehen, wird man oft diese Symptome feststellen können. In dem beengten "Lebensraum" ist die Wasserzirkulation sehr schlecht, die Fischdichte hoch und durch die ausgiebige Fütterung das Wasser mit Keimen stark belastet.

Als Medikamt tötet sera costapur die Erreger sehr zuverlässig ab, eine gleichzeitige Zugabe von sera ectopur oder jodfreiem Meersalz unterstützt die Behandlung.

(C) Fotos: Tetra, sera

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