Zierfischkrankheiten
- Therapie
Columnaris,
Weißmaulkrankheit
(400x)
Weiße Lippen; weiße Ränder an den Schuppen
Symptome:
Störungen im Schwimmverhalten, Apathie, Flossenklemmen
Ursache: Überbesatz,
alkalischer pH-Wert
Gefährlichkeit: extrem gefährlich!
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Eine Infektion durch Columnaris-Bakterien
äußert sich durch einen weißen Flaum sehr kurzer dicht stehender Fädchen
an Maul (weißes Maul), Flossen und Schuppenrändern. Die weißen Stellen breiten
sich sehr schnell auf der Fischhaut aus.
Im Endstadium können sich die
Flossen vom Rand her auflösen, und die Fische stehen schaukelnd unter der
Wasseroberfläche. Man muss sofort reagieren, denn die Krankheit breitet
sich so schnell aus, dass der ganze Bestand gefährdet ist. In diesem Fall
ist die Kombination der Medikamente sera baktopur und sera baktopur direct
unbedingt angebracht.
Da Columnaris-Bakterien alkalisches Wasser bevorzugen,
unterstützt eine Absenkung des pH-Wertes unter pH 7 die Behandlung, soferne
die Fische die pH-Absenkung vertragen. Hauptursache dürften allerdings falsche
Hälterungsbedingungen, vor allem Überbesatz, sein.
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Sehr wirksame Medikamente gegen die gefürchtete
Weißmaulkrankheit sind Sulfonamide, hier besonders die Präparate Bactrim,
Bactrim forte oder Osmon forte. Diese Präparate sind verschreibungspflichtig
und können beim Tierarzt bezogen werden. Die Dosierung für Sulfonamide beträgt
10-20 g/100 Liter, die Behandlung erstreckt sich über 4 Tage. Bactrim kann
so angewendet werden, dass man 1 Tablette auf 50 Liter dosiert. Das
Präparat ist sehr gut fischverträglich und schädigt auch empfindliche Welse
nicht.
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